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Thema: Endlich loslassen, wie mache ich das?

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Standard Endlich loslassen, wie mache ich das?

    Hallo an alle,

    ich habe wohl ein Problem mit nicht-loslassen-können.
    Vor 2 1/2 Jahren hat mein Ex mit mir Schluss gemacht. Es geschah fast aus heiterem Himmel und war für mich bis dahin eine sehr glückliche Beziehung (für ihn angeblich auch). Unsere Beziehung dauerte knapp 1 Jahr - 2 Tage vor unserem 1-jährigen machte er Schluss, aus für mich Pippifax-Gründen.
    Damals hatte ich mich noch zerfleischt, dachte immer, ich habe Schuld. Aber wenn er während unserer Zeit niemals anspricht, was ihn stört, woher soll ich das dann wissen. Da war keine Chance, etwas zu ändern.
    Ich gebe mir immer schnell die Schuld.
    Ich habe nach der Trennung eine Therapie gemacht, wo ich hauptsächlich mein Selbstwertgefühl wieder aufgepäppelt habe. Habe an einer Art von Familienaufstellungen mitgemacht, wobei ich jedoch nie direkt meinen Ex als Thema nahm, weil es einfach zu schmerzhaft für mich war. Ich habe
    damals gelitten wie ein Hund und monatelang geweint. Ich denke, "Trauerarbeit" habe ich genug geleistet.
    Den Kontakt zu ihm habe ich abgebrochen, ich habe aber ab und zu noch mit
    gemeinsamen Bekannten Kontakt. Ich habe ihn seitdem nicht mehr gesehen, ich meide Plätze, wo ich ihn treffen könnte, obwohl es mich dort trotzdem hinzieht. Habe ich mit guten Bekannten von damals Kontakt oder bin in der Nähe seines Wohnortes (er wohnt ca. 30 km weg) oder ich getraue mich mal, an Örtlichkeiten zu gehen, wo wir mal gemeinsam waren, brechen meine alten Wunden wieder auf.
    Vor einem Jahr hatte ich mal so eine Wut deswegen, dass ich nochmal per Mail Kontakt aufgenommen hatte. Habe mir meinen ganzen Frust und Ärger über sein Verhalten von der Seele geschrieben. Danach ging es mir ein bisschen besser.
    Ich möchte ihn kopfmäßig nicht mehr haben. Er hatte mich belogen bis zum letzten Tag, mir Gefühle anscheinend nur vorgegaukelt (wobei ich glaube, dass er gar nicht zu tiefen Gefühlen fähig ist), mir noch kurz vor dem Schlussmachen beteuert, wie glücklich er mit mir wäre etc.etc.etc. Dabei hatte er schon im Hinterkopf gehabt, Schluss zu machen. Ich könnte mit so
    einem Lügner und Schauspieler nicht mehr zusammen sein ... wann weiß ich, wann er ehrlich ist und wann nicht ... und trotzdem ... Er hat auch eine andere (ich glaube, sie war damals schon einer der Gründe), obwohl niemand - auch ich nicht - verstehen kann, wieso er mit ihr zusammen ist.
    Ich habe seit 1 1/2 Jahren einen Freund und gefühlsmäßig ist es einfach nicht dasselbe wie damals. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ein Teil meines Herzens immer noch an meinem Ex hängt oder weil er vielleicht
    nicht der "Richtige" ist. Aber was ist schon richtig? Es stört mich aber z.B. sehr, dass er raucht. Bevor wir zusammenkamen, haben wir zwar das Thema Rauchen besprochen. Ich hatte ihm gesagt, dass ich mir nicht vorstellen kann, mit einem Raucher zusammen zu sein. Darauf er: Er will ja aufhören, ich solle Geduld haben .... So kamen wir zusammen und er raucht immer noch ... Thematisiert wird das Rauchen immer mal wieder. Ich möchte nicht denselben Fehler machen, wie mein Ex und nix sagen und dann vielleicht irgendwann gehen. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema.
    Wie kann ich meinen Ex nur endlich vergessen? Liegt es daran, dass wir einfach die perfekte Beziehung hatten, dass alles gepasst hat, dass er mein Traummann war, der erste Mann, mit dem ich mir nach meiner Ehe wieder vorstellen konnte zusammenzuziehen? Aber das war damals. Jetzt weiß ich, dass vieles wohl doch geschauspielert war. Er kommt mir irgendwie wie ein Heiratsschwindler vor. Die spielen ja auch etwas vor, um etwas zu bekommen. Die Frauen sind ja auch im nachhinein geschädigt, nicht nur finanziell. Mein Ex hat mir auch etwas vorgespielt, mein Herz geraubt und ich komme nicht mehr dran.
    Ich habe so etwas noch nie so extrem und über so lange Zeit erlebt. Ich hatte zwar schon viele Liebeskummer, aber nach einer gewissen Zeit war ich drüber weg. Meine bis dahin längste Trauerzeit war ca. 1 Jahr, damals mit Depressionen. Aber es kam zu dieser Zeit auch vieles zusammen.
    Danke für eure Antworten.
    Grüße
    Maeggie

