EMDR ist in Deutschland leider eine sehr stiefmütterlich behandelte Form der modernen Psychotherapie. Obwohl in klinischen Studien bereits festgestellt wurde, dass EMDR das "Schweizer Taschenmesser der modernen Psychotherapie" sei.
Ich selbst arbeite in meiner Praxis seit mehreren Jahren mit 3 Behandlungsverfahren, die ich je nach Notwendigkeit miteinander kombiniere.
Das sind EMDR, Hypnose und Verhaltenstraining. Wobei Hypnose und Verhaltenstraining von mir ausschließlich ergänzend zu EMDR verwendet werden.
Hier möchte ich euch mal beispielhaft aufzählen, bei welchen Problemen und Erkrankungen EMDR sinnvoll und schnell eingesetzt werden kann:
ANGST, PHOBIE, PANIK
POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNGEN
- Angst vor Tieren (Spinnen, Hunde, Schlangen, ...)
- Prüfungsangst
- Angst vor dem Zahnarzt
- Angst vor Operationen
- Angst vor der Dunkelheit
- Angst vor dem Allein sein
- Trennungsangst
- Höhenangst
- Flugangst
- Angst vor anderen Menschen
- Angst vor Rolltreppen oder Fahrstühlen
- Angst vor der Zukunft
- Existenzangst
- Angst vor beruflichem Versagen
- Angst, vor anderen Menschen zu sprechen
- Angst, das Haus zu verlassen
- Angst vor dem Fahren mit öffentlichen Verkehrmitteln
- Angst vor dem beruflichen Versagen
- Sozialphobien
- Panikattacken unbekannter Herkunft
- Burn-Out
TRAUERBEWÄLTIGUNG
- Katastrophen
- Unfällen (auch als Zeuge)
- Überfällen
- Vergewaltigungen
- Opfer von sonstiger körperlicher Gewalt
- Opfer von Folter
- Opfer von häuslicher Gewalt
- psychisch ausgeübter Gewalt
- Psychoterror
- Stalking
- Mobbing
SUCHTERKRANKUNGEN
- nach dem Tod von Angehörigen, Verwandten oder Freunden
- nach dem Tod des Haustiers
PSYCHOSOMATISCHE STÖRUNGEN
- Alkoholsucht
- Medikamentensucht
- Drogensucht
- Spielsucht
KOPFSCHMERZEN
- Spannungskopfschmerzen
- Nervöse Magenleiden
- Durchblutungsstörungen
- Hoher Blutdruck
- Asthma
- Herpeserkrankungen
Die Erfolgsquote liegt bei 80-90%
- Migräne
- Spannungskopfschmerzen
Wann EMDR versagt:
EMDR versagt immer dann, wenn der Patient eigentlich gar nicht behandelt werden will. Oft werden Patienten von ihren Lebenspartnern, Freunden oder Verwandten geschickt, ohne dass sie daran Interesse haben, dass es ihnen besser geht.
Positiver Krankheitsgewinn spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nicht selten bringt das Leiden der Patienten große Vorteile in ihrem Leben, die sie nicht aufzugeben gedenken. Krankheit ist sehr oft verbunden mit Rücksichtnahme und Zuwendung durch die Umwelt.
Dann wird es schwierig, einen Therapierfolg zu erzielen - wie bei allen anderen Therapieformen auch.


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