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Thema: Erfahrungen

  1. #1
    Wunderlampe
    Gast

    Standard Erfahrungen

    Sicher kennt ihr das auch. Eine ganz bestimmt Aufgabe muß erledigt werden. z.B müßte ich dringend die Wäsche bügeln, die sich stapelt. Aber ich habe tausend Ausreden es nicht zu machen. Mache tausend Sachen drum herum.
    Oder ich wollte öfters Sport treiben, statt dessen läßt mich der Computer nicht los. Oder ich sollte meine Protokolle ins Reine schreiben, verschiebe ich bis auf den letzten Termin.
    Schreibt mal euere Strategien, wie ihr diesen inneren Schweinehund besiegt.
    Freue mich auf viele Antworten

  2. #2
    Neuling
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    Standard schweinehund

    hallo wunderlampe, na da bin ich mal gespannt, ob es wirklich menschen gibt, die eine strategie gegen das phänomän "schweinehund" gefunden haben. ich bin auch schon das ganze leben hinter ihm her, habs aber leider auch noch nicht geschafft, ihn zu besiegen. ein klein wenig hab ich ihn ausgetrixt, ich versuche immer die sachen, die ich nicht gerne mache, als erstes zu erledigen und mir die "schöneren" aufgaben für den schluss aufzuheben. werde gespannt die beiträge verfolgen, die du auf deinen hilferuf erhälst. hoffnungen mach ich mir allerdings nicht viel. es grüsst dich ganz herzlich ingelein
    aus den steinen, die mir in den weg gelegt werden, kann ich mir ein riesiges traumschloss bauen. legt ruhig, je mehr es sind, je grösser und schöner wird es. wenn ich fertig bin, lade ich euch alle, auch die steinleger, zur ballnacht ein.

  3. #3
    Wunderlampe
    Gast

    Daumen hoch

    Ja, ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Hunderte werden hier schreiben, ich weiß es sicher, muß nur daran galuben.

  4. #4
    Schreibkraft
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    Standard

    Sicherlich wird man den inneren Schweinehund nicht für immer "ausschalten" können. Aber ich denke schon, dass man es sich einfacher machen kann. Zumindest hab ich einige "Praktiken" dafür:

    --> Listen: Alles, was zu tun ist, am besten in zeitlicher Reihenfolge, und dann abarbeiten. So werden die Aufgaben erstmal deutlich, können schlechter verdrängt werden.

    --> früh anfangen: Und wenn man sich nur sehr früh die Bücher aus der Bibliothek besorgt und mal drin schnuppert... für mich ist das anfangen immer das schlimmste...

    --> Abwechslung: Nicht den ganzen Tag Protokolle abschreiben, und dann den ganzen nächsten Tag bügeln. Beim Gedanken daran, den ganzen Tag stupide abzuschreiben, würd ich auch nicht anfangen wollen. Kleine Schritte... ein Protokoll, vielleicht auch nur die Vorbetrachtung... Dann erstmal was anderes. Und für Teilschritte ruhig belohnen!

    --> Rituale: Die Wäsche stapelt sich. Und je mehr Wäsche es ist desto "erdrückender" ist der Stapel, und man möchte gar nicht mehr anfangen. Also am besten immer gleich weg mit solch lästigen Aufgaben. Warum nicht bei der Lieblingsfernsehsendung bügeln?

    --> Versprechen: Wenn ich öffentlich sage, dass ich etwas machen werde (z.B. Sport treiben), trau ich mich schon gar nicht mehr, das nicht zu machen. Ständig Ausreden fällt auf. Ähnlich ist es mit dem Verabreden, besonders zum gemeinsamen Training.

    Vielleicht hilft nicht jedem alles weiter, und vor allem MUSS man sich immer Freiräume einhalten, wo es auch erlaubt ist, "tausend Dinge drumrum" zu tun. Und mir fällt auch nicht immer alles leicht, aber vieles muss halt einfach sein, und ob man's jetzt oder in einer Woche macht, macht nur einen Unterschied: je später es wird, desto stressiger wird's!

    Vielleicht konnte ich ja ein Bisschen helfen...
    Hellie

  5. #5
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    Also, den inneren Schweinehund kann man die rote Karte zeigen. Erstmal ist es schon mal gut, wenn man etwas ändern will. Jetzt ist alles eigentlich nur noch Selbstorganisation. Und so ein Schweinehund ist schon ein harter Hund. Der räumt das Feld nicht, wenn man nicht immer wieder nachtritt.
    Also, man braucht also einen Zeitplan. Weil das Vertraute ja so schön angenehm war, wehrt sich das Gehirn natürlich. Aber man will ja unbedingt etwas ändern. Also, dran bleiben.
    Dann ist ein klares Wort Gold wert. Wenn ich immr nur sage "Ach, eigentlich müßte ich ja mal bügeln..." hat der Schweinehund soooooo viel Platz sich auszubreiten. Das Wort "will" oder besser "WILL" erschreckt den Schweinehund schon mal. Man will ja auch den einen Film sehen und macht es. Man will unbedingt zur Party und geht. Man will diese bestimmte Hose haben und kauft sie... Also, man will jetzt bügeln.
    Wenn man sich bildlich vorstellt, wie man die Arbeit dann bewältigt hat, wie es dann nach dem Aufräumen aussieht, das motiviert auch nochmal.
    Alles auf einmal schaffen wollen und möglichst noch durcheinander kann man auch gleich knicken. Dann ist aus allem nichts halbes und nichts ganzes geworden. Grund unzufrieden zu werden. Und dann schreit der innere Schweinehund nach Beachtung...
    Lieber praezise Ziele stecken.

