Ich habe Probleme mit Entscheidungen, aber zunächst eine Unterteilung:
1) Entscheidungen mit nicht umkehrbaren Folgen
2) Entscheidungen mit mittelfristigen Folgen
3) Entscheidungen mit kurzfristigen Folgen
Gesundheitliche, finanzielle und soziale Folgen treffen dabei immer zu. Außerdem gibt es bewusste sowie unbewusste Entscheidungen.
1) Entscheidungen mit nicht umkehrbaren Folgen:
- Beispiele:
- Selbst bei „selbstverständlichen“ Dingen wie Sport denke ich darüber nach, was mich langfristig negativ beeinflussen könnte, vor allem natürlich gesundheitlich betrachtet. Und das nicht etwa während man bereits im Sport drin ist, sondern bevor man damit überhaupt (wieder) anfängt
- „Hypochondrie: krankhaft gesteigerte Beobachtung der eigenen Körperfunktionen und Überbewertung von Beschwerden“– Trifft glaube ich ganz gut auf mich zu, zwar nicht so extrem, dass ich krankhaft denke einen Tumor zu haben, aber gerade auf Verletzungen und andere Beschwerden trifft es zu. Sozusagen eine kleine Hypochondrie, die sich auch auf Präventation bezieht
- Disko/Konzerte/laute Musik <-> Tinnitus
- Alkohol <-> Langzeitfolgen
- Ist es eigentlich ungesund für die Augen, lange vor dem PC zu sitzen (Stichwort Kurzsichtigkeit und Co)?
Häufiges Schema: Ich überlege lange, schiebe die Entscheidung dauernd auf, da ich nicht das Falsche wählen möchte. Am Ende bin ich dann doch nicht komplett zufrieden. Ich will nicht aufgrund einer Entscheidung den Rest meines Lebens in einem Aspekt „leiden“ müssen. Hier beziehe ich mich meist auf den gesundheitlichen Aspekt (Ja, ich habe bereits Verletzungen hinter mir).
2) Entscheidungen mit mittelfristigen Folgen:
- Beispiele:
- Brille: Anstatt einfach ein paar auszuprobieren, eine Nacht drüber zu schlafen und sie zu kaufen überlege ich wieder viel zu lange, welches die PERFEKTE ist (und zwar mit Hilfe des Internets, Optiker, usw.)
- Auch bei anderen Käufen/Investitionen überlege ich verdammt lange.
- Wahl der Abi-Fächer in der Schule
Häufiges Schema: Ich überlege lange, schiebe die Entscheidung dauernd auf, da ich nicht das Falsche wählen möchte. Am Ende bin ich dann doch nicht komplett zufrieden.
3) Entscheidungen mit kurzfristigen Folgen:
Diesen Perfektionismus habe ich in abgeschwächter Form schon seit der Kindheit. Leider ist es gerade im Moment so, dass ich nach reichlichem Überlegen NICHT immer zu der besten Lösung komme, sondern das ich mich verheddere beim Denken und am Ende etwas eigentlich „irrationales“ wähle. Nach genug Denken findet man eben für alles Argumente...
- Beispiele:
- Ich kontrolliere zehnmal, ob die Kühlschranktür auch wirklich zu ist, da dieser ja ansonsten warm werden wird
- Oder ob die Haustür auch wirklich zu ist
- Oder ob auch alles so ausgerichtet ist, dass es nicht runterfällt
Häufiges Schema: Ich denke über alltägliche Handlungen zu viel nach, vertraue meinem Unterbewusstsein anscheinend nicht
PS: Bin etwa 19


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