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Hallo,

    Was Du beschreibst kommt mir wage bekannt vor
    Ich war verheiratet und in meienr Ehe oft eine Ziege und mein Mann hat das alles hingenommen. Und aus heiterem Himmel Schluss gemacht.
    Viele Deiner BEdenken und Äußerungen hab ich damals auch getan.
    Er hat nur geschauspielert er hätte eh na andere...und und und.

    Und es war eine sehr schlimme Zeit.
    Aber ich hab es hinter mir, weil ich ihm verzeihen konnte. Ehrlich verzeihen, nicht nur das sagen.
    Ich konnte für mich akzeptieren, dass ich nicht das war, was er wollte.
    Heute sind wir Freunde. (es hat lange gedauert.)
    Du wirst Deinen Ex nicht vergessen können. Dafür hat er in Deinem Leben einenzu tiefen Einschnitt hinterlassen. Du musst damit leben.
    Es gibt Lieder, Gerüche, Orte, die mich an meinen Exmann erinnern, manchmal sind es schöne Erinnerungen, manchmal aber auch traurige.
    Es zu meiden bringt aber nichts.
    Mein Exmann und ich können viel zusammen lachen, auch ehrlich über unsere ehe reden (was wir aber fast nie tun, denn es ist alles gesagt.) Und erst seitdem weiß ich, dass ich ihn wirklich nicht mehr will.

    Ich glaube, es wäre Deinem Freund gegenüber nicht fair, wenn er nur Lückenbüßer ist. Schau mal in Dein Herz, ob Du ihn wirklich liebst!! Denn wenn nicht... naja.

    Alles Gute!!
    Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

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    Rosine (01.12.2011)

  4. #3
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    Zitat Zitat von Maeggie Beitrag anzeigen
    Wie kann ich meinen Ex nur endlich vergessen?
    Hallo Maeggie,

    ich denke, das schwierigste bei einer Trennung ist, mit dem Verlust fertig zu werden. Die Leere, die der andere hinterlassen hat. Gerade bei Trennungen, die einem aus "heiterem Himmel" treffen, fällt es einem schwer sich mit der Situation abzufinden. Mir geht es besser, wenn ich irgendeinen Grund habe, wenn ich für mich eine Erklärung gefunden habe, WARUM die Beziehung gescheitert ist. Aber manchmal hat man sich einfach nur auseinander gelebt, es gab weder Streit noch Auseinandersetzung - aber plötzlich erkennen zwei Menschen, dass die Wege, die sie zukünftig gehen werden, nicht mehr die gleiche Richtung haben.

    Eigentlich geht es nicht darum den anderen zu vergessen, denn dann würde man einen Teil seiner eigenen Vergangenheit löschen. Es ist besser die schönen Erinnerungen beizubehalten, all das ist ja Teil Deines Lebens. Wer an Deiner Seite war, ist dabei garnicht so wichtig. Wichtig ist, was Du erlebt hast und das dies für Dich glückliche Stunden waren.

    Alles andere kannst Du getrost loslassen. ER ist nicht mehr Teil Deines Lebens und es sieht nicht danach aus, als würde er je wieder eine ernstzunehmende Rolle in Deinem Leben spielen. Es ist vorbei. Das brauchst Du nicht mehr. Ihr habt Euch weiter entwickelt. Jeder ist seinen Weg gegangen.

