psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 9

Thema: Erfahrungen mit der DBT?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    09.09.2010
    Beiträge
    51
    Danke
    3
    7 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard Erfahrungen mit der DBT?

    Die DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie) wurde mir erst kürzlich u.A. wieder angeraten und mich würde interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen damit hat?
    Und wenn ja... habt ihr sie als hilfreich empfunden?
    Scheinbar scheiden sich die Geister, was den Therapie-Erfolg bezüglich der DBT angeht...

    LG
    ~~~ Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage. Nicht für das, was du verstehst. ~~~

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hallo Wuta, ich habe zwar keine Erfahrung damit, stolpere aber auch immer wieder drüber, weil sie Bestandteil der Traumatherapiefortbildung ist, die ich gerne machen würde. Die Fortbildung wäre ein weiteres Modul, das auf meine Tanztherapieausbildung aufbaut. Es gibt nämlich eine "Artverwandtschaft" zwischen DBT und Tanztherapie.

    DBT wurde ursprünglich zur Behandlung von BL-Störung entwickelt, wird aber jetzt auch breitflächiger eingesetzt, z.B. Traumatherapie. Es geht auch hier (wie auch in der Körpertherapie, von der diese Methode anscheinend Elemente enthält) darum, das vom Verstand Erfahrene auch zu erleben und wahzunehmen. Es geht nicht nur darum, leidvolle, schmerzhafte, selbstverletzende Verhaltensmuster zu erkennen, sondern vor allem auch anzuerkennen. Denn das ist ein Schritt zur Selbstannahme, Selbstversöhnung, und damit zur einer Veränderung.

    In der Achtsamkeit und der Anerkennung gibt es auch Überschneidungen zum Buddismus, von dem übrigens auch zunehmend Einflüsse in die Therapiemethoden fließen.

    Ich kann den Ansatz als solchen (für die Methode im Einzelnen kann ich nicht sprechen) nur empfehlen. Für mich haben sich durch den therapeutischen Prozess in diese Richtung Welten aufgetan. Es wird dadurch nix ungeschehen und manche Dinge werden trotzdem Lebensthema bleiben - aber ich bin dieser Art von Therapie und Erfahrung zutiefst dankbar, weil ich dadurch einen Weg zu meinem inneren Frieden gefunden habe und meine Liebesfähigkeit (erstmal mir gegenüber und in Folge natürlich auch nach aussen) dadurch so richtig entwickeln konnte. Dann kann ich auch mit den paar Unzulänglichkeiten und Problemen ganz gut leben.

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    09.09.2010
    Beiträge
    51
    Danke
    3
    7 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Danke erstmal für die Infos.
    Ich habe nun ein Stück mehr dazu erfahren, als allgemeine Recherchen ergeben haben.
    Da sich Psychiater und Psychologen uneinig sind, ob nun die DBT oder die tiefenpsychologische Therapie bei mir die erste Wahl ist... muss ich das wohl alles mal überdenken und schauen,was "passend" ist.
    ~~~ Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage. Nicht für das, was du verstehst. ~~~

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    ich weiss ja nicht, was die mit der tiefenpsychologischen Methode meinen. Analyse?

    Tanztherapie hat auch Einflüsse aus der Tiefenpsychologie und der humanistischen Psychologie.Nur mal so als Beispiel. Was also wollen die damit zum Ausdruck bringen?

    Ich bin nicht neutral genug, um Dir da nen Tipp geben zu können. Ich denke nur, Kopfarbeit und Geblubber haben wir in unserer Kultur schon genug. Das reist uns oft genug in die Selbstentfremdung. Achtsamkeit und Selbstannahme ist das, woran es mangelt und woran unsere ganze Kultur krankt. Und vor allem habe ich in dieser Arbeit eine Wertneutralität kennen- und schätzen gelernt, an die auch noch so gut geführte Blubbertherapien einfach nicht rankommen.

    In Körper- und Kreativtherapien wird übrigens auch geblubbert. Aber in erster Linie halt auch erlebt und be-griffen. Nicht nur verstand-en. Und man bewegt sich buchstäblich in neue Erfahrungen hinein und sumpft nicht dauernd nur in seinem Elend herum.

    Wie gesagt, ich bin nicht neutral
    Geändert von Gast784 (23.10.2010 um 18:22 Uhr)

  5. #5
    Neuling
    Registriert seit
    09.09.2010
    Beiträge
    51
    Danke
    3
    7 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich bin wie gesagt dankbar über jede (auch nicht-neutrale) Meinung, was dieses Thema betrifft.
    Versuche ja allgemein einfach mal Ansichten und Erfahrungen darüber einzufangen.
    Was die tiefenpsychologische Methode betrifft, dazu kann ich dir gar nicht mal genau sagen, was vorgesehen war/ist.
    Nur schicken mich Therapeuten im Bereich der DBT erstmal weg und meinen, dass bei mir die tiefenpsychologische Aufarbeitung ganz wichtig und notwendig wäre. Dort angekommen wird mir gesagt, dass ich in der DBT gut aufgehoben wäre und das im Vordergrund stehen sollte.
    Ja nu....
    Keiner weiß wohin mit mir und deswegen informiere ich mich gerade eigenständig ein wenig darüber.
    Dass ich das nicht professionell und objektiv betrachten kann, ist mir klar. Aber irgendwas muss passieren.
    ~~~ Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage. Nicht für das, was du verstehst. ~~~

