Guten Tag ihr lieben!
Endlich habe ich offensichtlich meinen Kernansatzpunkt zu einem schöneren Leben gefunden. Heute möchte ich Euch über mein Problem berichten und würde mich wirklich sehr, sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet und ich wieder ein schönes, klar sehendes Leben führen kann ohne Illusionen oder Interpretationen oder Wünschereien
Also zur Situation: Ich bin 20 Jahre alt, wiederhole gerade die 12. Klasse an einer Fachoberschule. Schulisch läufts soweit ganz gut und auch freundschaftlich fühle ich mich eigentilch pudelwohl. Wäre da nur nicht das Thema, dass mich seit Anfang der Pubertät begleitet: Die erste Liebesbeziehung! Dieses Thema reisst mich nachts aus dem Schlaf und in der Schule ist es ganz schlimm, wenn ich mich aufgrund der Unerfahrenheit den Zeiche hingebe, nur um endlich Zuneigung zu bekommen. Ich hatte noch nie eine Freundin, was soweit nicht das Problem wäre, denn ich kann mit Frauen gut umgehen und habe auch etliche in meinem Bekanntenkreis. Jetzt fragt man sich sicherlich, was hat der für ein Problem? Nun - es ist das Thema Beziehung. 24/7 Die Woche beherrscht mich dieses Thema, ich habe Angstzustände deswegen, ich fühle mich eingezurrt und es raubt mir die wahre Lebensfreude und sich an den kleinen Dingen des Lebens oder einfach nur an den Freundschaften zu erfreuen.
Der Auslöser: Ich habe seit meiner Jugend einige auffällige optische Merkmale an mir, z.B. ein schiefes Lachen, und eine etwas unnormale Stimme für einen Jungen. Beides haben mich die Welt verzerrt dastehen lassen und deswegen habe ich nie an Selbstwert gedacht, da ich ein anderes Lächeln hatte als die anderen, nicht so war wie die anderen, anders war als die anderen und ich mich dementsprechend als schlechter tituliert habe, weil ich nicht so bin, wie die anderen. Sicher ist es gut, wenn man sich unterscheidet, aber wenn man dann etwas an sich hat, was nicht so häufig ist, dann sieht man sich schnell in der Rolle des Außenseiters und der Rolle des Buhmanns, weil ich mich aufgrund des niedrigen Selbstwertes immer leicht habe angegriffen gefühlt. Zudem regiert aufgrund von mangelnder Selbstliebe die Eifersucht und die Wut auf andere, weil die anderen Sex haben dürfen und ich wegen meinem schlechten Lachen das nicht haben darf, deswegen hab ich meine Freunde früher immer schnell angegiftet. Und war schnell in Rage, wenn die anderen mal wieder über das Thema geredet haben. Grundsätzilch ist mir das 1. Mal egal, wann ich es habe. Aber diese Gedanken rund um Beziehung, noch kein Kuss und das 1. Mal, machen mir das Leben zur Hölle, sodass ich keine normalen Freundschaften führen (zu Mädels) da sie unter der Beziehungs-Besessenheit leiden.
Die Vergangenheit: In meiner Vergangenheit habe ich mich aufgrund meines Lachens und des Schlechterseins in meine eigene Welt zurückgezogen, in der es nur mich gab und wo ich mich wohlgefühlt habe, weil NIEMAND anderes da war, der mir etwas konnte. Ich habe früher die Menschen als Bedrohung gesehen, weil sie ALLE NORMAL waren und ICH NICHT, und ich mich deswegen immer als schlechteren Menschen gesehen habe und dementsprechend leicht aggressiv und neidisch war auf die NORMALEN MENSCHEN, die alle normal lachen, weil ich immer das lachen in meiner Umgebung als Lachen über mich interpretiert habe. Ich habe mich noch schlechter gefühlt und mich immer mehr zurückgezogen. Die Vergangenheit hat aber zudem gezeigt, dass es NIE irgendeine Diskriminierung wegen des Lachens gegeben hat, weshalb es EIGENTLICH gar keinen Grund dazu gibt, so zu reagieren. Aber es hat sich halt so eingespielt. Aber gerade die letzten zwei Jahre habe ich gemerkt, wie toll das Leben sein kann und wollte raus aus der eigenen Welt in die normale Welt. Merke dabei aber, wie schwer es ist, aus einem Jahrelangen Muster das normale Muster zu akzeptieren. Gerade beim Ausbrechen merke ich, was ich für *******-Gedanken-Grundsätze eingefestigt habe. So z.B. habe ich mir in meiner Traumwelt verboten, mich normal mit vergebenen Frauen zu unterhalten, und wenn ich das tue, bekomme ich von ihrem Freund eine auf die Fresse. Und wenn ich dann mit einer "frisch geschiedenen/getrennten" zusammenkomme, bringt mich ihr Ex wegen Eifersucht um. Die Geschichten von den "Frauenverstehern" an der Schule "wenn ich gewusst hätte, dass der was mit der Hat, hätte ich dem eine in die Fresse gehauen" waren natürlich das Salz in der Suppe und die Manipulation war perfekt.