    Es ist an der Zeit, nach vorne zu sehen und das eigene Leben zu leben. Es geht um Dein Leben, was Du vom Leben erwartest, was Du erreichen willst, was Du machen willst. Besuche Plätze, an denen Du Dich wohl fühlst. Tu' Dinge, die Dir gut tun. Triff Dich mit Freunden, die Du gerne magst... und hör' auf Dich nach Dingen zu orientieren oder darauf Rücksicht zu nehmen, die in irgendeinem Bezug zu Deinem Ex stehen. Wenn er Dir tatsächlich über den Weg läuft, - so what? Du lebst Dein Leben - und er das seinige.

    LG,
    Q.V.

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    Rosine (01.12.2011)

  6. #4
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    Danke für eure Antworten.
    Kaja, ich war keine Ziege oder ähnliches, ich habe meinen Ex immer gut behandeln, er hatte keinen Grund, sich zu beklagen. Ich bin eher die Nette, manchmal zu Nette, obwohl ich in letzter Zeit viel dazu gelernt habe.
    Das mit dem schauspielern und lügen stimmt leider, deswegen würde ich ihn heute nicht mehr mögen. Das mit der anderen stimmt auch.
    Ihr sagt, ich soll die Orte nicht meiden. Gerade letzte Woche habe ich wieder einen Versuch gestartet. Wollte seit langem mal wieder zur Ü30, wo ich früher immer mit ihm war. Gottseidank hat es dann bei mir zeitlich nicht geklappt. Am nächsten Tag hat mir meine Freundin eine SMS geschrieben, dass es wohl ganz gut gewesen wäre, dass ich nicht dort war. Das "Traumpaar" wäre da gewesen und es hätte mir bestimmt weh getan, ihn zu sehen. Und ab diesem Moment hing ich wieder in den Seilen, da hab ich wieder gemerkt, dass das Ganze immer noch nicht gegessen ist.
    Mein Freund war da, als die SMS kam, und ich dachte, Mann jetzt schauspielere ich sogar. Ich verhielt mich so wie sonst, als wäre nix, obwohl mir zum heulen zumute war.
    Das ist doch nicht normal.
    Es tut nicht weh, weil er eine andere hat, ich gönne sie ihm sogar. Ja, ich habe einfach schon zuviel Negatives in Beziehungen erlebt und diese Beziehung war einfach die Schönste, die ich je hatte. Ich kann mich wohl nicht mit abfinden, dass die schöne Zeit vorbei ist.
    Mein eigenes Leben lebe ich schon. Ich mache eigentlich alles was ich will, außer dass ich halt gewisse Orte meide.
    Es ist auch kein akuter Schmerz (bis auf die Tage nach so einem "Vorfall"), eher ein chronischer. Mal geht es besser, mal bin ich wieder down.
    Ich möchte mich wirklich frei bewegen können. Ich möchte mich - falls ich ihm irgendwann begegne - normal verhalten können. Ich möchte die Nase hochhalten können und ihm rüberbringen: "Tja, mich hast du nicht mehr und kuck dir an, was du stattdessen hast. War das jetzt ein guter Tausch?"
    Ich bin noch meilenweit weg vom verzeihen, leider. Verzeihen, das ist schwer. Ich bin nachtragend, das weiß ich. Und er hat mir so weh getan, wegen nix und wieder nix.
    Ich weiß nicht, ob mein Freund nur Lückenbüßer ist, das ist ja das Blöde. ich habe das Gefühl, dass bei mir etwas blockiert ist. Ich weiß es nicht.
    Viele Grüße
    Maeggie

  7. #5
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    Zitat Zitat von Maeggie Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich wirklich frei bewegen können. Ich möchte mich - falls ich ihm irgendwann begegne - normal verhalten können.
    Hi Maeggie,

    solange Du noch so eine große Verletzung spürst, wird das sehr schwer möglich sein. Zum Glück heilt hier die Zeit die Wunden und es setzt ein normaler Prozess des "Vergessens" ein. Aber Du kannst auch selbst etwas für Deine Heilung tun: Beschäftige Dich mit etwas, was Dich auf andere Gedanken bringt - was Dich richtig gedanklich und/ oder sportlich fordert.

