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Thema: Erfahrungen mit Vesseling

  1. #1
    Neuling
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    Standard Erfahrungen mit Vesseling

    Hallo,
    ich habe nach verschidenen Versuchen mit unterschidlichen Therapien (Gesprächstherapie, strukturelle Körpertherape u.a.) die erste wirklich Dauerhaft Verbesserung erlebt als ich mit Vesseling angefangen habe. Hat noch jemand von Euch Erfahrung damit gemacht?
    Lg!

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Coralie,

    ich hab noch nie davon gehört und habs mir im Netz grad mal kurz nachgelsen. Ich hab jetzt natürlich keine Vorstellung davon, wie da gearbeitet wird. Aber es scheint sich ja um eine Art Energie- Körperarbeit zu handeln. Oder nur Energiearbeit?

    Ich bin bei so was ziemlich kritisch, wenn man angeblich dauerhafte Erfolge im "Hauruck-Verfahren" erzielen kann. Ich selbst habe mit Hakomi-Körperarbeit gearbeitet (ergänzend zur Tanztherapie). Da wird davon ausgegangen, dass hinter energetischen Blockaden, die sich in Form von Verspannungen u.ä. körperlich zeigen können -seelisches Material "gehalten" sein kann, welches durch das Lösen in Bewegung kommen, und sichtbar werden kann, mal ganz vereinfacht gesagt. In der Hakomi-Methode wird damit gearbeitet und so können diese Themen auch aufgearbeitet werden.

    Mich würde mal interessieren, wie das bei dieser Vesseling-Methode ist. Alleine von der Beschreibung her würd ichs nämlich mit Vorsicht genießen. Alles NUR auf die reine Energieebene zu reduzieren ( so fasse ich das auf, wenn vom Menschen als "Gefäß" geschrieben wird), halte ich nämlich auch wieder, nur auf eine andere Weise, für sehr einseitig. Ich würde an mir weder körpertherapeutisch noch energitisch rumpfuschen lassen, wenn ich nicht das Vertrauen hätte, dass derjenige, der das tut, auch das knowhow hat, mit dem umzugehen, was er damit evtl auslöst, also auch einen Rahmen an therapeutischer Nachsorge anbietet. Ansonsten bestenfalls solche Methoden nur begleitend zur Psychotherapie.

    Ich kenns vom Familienstellen, das inzwischen ja schon sehr weit etabliert ist, was das auch an Prozessen auslösen kann. Da sind ja auch energetische Prozesse am wirken. Man sollte das wirklich nicht unterschätzen. Gerade, wenn längere, komplexe psychische Problematiken und Störungen bekannt sind.
    Geändert von Gast784 (30.05.2011 um 11:55 Uhr)

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Gabiannarele,
    danke für Deine Antwort! Spannend, mal jemanden zu lesen, der Erfahrung mit hakomi hat.. Ich hatte darüber gelesen und der Therapeut bei dem ich die strukturelle Körpertherapie gemacht habe meinte, er läßt oft Übungen davon einfließen.
    Ich selbst habe schon immer jede psychische Belastung sehr deutlich im Körper wahrgenommen und da war es für mich klar, dass diese Ebene mit einbezogen werden muss. Tatlächlich hat sich da auch erst mal viel getan, aber eben nicht wirklich nachhaltig. Bei den Vesseling-Sitzungen wurde das Vorgespräch immer dahingehend geführt, dass das Thema, das zu bearbeiten war körperlich spürbar wurde. (Das wurde auch immer abgefragt: wo spürst du das gerade im Körper?) Gearbeitet wurde dann auf der Ebene der Energie, für mich aber wieder deutlich körperlich spürbar..(Nach der ersten Sitzung bin ich fast von der Liege weggeflogen, so leicht habe ich mich danach gefühlt..)
    Also, genau wie Du sagst- eine Trennung gibt es da nicht wirklich..
    Lg!

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    Ich selbst habe schon immer jede psychische Belastung sehr deutlich im Körper wahrgenommen und da war es für mich klar, dass diese Ebene mit einbezogen werden muss.
    hallo Coralie,

    ja, ich bin auch so eine, die ihr grundsätzliches Zuhause auf der Körper-Spür-Ebene hat, anstatt bei dem ganzen Geblubbere .

