Guten Tag,
ich suche nun schon seit längerer Zeit einen Anfang für eine Geschichte, die ich eigentlich abschließen möchte. Konkret geht es "nur" um einen Brief, den ich gern an meinen Vater schreiben möchte, zu dem ich seit 10 Jahren (ich bin 28) keinen Kontakt mehr habe. Warum dies der Fall ist, möchte ich gern kurz schreiben.
Vor 10 Jahren haben sich meine Eltern nach 25 Ehejahren voneinander getrennt und die Vorphase dieser Trennung war psychisch eine schwere Belastung für mich. Als mein Vater damals das endgültige Aus offen aussprach, sind meine Mutter und ich binnen kurzer Zeit aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen in eine eigene Wohnung. Bei einigen Dingen, welche das einrichten der neuen Wohnung betrafen, hat mein Vater dabei sogar geholfen. Als nun alles fertig war, stand er eines Tages plötzlich mit einem zweiseitigen Schreiben vor der Tür, welches meine Mutter unterschreiben sollte. Darin stand, dass sie auf alle scheidungsrelevanten Ansprüche verzichten würde, sprich Unterhalt etc. Er hatte wohl damit gerechnet, dass meine Mutter, die zu dem Zeitpunkt noch völlig ungeholfen und fertig von der schnellen Trennung war, das Papier unterschreiben würde. Sie tat es nicht und wir haben ihn nach kurzem Streit rausgeworfen. Was dann folgte waren Jahre mit Scheidungskrieg und Unterhaltsprozessen, die bis heute andauern. In dieser Zeit hat mein Vater vor Gericht gelogen was das Zeug hält, um möglichst wenig Unterhalt zahlen zu müssen, seine Eltern haben Falschaussagen zu plötzlich aufgenommenden Familienkrediten gemacht, er hat hinausgezögert wo es nur ging. Insgesamt hat er dennoch 2 Prozesse verloren und musste Unterhalt zahlen, was er allerdings nicht hinnimmt und so zieht er im mittlerweile 3. Prozess ehemalige Familienfreunde als Zeugen für Gespräche aus den 80er Jahren heran, was nur ein absurdes Beispiel dieser Pharse ist, die er betreibt.
Ich lehne seit 10 Jahren und einem Unterhaltsprozess um meinen Unterhalt, welcher 1 Jahr dauerte und ebenfalls voller Lügen und Tricksereien seinerseits war und den er auch verloren hat, jedweden Kontakt ab. Dennoch habe ich von seiner neuen Frau vor ca. 1,5 einen Brief erhalten, in der sie um mein Verständnis gebeten hat. Sie glaubt das meine Kontaktverweigerung daher rührt, dass mein Vater mein Outing zunächst nicht verkrafte konnte, welches ich mit 16 hatte. Doch das stimmt nicht und ist nebensächlich. Wie kann er denken, dass nach allem was er meiner Mutter und mir vor Gericht an Lügen etc. ausgesetzt hat, dass mein schon fast vergessenes Outing überhaupt noch Bedeutung für mich hat?! Er ist so besessen von seinem Rechtsverständnis und hört eigentlich bei anderen Meinungen nicht zu. Er hat mirvor 10 Jahren gesagt, dass die Scheidung nicht meine Sache sei und ich mich da nicht einmischen dürfte, aber sie hat auch mich beeinflusst und seine Entscheidungen habe auch auf mich Auswirkungen gehabt, denn ich habe mit meiner Mutter noch 2 Jahre zusammen gewohnt und dieses leidliche Spiel mitverfolgt und mit angesehen, wie es ihr zugesetzt hat.
Da man sicherlich lesen kann, dass diese Geschichte bisher für mich keinen Abschluss gefunden hat, möchte ich dies endlich beenden und frage mich, ob ich dies mit einem Brief machen kann, der ihm klarmacht, warum ich keinen Kontakt wünsche und das es mich durchaus durchaus etwas angegangen ist.
Ich danke euch für evtl. Ratschläge!


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