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Thema: Entzug/züge

  1. #1
    Neuling
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    Standard Entzug/züge

    Hallo zusammen,

    ich möchte hier mal eine Diskussion um Entzüge bei Süchten beginnen. Meine härteste Sucht sind (waren) Zwangsgedanken, die allerdings wie Affirmationen formuliert wurden. Daneben gab es Alkohol, Zigaretten, Kaffee und Pornografie. Im Moment habe ich Hitzewallungen mit Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und einen fürchterlichen Tinitus. (Es ist ganz bestimmt keine Grippe Mir scheinen diese Süchte, Alkohol, Zigaretten, Kaffee und Pornografie irgendwie aufgesetzt, um etwas tieferes zu verschleiern, zu vertuschen und zu verdrängen.
    Zu Süchten werden ja auch sogenannte Co-Abhängigkeiten gezählt, Beziehungen zu Menschen, die ein direktes Problem haben, bei denen man seine eigenen Probleme auch sehr gut verdrängen kann (Helfersyndrom).
    Bei Entzügen und Trennungen kamen mir immer wieder die Situationen, in denen ich zu Suchtmitteln gegriffen in den Sinn, die mit einer gewissen Wut verbunden waren (sind). Es machte den Eindruck irgendjemand, meine Umgebung hätte mich gezwungen, diese Substanzen zu mir zu nehmen oder diese Tätigkeiten zu machen. Kennt ihr diese Wut?

    Gruß Augenblick

  2. #2
    Schreiberling Avatar von Wölfchen
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    Ich verstehe was du meinst.
    Aber ich empfinde nicht so eine Wut. Bzw. nicht auf andere, sondern dann auf mich selbst, spätestens wenn ich den nächsten Morgen aufwache und mir denke, dass ich lieber nicht so viel getrunken hätte. Vorallem wenn ich mir dann vorgenommen hab es nicht zu übertreiben, aber dieses Vorhaben sich dann irgendwann laufe des Abends verabschiedet hat.

    Aber zum Glück kam das in letzter Zeit so selten vor. Ich trinke einfach gar nicht, somit brauch ich dann auch nicht wütend auf mich zu sein.
    Glück kommt, Glück geht - Fehler sind menschlich
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    dieser Weg der Erkenntnis ist ein einsamer Pfad

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Wölfchen Beitrag anzeigen
    Ich verstehe was du meinst.
    Aber ich empfinde nicht so eine Wut. Bzw. nicht auf andere, sondern dann auf mich selbst, spätestens wenn ich den nächsten Morgen aufwache und mir denke, dass ich lieber nicht so viel getrunken hätte.
    Hey Wölfchen, Du kannst tatsächlich zwischen Du und ich unterscheiden? Das ist eine große Leistung, ganz ehrlich. Ich meine wie leicht neigt man dazu, seine Fehler, seine Gedankenstrukturen und Gefühle auf andere zu übertragen. Ich nenne soetwas beziehungsfähig.

    Ich habe gelesen Du bist dabei das Rauchen aufzugeben. Beim Rauchen hat mich die Gefühlsänderung durch das Nikotin und die Verängenden Blutgefäße besonders fasziniert.


    LG
    Augenblick

  4. #4
    Schreiberling Avatar von Wölfchen
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    Zitat Zitat von Augenblick Beitrag anzeigen
    Ich habe gelesen Du bist dabei das Rauchen aufzugeben. Beim Rauchen hat mich die Gefühlsänderung durch das Nikotin und die Verängenden Blutgefäße besonders fasziniert.
    Bin leider das beim letzten Versuch gescheitert. Rauche immer noch. Zwar mittlerweile weniger, aber leider immer noch. Aber der Tag wird kommen, an dem ich es schaffen werde, es ganz sein zu lassen.
    Gefühländerung beim Entzug von Nikotin? Ich persönlich kann von meinem letzten Versuch sagen, dass mich das die ersten 3-4 Tage extrem wütend gemacht hat, wenn andere in meiner Umgebung geraucht haben, auch, wenn ich weiß, dass ich eigentlich selber Schuld bin, weil ich die Nähe zu den Rauchenenden gesucht habe, auch wenn ich nicht geraucht habe.
    Klingt irgendwie widersprüchlich, aber war so. Aber da war es keine Wut auf mich selbst, sondern eher was anderes. Was genau, kann ich nicht sagen.
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  5. #5
    Painter
    Gast

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    Hehe, die Wut in den ersten Tagen Nikotinentzug Alle Kollegen haben einen Bogen um mich gemacht "Der aggressive kommt wieder"
    Zurückblickend war es echt lustig, bin jetzt über 1 Jahr Qualmfrei (Nimm dir ein Beispiel Wölfchen)
    Ich war immer froh wenn jemand in meiner Nähe geraucht hat, Nikotin in kleinen Dosen secondhand

    Die Nervosität oder mehr ist wohl normal, immerhin fehlt plötzlich eine Krücke und man könnte ja fallen!

  6. #6
    Neuling
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    Zitat Zitat von Painter Beitrag anzeigen
    Ich war immer froh wenn jemand in meiner Nähe geraucht hat, Nikotin in kleinen Dosen secondhand

    Die Nervosität oder mehr ist wohl normal, immerhin fehlt plötzlich eine Krücke und man könnte ja fallen!
    Kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich hatte mir mal einen echten Schnuller an mein Schlüsselbund gehängt, um ihn dem brennenden Nuckel vorzuziehen (heimlich auf dem Klo) hat irgendwie nichts genützt.
    Das Bild mit der Krücke gefällt mir sehr gut.

    LG Augenblick

  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Wölfchen Beitrag anzeigen
    Klingt irgendwie widersprüchlich, aber war so. Aber da war es keine Wut auf mich selbst, sondern eher was anderes. Was genau, kann ich nicht sagen.
    Das ist nicht widersprüchlich. Das kenne ich auch.

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