    Zitat Zitat von Maeggie Beitrag anzeigen
    Verzeihen, das ist schwer. Ich bin nachtragend, das weiß ich. Und er hat mir so weh getan, wegen nix und wieder nix.
    Ja, die Welt ist ungerecht und Dir ist eine Verletzung zugefügt worden. Was ich mich frage, warum willst Du ihm überhaupt verzeihen? Du hast doch allen Grund, richtig wütend auf ihn zu sein. Ich glaube, wenn Du die Trennung am Ende Deines Leidensweges einfach "neutral und sachlich" schlicht "akzeptieren" kannst, hast Du schon sehr viel erreicht.

    Zitat Zitat von Maeggie Beitrag anzeigen
    ich habe das Gefühl, dass bei mir etwas blockiert ist.
    Kann durchaus sein... Nachdem Du Deinem Ex immer noch so viel Raum in Deinem jetzigen Leben zugestehst, blockierst Du Dich tatsächlich. Denn letztlich lässt Du es zu, dass er eine Rolle in Deinem Leben spielt, die er garnicht (mehr) ausfüllt. Ja, er ahnt wahrscheinlich nicht einmal davon...

    Du solltest ihn aus Deinen Gedanken werfen. Er hat Dich verletzt. Er hat es einfach nicht verdient, dass Du ihm heute immer noch so viel Aufmerksamkeit schenkst...

    Diese Aufmerksamkeit solltest Du lieber Dir selbst und Deinem neuen Partner schenken... nicht dem Ex.

    LG,
    Q.V.
    Geändert von Quo Vadis? (06.07.2011 um 23:20 Uhr)

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    Maeggie (07.07.2011),Rosine (01.12.2011)

  9. #6
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    Ich finde verzeiehn und innerlich damit abschließen wichtig.
    denn Wut macht uns schwach und und tut weh und blockiert positive Gefühle.

    Und wieso sollte sie wütend sein? Er hat es beendet, sie war nicht das, was er wollte... das tut weh! aber es ist ok. Er darf das so entscheiden.
    man muss nicht mit jemandem zusammen sein, den man nicht mehr will. Auch wenns wehtut! Und dass viele Menschen erst damit rausrücken, wenns brennt, ist auch normal. Gewohnheit ist das Stichwort dazu.
    Sicher, das ist nicht die mutigste Art, er war in dem Punkt zu feige. Aber es lohnt nicht, wegen einer feigen Tat wütend zu sein.

    Ich möchte mich - falls ich ihm irgendwann begegne - normal verhalten können. Ich möchte die Nase hochhalten können und ihm rüberbringen: "Tja, mich hast du nicht mehr und kuck dir an, was du stattdessen hast. War das jetzt ein guter Tausch?
    Finde ich ganz problematisch. Denn dann ist auch das positive Verhalten auf ihn gemünzt.
    Besser wäre, aufrecht sein zu können und rüberbringen "Hallo, schön Dich zu sehen, viel Spaß." Und vor allem: Das auch zu meinen!

    Sag mal: Bist Du nur mit Deinem Freund zusammen, um nicht allein zu sein?? Wenn ja...nicht gut. Allein sein hilft, klar zu sehen! Das braucht man, sonst blockiert es einen.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  10. #7
    Neuling
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    Standard Abhängikeit

    Ja ich kenne dies auch, lebe in der Abhängikeit in einer Beziehung, gebe mich auf, passe mich an, ignoriere Freunde, komme aus allem nicht raus.
    Er kannmit schlechtem Gewissen und netter Umgangsformen alles erreichen bei mir,
    doch eigentlich ist dies Beziehung doch zum Scheitern verurteilt, war schon 2x am Wohnungs suchen, doch dann gebe ich wieder auf.
    Er ist 55 Jahre, seit 4,5 Jahren arbeitslos, hängt duch, macht kaum Haushalt, hat Heimlichkeiten, wie sms löschen, nicht ans handy gehen wenn es klingelt.....
    schaut am Tage wenn ich arbeite Pornos, doch so will er eine Zukunft mit mir aufbauen?
    Ich mache derzeit eine ambulante Therapie, erst angefangen, bekomme auch Medikamente für die Depressionen, muss lernen mein Selbstwertgefühl aufzubauen, doch er hält gar nichts davon, will selber keine Hilfe, braucht "Mann" nicht, wie kann man ihn überzeugen, was hilft mir noch?
    Danke

