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Thema: Emotionslosigkeit - Schüchternheit und geringes Selbstbewusstsein

  1. #1
    Neuling
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    Standard Emotionslosigkeit - Schüchternheit und geringes Selbstbewusstsein

    Hallo,

    ich bin über eine Google-Suche auf folgenden Thread gestoßen

    http://www.psychologieforum.de/irgen...slos-8876.html

    Das was der Threadersteller dort schreibt trifft zu fast 100% auf mich zu. Jedoch mit einem Unterschied. Ich bin mittlerweile 34 Jahre alt und ich glaube, daß ich erst in der letzten 10 Jahren so geworden bin.

    Erst einmal zu meiner Person und meinem Werdegang.

    Ich bin Einzelkind, männlich, von meinen Eltern sehr umsorgt worden. Sowohl meine Kindheit als auch meine Jugend waren sehr schön ohne negative Vorkommnisse. Ich trieb viel Sport, hatte in der Schule keinerlei Probleme und hatte einen kleinen Freundeskreis überwiegend aus Schulkameraden, mit denen ich an den Wochenenden meine Zeit verbrachte.

    Auch auf dem Gymnasium änderte sich das nicht. Lediglich meine Schulnoten wurden schlechter. Weiterhin hatte ich einen normalen Freundeskreis jedoch keine wirklichen engen Freunde, mit denen ich über Gefühle gesprochen habe. Rückblickend betrachtet alles relativ oberflächlich. Meine erste Freundin hatte ich mit 18. Ich war verliebt. Die Beziehung hielt allerdings nicht lange. Maximal 5 Monate so genau weiß ich das nicht mehr.

    Kurz vor dem Abi drehte ich noch eine Ehrenrunde, bestand das Abi aber im folgenden Jahr. Nach dem Abi leistete ich Zivildienst und kam während dieser Zeit mit einer ehemaligen Schulfreundin zusammen, mit der ich weiterhin in Kontakt stand. Diese Beziehung hielt 6 Jahre. Meine erste große Liebe. Während dieser Zeit studierte ich eine Naturwissenschaft. Auch in diesem Zeitraum hatte ich einen intakten Freundeskreis aus neuen Bekannten, die ich während des Studiums kennengelernt habe. Kontakt zu Schulkameraden hatte ich keinen mehr. Mit 25 Jahren beendete ich meine Beziehung. Wir hatten uns auseinander gelebt. Wir trennten uns im Guten und heute ist sie eine von zwei verbliebenen Menschen zu denen ich regelmäßigen Kontakt habe.
    Mein Studium verlief nicht wirklich gut und ich kam nicht voran, deshalb entschloß ich mich dazu, eine Ausbildung im IT-Bereich anzufangen.

    -----

    Hier muß ich einen Strich ziehen, weil sich von dort an eigentlich alles veränderte. Mir fällt es schwer, überhaupt Ereignisse aus den letzten knapp 10 Jahren zu erzählen, weil es da eigentlich überhaupt gar nichts erwähnenswertes gibt.

    Hier komme ich jetzt auf meinen Threadtitel zurück.

    Emotionslosigkeit
    - ich habe kein Mitleid mehr mit Menschen, jedoch mit Tieren
    - ich kann für keinen Menschen Gefühle der Zuneigung geschweige denn Liebe empfinden (sowohl auf Frauen bezogen als auch auf mein familiäres Umfeld)


    Schüchternheit und geringes Selbstbewusstsein
    Ich bin seit 10 Jahren Single. Habe seitdem keine Frau kennengelernt oder gar mit einer mehr als Small Talk gesprochen. Ich war nie der Typ, der Frauen angesprochen hat, jedoch hatte ich auch nie Probleme, Frauen kennenzulernen. Dies ist heute nicht mehr so. Ich habe komplett meine Lockerheit verloren. Gespräche zu führen strengt mich an, weil ich immer das Gefühl habe, nicht mein wahres Ich zeigen zu können, aus Angst, es könnte nachteilig für mich sein. Das ist wie eine innerliche Blockade und ich habe keine Ahnung, wie ich sie überwinden kann. Ich habe aber auch keine Lust, mein Leben die nächsten Jahre auf diese Art und Weise weiterzuführen, da ich mich ja durchaus anders kenne.

    Daraus resultiert letztlich auch mein nicht vorhanderes solziales Umfeld. Ich schaffe es einfach nicht, Kontakte zu knüpfen.
    Ich habe Hobbies, fast schon zu viele. Jedoch fast ausschließlich im Technik- und IT-Bereich und ich kenne niemanden, der meine Interessen teilt.


    Ich bin der Meinung, daß ich aus diesem Leben, welches ich aktuell führe, ohne Hilfe nicht ausbrechen kann. Deshalb meine Frage an die Experten hier im Forum. Was wäre der nächste Schritt um Hilfe zu bekommen? wer stellt eine Diagnose? An wen kann ich mich wenden?

  2. #2
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Hi,

    was ist denn während des Abiturs vorgefallen, dass die Noten schlechter wurden?

    Warum ging die erste Beziehung auseinander?

    Warum hast Du die zweite Beziehung beendet?

    Was lief nicht gut im Studium?

    Was hast Du im Zivildienst gemacht, was könnte da vorgefallen sein?