  6. #6
    Gast784
    Gast

    Standard

    Wuta, warum lässt Du Dir nicht von jedem erklären, warum er meint, dass Du mit seiner favourisierten Methode weiter machen sollst bzw warum nicht? Lass Dir erklären, was da gemacht wird und warum das so gemacht wird und warum das für Dich jetzt gut bzw nicht gut sein soll. Und dann entscheide selbst. Warum lässt Du Dich so fremd bestimmen? Bei einer physischen Erkrankung stimmst Du ja auch die Therapie mit nem Arzt ab bzw holst Dir ne 2. Meinung ein, wenn Du unsicher bist.

    Und wenn die sagen, für Dich ist DBT im Moment noch nicht geeignet, dann sollen die das so sagen, dass Du es verstehen kannst und weisst, wo Du stehst und woran Du arbeiten solltest. Und ausserdem würd ich denen in den ***** treten, dass die sich untereinander abstimmen und mich nicht von Pontius zu Pilatus schicken. Wenn Du mehrere Therapeuten hast, dann sollte das eigentlich selbstverständlich sein.
    Geändert von Gast784 (23.10.2010 um 20:38 Uhr)

  7. #7
    Neuling
    Registriert seit
    09.09.2010
    Beiträge
    51
    Danke
    3
    7 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich habe nicht mehrere Therapeuten, derzeit bin ich leider gar nicht mehr in Behandlung.
    Mein ehemaliger mich behandelnder Psychiater stellte die Diagnosen, stellte mich auf Medis ein...und als der therapeutische Spiegel erreicht war und viele Termine hinter mir lagen, wurde mir von ihm begleitend eine Therapie angeraten. Er sah die DBT vor, verwies mich an eine Psychologin. Nach mehreren Therapiestunden sagte sie, dass sie für mich derzeit eine tiefenpsycholgische Therapie als sinnvoller ansieht. Kurz zu ihren Gründen: mein Inneres ist wie ein bis zum Bersten vollgestopfter, unaufgeräumter Kleiderschrank aus Ereignissen, Erinnerungen, Gefühlen, der erstmal sortiert und aufgeräumt werden müsste. Und dann wäre der nächste Schritt die DBT.
    Zurück zum Psychiater, Lage erklärt...Überweisung zu einem Spezialisten für Tiefenpsychologie.
    Der jedoch war nach einigen Stunden der Meinung, dass der aktuelle Zustand bei mir erstmal stabilisiert werden müsste (im Rahmen DBT ), bevor er anfängt mit mir in der "Tiefe" zu wühlen und alles hervorzuholen und aufzuarbeiten. In seinen Augen derzeit zu risikoreich.
    Kurz darauf als Notfall in der Psychiatrie gewesen...dort meinte man, dass das einzig Richtige für mich ein stationärer Aufenthalt ist.
    Zurück zum Psychiater...mit dem habe ich mich dann aus anderen Gründen überworfen und mich bei ihm nicht weiter behandeln lassen.
    Dann habe ich das nicht weiter verfolgt, einfach die Medis abgesetzt und mich nicht mehr darum gekümmert. Unvernünftig, ich weiß. Aber in diesem Augenblick habe ich einfach nur noch resigniert und mir gedacht, dass ich ich ja eh nirgends hingehöre.
    Das ist jetzt über 1 Jahr her und ich sehe die Notwendigkeit der Therapie und will was ändern.
    Neue Psychiater-Suche und schauen, was passiert.
    Mittlerweile habe ich mich auch verändert und andere Sichtweisen erlangt.
    Dieses Mal wird das hoffentlich nicht so enden. Und ich will eben im Vorfeld informiert sein, wie z.B. über die DBT.

    LG
    ~~~ Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage. Nicht für das, was du verstehst. ~~~

  8. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    Und was spricht gegen eine gute stationäre Therapie? Da hast Du eine Kombination aus verschiedenen Therapiemethoden. Und das ganze scheint bei Dir ja eine komplexere und längere Geschichte zu sein, da wäre stationär sowieso wirkungsvoller, wenn Du mal aus allem rausgenommen bist.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Erfahrungen mit Fachklinik Waren?
    Von Delphin2 im Forum Therapieformen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.03.2010, 10:47
  2. Erfahrungen mit Vorgespräch
    Von Bobble im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 03.07.2009, 12:35
  3. Erfahrungen mit Tantra?
    Von Peter im Forum Therapie Techniken & Mittel
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 16.12.2008, 19:42
  4. Erfahrungen
    Von Wunderlampe im Forum Innere Schweinehund
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 03.01.2008, 17:39
  5. Meine Erfahrungen
    Von Katrin im Forum Selbstbewußtsein
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 10.10.2006, 23:43

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!