  11. #8
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Hallo an alle,
    ich habe mir meine Wut die letzten Jahre erarbeiten müssen. Hört sich vielleicht blöd an, aber vorher war ich eher das treudoofe Schaf, das sich vieles gefallen ließ. Deshalb bin ich auf der einen Seite froh, Wut zu spüren. Wenn ich die nicht hätte, wäre ich wahrscheinlich nur down und würde ihn vielleicht sogar noch wollen.
    Kaja, ich finde, wenn man eine Beziehung hat, hat man Verantwortung für den anderen. D. h. auch, dass man nicht einfach von einem Tag zum anderen Tag geht, ohne - nenne es Beziehungsarbeit - zu leisten. Er wollte mich nicht mehr, aber aus Gründen, die entweder Missverständnisse oder einfach Kinkerlitzchen waren. Er hat zum Schluss noch gesagt, er wäre glücklich mit mir gewesen, aber wenn er noch länger mit mir zusammengewesen wäre, hätte es geknallt. Dazu sei gesagt, dass wir nie Krach oder Meinungsverschiedenheiten hatten und das ist eigentlich ein Warnzeichen. Ein Grund, dass er Schluss gemacht hat, war, dass ich angeblich mit seinen Eltern nicht klar käme, weil ich an Weihnachten zum Weihnachtslieder singen zu spät kam.
    Lass das jetzt erstmal wirken.
    Solche Dinge kann man ansprechen oder hinterfragen, obwohl es ja fast lächerlich ist. Und wenn man das nicht tut, hat man entweder keinen A..... in der Hose, sprich wenig Selbstwertgefühl oder man weiß es nicht besser.
    Wo ich mich auch frage, wie weit es dann mit der Beziehungsfähigkeit her ist.
    Ich habe Wut, weil er mich lieber angelogen hat und sich anderweitig orientiert hat, weil er mir bis zum Schluss etwas vorgemacht hat und ich dann so auf die Schnauze fiel deswegen, dass ich immer noch der Sache nachhänge.
    Ja, ich würde alles gerne neutral sehen, aber es geht noch nicht.
    Zu meinem jetzigen Freund: Es ist nicht so, dass ich keine Gefühle habe, jedoch mal mehr und mal weniger. Es ist einfach nicht das Euphorische, das ich aus der letzten Beziehung kenne. Ich könnte mit ihm nicht Schluss machen, da ist trotz allem zu viel da.
    Ich merke, dass ich momentan zu viel Aufmerksamkeit meinem Ex schenke. Aber das ist gerade das, was ich meine. Sobald auf irgendeine Weise ein Berührungspunkt entsteht, z. B. eine SMS einer gemeinsamen Bekannten, dann hänge ich wieder in diesem Loch. Wenn ich mich meinem normalen Leben widme, geht es so. Ab und zu habe ich schon noch Gedanken an meinen Ex und wie schön es eigentlich war und wie blöd er sich verhalten hat und dass das alles nicht hätte sein müssen.
    Vielleicht sei noch dazu gesagt, wir hatten zum Schluss übers Zusammenziehen geredet und Urlaub gebucht (den ich dann stornieren durfte), also alles ging in Richtung gemeinsamer Zukunft. Das haut schon voll rein ...
    Germangirl, arbeite an deinem Selbstwertgefühl. Das ist das A und O. Wenn er nicht will, kannst du nichts machen. Männer arbeiten meistens erst in einer schweren Krise an sich. Eine Krise für ihn könnte auch sein, dass du unabhängiger wirst und vielleicht es auch irgendwann schaffst, auszuziehen.
    Wenn du genügend Selbstwertgefühl hast, brauchst du ihn nicht mehr bzw. willst du ihn gar nicht mehr.
    Grüße an alle und einen schönen Nachmittag
    Maeggie

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