Hallo zusammen,
... die Hausärztin meiner Mutter meinte, sie habe Depressionen, aber sie könne ihr nicht helfen, da meine Mutter das nicht will. Ich persönlich bin der Meinung, das dies eher in Richtung histrionisch/narzisstisch geht..., mein Vater hatte ein manisches Syndrom, ist oft sehr über-euphorisch, logorrhoisch... Besuche bei ihnen kosten mich meine ganze Kraft... Ich selbst habe letzten Sommer festgestellt, über die Jahrzehnte eine Borderline-Erkrankung durch diese Co-Abhängigkeit entwickelt zu haben. Meine Mutter hat mich vom vierten bis ca. 21. Lebensjahr geschlagen, mit 5 Jahren körperlich misshandelt..., meine Eltern würde ich als "krankes Ying und Yang" bezeichnen, für sie bin ich der Sündenbock, der so selten zu Besuch kommt, kaum kommt das geringste Problem, dann kommen auch Belastungsstörungen bei ihnen hinzu.
Mehr und mehr bin ich dahinter gekommen, selbst zu schwach zu sein, da sich durch jahrzehntelangen emotionalen Missbrauch eine emotionale Abhängigkeit zu ihnen entwickelt hat. Habe von vielen Seiten, auch Ärzten meiner Eltern, den Rat bekommen, zu ihnen Abstand zu halten, aber sie haben nur mich als einzigste Tochter..., ich halte sporadisch Kontakt zu ihnen, werde aber deswegen beschimpft mit den Worten:"Wenn dir das zuviel ist, öfter heim zu kommen, dann brauchst du gar nicht mehr zu kommen. In ein paar Jahren hat sich dein Problem "Eltern" eh gelöst, wenn wir tot sind, etc., etc." Ich kann die ewigen unsachlichen und nervigen Vorwürfe nicht mehr ertragen...
Wenn sie pflegebedürftig werden sollten, stünde der Staat eh wieder vor meiner Tür...
Was mich wütend macht: auf der einen Seite jammert meine Mutter in einer Tour, kenne sie nur selbstmitleidig auf dem Sofa liegen, mein Vater fällt auch noch auf diese Tour herein, greift mich an..., mehr und mehr wird gejammert, dass sie sooolche Rückenschmerzen habe, aber im Nebensatz wird sich gleich verplappert, sie hätte jetzt stundenlang geputzt. Durch die Blume kommt aktuell die Frage bzw. die Aufforderung, ich solle doch auch ihren Haushalt putzen, aber das kann ich einfach nicht, will ich nicht, bringe es nicht fertig. Daher bastele ich schon an einer "Ausrede", denn wenn ich ablehne, werde ich eh beschimpft, auch passt es ihnen nicht, dass ich Geldgeschenke nicht annehme, will mich nicht "kaufen" lassen, dadurch will ich mich nicht abhängig machen.
Ich würde ihnen jedoch, da sie trotz allem meine Eltern sind, Hilfe in der Form anbieten wollen, dass ich ihnen eine Reinigungskraft finanzieren würde, die einmal die Woche kommen würde, WENN es denn dann mal soweit wäre...
Ein Leben lang wurden mir Schuldgefühle eingetrichtert, kann mich von ihnen nicht befreien..., was haltet ihr von meiner Idee? Oder findet ihr es von meiner Seite aus eine Unverschämtheit von mir, wenn ich ihr eine Reinigungskraft bezahlen will, wenn es soweit ist, anstatt selber bei ihr zu putzen. Ihr Haushalt ist besser als meiner, da ich in die Arbeit gehe und selbst oft zu k. o. zum Putzen bin. Ihren zwangsneurotischen Putzansprüchen könnte ich eh nie genügen...
Vielen Dank für´s Zuhören!
P. S.: Sorry für meine so schonungslose Offenheit, aber ich denke mal, nur mit Offenheit könnt ihr euch eine Meinung bilden und mir evtl. einen Rat geben...![]()


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