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Todai94
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    Am besten an einen echten Psychotherapeuten wenden. Hier kann nur eine Pi-Mal-Daumen-Antwort geliefert werden. In deinem Fall würde ich jedoch nen Profi konsultieren.

  4. #4
    Roman Verfasser
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    Zitat Zitat von gordon_gecko Beitrag anzeigen
    Ich bin der Meinung, daß ich aus diesem Leben, welches ich aktuell führe, ohne Hilfe nicht ausbrechen kann. Deshalb meine Frage an die Experten hier im Forum. Was wäre der nächste Schritt um Hilfe zu bekommen? wer stellt eine Diagnose? An wen kann ich mich wenden?
    Du kannst ganz einfach Dir einen "Psychologischen Psychotherapeut" oder einen "Ärztlichen Psychotherapeut" suchen. Da kann man einfach hingehen.

    Der Therapeut klärt dann mit Dir, welche Behandlungsform angemessen ist, bei Dir würde wahrscheinlich eine Psychoanalyse, die den Ursachen auf den Grund geht, Sinn machen.

    Ich würde mich unter Umständen beim Allgemeinarzt umhören bzw. bei Ärzten die man kennt, ob ein guter Psychotherapeut empfohlen werden kann. Es gibt auch diverse Therapeutenlisten und Seiten im Netz. Grundsätzlich sollte man mit der Person können, das entscheidet sich meist beim ersten Anblick. Dann hat man noch die probatorischen Sitzungen. Mancher kann sofort sagen, ich will eine Frau, ich will einen Mann. Es muß für einen stimmen. Eine gute Beziehung zum Therapeuten befördert die Therapie.

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Todai94
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    Standard

    Zitat Zitat von Erwin Beitrag anzeigen
    Du kannst ganz einfach Dir einen "Psychologischen Psychotherapeut" oder einen "Ärztlichen Psychotherapeut" suchen. Da kann man einfach hingehen.

    Der Therapeut klärt dann mit Dir, welche Behandlungsform angemessen ist, bei Dir würde wahrscheinlich eine Psychoanalyse, die den Ursachen auf den Grund geht, Sinn machen.

    Ich würde mich unter Umständen beim Allgemeinarzt umhören bzw. bei Ärzten die man kennt, ob ein guter Psychotherapeut empfohlen werden kann. Es gibt auch diverse Therapeutenlisten und Seiten im Netz. Grundsätzlich sollte man mit der Person können, das entscheidet sich meist beim ersten Anblick. Dann hat man noch die probatorischen Sitzungen. Mancher kann sofort sagen, ich will eine Frau, ich will einen Mann. Es muß für einen stimmen. Eine gute Beziehung zum Therapeuten befördert die Therapie.
    Das Manko sollte vielleicht auch genannt werden, denn die Psychoanalyse ist ne Behandlungsform die verdammt viel Zeit beansprucht und auch auf Dauer nicht billig ist.

  6. #6
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Erwin Beitrag anzeigen
    bei Dir würde wahrscheinlich eine Psychoanalyse, die den Ursachen auf den Grund geht, Sinn machen.
    Analyse ist Mist, weil dieser Mensch nur dahockt und nix sagt. Grauenhafte Typen, die mit ihrem eigenen Leben nicht klar kommen.

    Gesprächstherapie, Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie ist das Richtige. ne Kombi.

  7. #7
    Neuling
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    Erstmal danke für die Tips und Ratschläge.


    Zitat Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
    was ist denn während des Abiturs vorgefallen, dass die Noten schlechter wurden?
    Das hing zu einem gewissen Teil an den Lehrern zu einem großen Teil aber sicherlich auch an mir. Ich habe einfach zu wenig Zeit für die Schule investiert. Wobei ich sagen muss, daß ich kein Problemfall war. Es war lediglich Desinteresse in den meisten Fächern.

    Zitat Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
    Warum ging die erste Beziehung auseinander?
    Ich denke wir waren zu verschieden und ich zu jung und unerfahren, das vorab zu erkennen. Heute wäre der Typ Frau nichts für mich.

    Zitat Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
    Warum hast Du die zweite Beziehung beendet?
    Naja, wie bereits geschrieben hatten wir uns auseinander gelebt. Es war eintönig, langweilig wir haben uns oft gestritten und keiner von uns beiden hat die Initiative ergriffen, daran etwas zu verändern. Somit war eine Trennung für mich der logische Schluß.

    Zitat Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
    Was lief nicht gut im Studium?
    Ähnliches Problem wie zur Schulzeit. Desinteresse zuviel Theorie und meine daraus resultierende Faulheit. Eine FH wäre nachträglich betrachtet sicherlich die bessere Wahl für mich gewesen.

    Zitat Zitat von Sandsturm Beitrag anzeigen
    Was hast Du im Zivildienst gemacht, was könnte da vorgefallen sein?
    Zivildienst war alles okay. Ich habe eine Wohngruppe leicht behinderter Menschen betreut. Das ist zwar generell nichts für mich aber für die 13 Monate war das eine interessante Erfahrung.


    @ Erwin
    Hast Du da zufällig einen Link für mich. Ich bin vor nicht allzu langer Zeit auch umgezogen und habe an meinem neuen Wohnort noch keinerlei Ärzte.

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