    Diesen inneren Schweinehund muß man immer wieder rot zeigen. Man muß am Ball bleiben und ihm keine Chance geben wiederzukommen. Soll heißen, daß man quasi bei allem gleich die Notbremse zieht. Als Ex-Fußballerin hätte ich ja beinahe von "Blutgrätsche" gegen den Schweinehund geschrieben. Wenn man das nach ein paar Wochen immer noch durchgehalten hat, hat sich das Gehirn umgebaut. Beim Sport plant man sein Training jeden Tag von anfang an ein.Die Zeit ist quasi reserviert. Für alle Vorhaben im Haushalt gibt es einen bestimmten Tag oder Zeit... Und "Eigentlich könnte oder müßte oder sollte " war mal. Da ist nur noch "Ich will!"

    Ich drücke euch die Daumen, daß ihr den Schweinehund besiegt

    Jamie
    Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken riechen.

  6. #6
    Gast365
    Gast

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    Ohja, ich kenne solche Situationen zu genüge.
    Nagut es macht nicht gerade Spaß 1000 Vokabeln für ne Kursarbeit in Latein zu lernen, doch man sollte es besser machen, sonst schreibt man nur ne sechs. So gschehen bei mir. Ich hab mir als gesagt, das reicht noch wenn ich morgen anfange, der Tag ist ja immerhin sehr, sehr lange, doch dann war es der Tag davor und ich stand unter Stress, ich verzweifelte beinahe an dieses ******vokabeln und schließlich hab ich dann auch ne 5 geschrieben, nicht gerade berauschend.
    Einmal so ne Situation erlebt, dann sagt man sich nie wieder! Auch wenns keinen Spaß macht, sollte man es machen.
    Wenn es ums Lernen geht, hab ich da aber auch noch nen Tipp:
    Das Zimmer sollte aufgeräumt sein (damit da nichts rumliegt, was einem beim Lernen ablenkt) und man sollte sich immer was zur Belohnung gönnen, wenn man etwas gut gerlernt hat, dann strengt man sich an, wenn man weiß, man bekommt was dafür.
    Wenn nicht, dann beauftragt jemanden dazu, euch zu überprüfen und der einem richtig in den ***** tritt, wenn ihr nichts macht.
    Bei anderen Dingen mach ich das meistens genauso.
    Hoffe ich konnte helfen.

  7. #7
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Ja der böse innere Schweinehund ist auch schon ein ziemlich langer und guter Freund von mir: ich werde ihn einfach nicht los!

    Bei mir ist es ganz schlimm ihn zu überwinden in Punkto Diät!
    Ich würde so gerne noch ca. 10kg abnehmen, dann hätte ich mein Ideal-Gewicht erreicht! Immer wieder nehme ich mir vor, endlich damit anzufangen und konsequent mal mit den Süssigkeiten ein wenig kürzer zu treten!
    Über die Woche habe ich das gut im Griff, esse dann auch gesund und fettarm, verzichte auf Schokolade oder Chips!
    Aber dann kommt das Wochenende, und ich schlage wieder zu!
    Meist denke ich dann: Montag fange ich wieder an, halte mich mit dem Essen.
    Aber das nächste Wochende kommt bestimmt und die ganze Sache fängt von vorne an.
    Es ist jetzt nicht so, das ich mir über die Woche nichts süsses gönne, und sich der Heisshunger am Wochenende aufstaut! Ganz auf Schokolade verzichte ich auch über die Woche nicht, aber mehr in Maßen als am Wochenende!
    Ich weiss jetzt schon, wenn der Sommer kommt ärgere ich mich wieder schwarz weil ich auch in diesem Jahr nicht mein Ziel erreicht habe!

    Trotzdem will und werde ich nicht so schnell aufgeben und am Montag wieder einen neuen Versuch starten
    Diesmal bleibe ich jedoch eisern und halte durch, auch am Wochenende!!!

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  8. #8
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Corelli

    hast du schon mal versucht ein Ess- Tagebuch zu führen. Darin schreibst du dann, was du gegessen hast, die Tageszeit, wo du gegessen hast, warum du gegessen hast und welche Gefühle du dabei hattest.

    z.B Mo morgen 7.30 Frühstück in der Küche am Tisch 1Brötchen mit 10 g Butter und 1Eßl Marmelade, aus Hunger , fühle mich unter Zeitdruck und esse sehr schnell

    Damit kannst du dir deine Essgewohnheiten mal bewußt machen und kommst vielleicht drauf, wann, warum du Süßes ist.

    Ist viel Arbeit, aber es kann sich lohnen.

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