Die Gedanken: Nun ist es so, dass es in meinem Kopf wild zugeht. Ich mache mir ständig Gedanken, wann werde ich meine 1. Beziehung haben, wie kann ich die Zeichen richtig deuten, damit ich ENDLICH auf den richtigen Weg komme und ENDLICH Zuneigung bekomme? Meine Mutter hat mich in der Vergangenheit oft kontrolliert und eingeent, wirkliches Vertrauen konnte ich nie spüren, ich hab Angst vor Bestrafungen und Konsequenzen, traue mich nichts, weil ich nicht ständig von meiner Mutter bestraft werden möchte. Dann die Gedanken: Lag es wirklich nur daran, dass ich in der Vergangenheit so schüchtern und verschlossen war oder nicht doch an meiner Stimme und meinem Lachen? Ist es wirklich egal, was man für eine stimme und ein Lachen hat, und ist man dann wirklich kein schlechterer Mensch? Werde ich mehr verletzt in der Realität, wenn ich aus meiner Traumwelt entgültig rauskomme? Darf ich überhaupt eine Beziehung führen? Bin ich wirklich interessant für Frauen? Die Frauen nutzen mich doch eh nur aus.. und ich bekomm das wegen meiner Unerfahrenheit nicht mit... ****** Unerfahrenheit, jetzt habe ich die schönsten Jahre verpasst, warte immer noch vergeblich auf den 1. Kuss und die Zuneigung, die ich JETZT brauche, weil ich sie in der Vergangenheit nicht bekommen habe... wann werde ich meine erste Beziehung/meinen ersten Kuss haben?
Die Ängste:
Von den Freunden der Mädels eins auf die Fresse zu bekommen weil man sich normal unterhalten hat
- Von Eifersüchtigen Exfreunden körperliche Gewalt hinzugefügt zu bekommen
- Angst vor Enttäuschungen
- Angst vor Verarschungen/Spielereien
- Angst vor dem 1. Kuss
- Angst vor dem 1. Date
- Angst davor, dass die anderen sehen könnten, dass ich noch nie eine Beziehung hatte
- Angst davor, dass die anderen sehen könnten, dass ich noch völlig unerfahren bin
- Angst davor, dass die anderen sehen könnten, dass ich noch ungeküsst bin
- Angst davor, die anderen könnten mich aufgrund der Unerfahrenheit diskriminieren
- Angst davor, doch schlechter zu sein als die anderen und ich darf wegen meinem Lachen doch keine Freundin haben
- Angst davor, nie eine Freundin zu haben und nie eine Frau küssen zu dürfen
- Angst davor, wieder alleine zu sein und in der Traumwelt zu versinken
- Angst davor, in der Jugendzeit etwas verpasst zu haben und es jetzt auf Teufel komm raus nachholen zu müssen
- Angst davor, die Menschen könnten mir irgendetwas antun
Die Wünsche:
- Endlich eine Freundin zu haben (NICHT HAUPTSÄCHLICH WEGEN DEM THEMA SEX)
- ENDLICH mal Vertrauen zu spüren und nicht ständig alle Aktionen, mich selbst und andere aufgrund ihres Verhaltens anzuzweifeln -Was will der/sie von mir?
- Ein sorgenfreieres Leben vom Thema Beziehung und endlich wieder die Lebensfreude genießen (einfach so was mit Freunden machen, ohne an das Thema Beziehung denken zu müssen!!!!)
- Die Welt mit normalen und nicht verzerrten Augen zu sehen
- Eine Freundin zu haben, die auf WAHREN GEFÜHLEN basiert und nicht aufgrund einer Wunsch-und-Herbeisehnen-Beziehung
Die Fragen an EUCH:
- Wie schaffe ich es, das Thema Beziehung aufgrund der Unerfahrenheit nicht immer GEGEN mich zu sehen (wenn ein vergeb. Mädel z.B. an mir rumspielt und ich das als Interesse signalsiere)?
- Wie kann ich endlich wieder normale Freundschaften führen, die den Namen auch verdient haben und ICH NICHT STÄNDIG AUF IRGENDWELCHE ZEICHEN HOFFE?
- Wie bekomme ich den Zwang weg, JETZT ZUNEIGUNG zu gebrauchen? Das macht mich auch fertig.. ich nehm mir immer viel vor, aber weil ich dann doch Zuneigung im JETZT wünsche, gebe ich mich hin und falle wieder ins alte Muster zurück
- Wie schaffe ich es, dem Thema Beziehung lockerer gegenüber zu stehen und nicht immer krampfhaft zu versuchen, gleich eine Top-Beziehung auf die Beine stellen zu wollen?
- Muss ich immer die Frauen analysieren und sie als "Spielchen" abstempeln, wenn sie vergeben sind? Das kotzt mich auch an, als einfach nur die Zuneigung zu genießen und die Beziehung EINFACH NUR FREUNDSCHAFTLICH zu gestalten
- Wie sehe ich dem ganzen Thema unverkrampfter entgegen und beziehe das Thema nicht immer auf die Vergangenheit (Kein Kuss, Keine Erfahrung, Keine Zuneigung, Keine Freundin, Schlechtes Lachen, Kein Vertrauen = Alles schlecht und keiner mag mich)?
- Wie kann ich endlich wieder die Freundschaft spüren und es spüren, dass mich jemand mag und ich NICHT GLEICH ALLES IN MISSTRAUEN UND ZWEIFEL ZERLEGE?
- WIe kann ich die Wut und Aggressionen gegenüber dem Thema und anderen Freunden ablassen und das Thema Beziehung nicht als "Gewaltdelikt" verstehen?
Ich würde mich wirklich sehr , sehr freuen, wenn mir andere bei der Lösung des Problems helfen könnten.


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