    Allerdings sehe ich das inzwischen etwas anders als Du:

    ich beziehe die Körperebene nicht mit ein, sondern ich gehe von der Körperebene aus. d.h. ich habe da mein Tor zum Einstieg und meine Ausdruckskraft. (darum bin ich in der Tanztherapie gelandet )

    Das bedeutet für mich aber, dass ich von dort aus mein inneres in die Ebenen transportiere, zu denen ich sonst nicht so einen Zugang habe. Für mich gilt das Prinzip der Balance, d.h. ich erarbeite mir die Ebenen, von denen ich eher entfremdet, womöglich sogar abgespalten bin (erlebt man in unserer Kultur ja ganz häufig umgekehrt, also Kopfmenschen, abgespalten vom körperlichen und intuitiven Erleben) Denn es geht buchstäblich ums GANZE, also darum ganz zu werden, die Ebenen miteinander in Kommunikation zu bringen.

    Man liest es hier oft, und erlebt es noch öfter draußen im RL: Menschen richten sich gern auf der Ebene häuslich ein, auf der sie sich am sichersten und folglich am wohlsten fühlen. Verständlich, aber auch verhängnisvoll, je stärker die Einseitigkeit.
    Kopfmenschen haben es dann mehr mit den klassischen "Blubbertherapien". Lieber über was schwadronieren, als durch etwas hindurch gehen und begreifen, anstatt nur verstehen. Denn genau das wird ja als bedrohlich erlebt. Nur dass man dann um einen wirklichen Therapieerfolg immer herumschleichen wird, wie die Katze um den heißen Brei.

    Bei Menschen wie uns gibt es aber auch das andere Extrem. Man kann auch um den heißen Brei sprichwörtlich herumtänzeln und so jeder Konfrontation ausweichen, fühlt sich selbst ganz doll "rund" (so ein Lieblingsausdruck in der Szene ) und als das Gegenüber wunder ich mich, warum die Person nicht wirklich greifbar ist, warum ich mich seltsam fühle oder warum diese ach-so-harmonische-Person mir so gar nicht sympathisch werden will Weil sie nicht authentisch ist, weil sie nicht den heißen Brei benennen will. Also das andere Extrem vom "Kopfmenschen"

    Ich glaube, dass das auch die Falle für viele "Esos" ist. Die bleiben da in ihrer spirituellen/geistigen Welt gerne hängen, weil sie Probleme mit dem Boden haben und glauben, sie könnten diesen so umgehen, eine Stufe überspringen und gleich zum nächst-"höheren aufsteigen". Ist nunmal ein Irrtum. Denn es geht ums Ganze. Und das, was wir am liebsten vermeiden und umgehen würden, das ist es, wo der Weg lang führt.

    Egal, welches Tor wir benutzen, Körper, Intellekt, Geist, Kreativität, Sinne. Wäre schade, sich nur auf der einen Ebene zu tummeln, wir sind so viel mehr.
    Geändert von Gast784 (30.05.2011 um 18:21 Uhr)

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Pure (31.05.2011)

  6. #5
    Schreibkraft Avatar von Pure
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Egal, welches Tor wir benutzen, Körper, Intellekt, Geist, Kreativität, Sinne. Wäre schade, sich nur auf der einen Ebene zu tummeln, wir sind so viel mehr.
    Diesen Satz will ich nochmal hervorheben, da ich ihn für eines der besten Schlussfolgerungen in diesem Forum halte, die ich seit langem gelesen hab!

    Jetzt hab ich richtig Lust mich auch mal wieder mehr körperlich aus zu probieren und meine Ganzheit wieder mehr zu spüren, da auch ich wohl eher Kopflastig mit mir umgehe

  7. #6
    Gast784
    Gast

    Standard

    Jetzt hab ich richtig Lust mich auch mal wieder mehr körperlich aus zu probieren
    und an was denkst Du da konkret, Pure? *neugierigbin*

  8. #7
    Schreibkraft Avatar von Pure
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    Ähm, ich weiss nicht genau. Bisher hab ich meine körperliche Aktivitäten immer auf Sport beschränkt. (Abgesehen von alltäglichen Bewegungsabläufen)

    Mir fällt grad wieder ein, wie ich vor etwa einem Jahr mal auf einer Seminarwoche zu einer Klavirmusik durch einen großen Raum unterm Dach einfach so umher gegangen, ja fast getanzt bin und versucht hab die Musik und meine Gefühle damit zum ausdruck zu bringen. Das hat mich auf irgend eine Art sehr berührt und begeistert. Vielleicht mach ich ja sowas in der Art mal wieder

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