psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 14

Thema: Erinnerungs-Pflege

  1. #1
    Ste
    Gast

    Standard Erinnerungs-Pflege

    Letztens sah ich im Altenheim, dass für die Bwohne dort Kurse angeboten wurden, einer nannte sich "Erinnerungs-Pflege".

    Mich hat das Wort sofort ergriffen und ich dachte bei mir, dass ich das auch gerne mache: Ich pflege meine Erinnerungen.

    Seit dem ich allerdings Depressionen habe, hat sich dieses Pflegen oft ins neagtive verkehrt. Ich fing an meine negativen Erinnerungen zu pflegen und oftmals nur diese. Die positiven hab ich nicht nur nicht mehr gepflegt, sondern zeitweise sogar ausgeblendet.

    Ich denke, dass man mit positiver Erinnerungspflege nicht nur als alter Mensch etwas Licht und Glanz in sein Leben bringen kann. Ich finde es wichtig, dass man nie vergisst, was er schönes im Leben gab und wie sich das Leben früher angefühlt hat, als man noch jung und gesund war.

    Aber auch die Pflege von "Kampferinnerungen" halte ich für wichtig. Wenn ich mich erinnere, was ich alles durchmachen musste, was ich alles überstanden habe, was i9ch alles geschafft und erreicht haben, dann durchströmt mich ein lichtes Gefühl, ich fühle mich stark und stolz.

    Wie geht es euch mit euren Erinnerungen? Pflegt ihr sie, die guten wie die schlechten?

    Grüße

    Ste

  2. #2
    Schreiberling
    Registriert seit
    24.11.2011
    Beiträge
    435
    Danke
    16
    55 mal in 51 Beiträgen bedankt

    Standard

    Meinte die nicht eher sowas wie Errinerungstraining? Also vor allem das Kurzgedächnis trainieren?

    Was so Ereignisse aus der Vergangenheit angeht, sowas sollte man meiner Meinung nach nicht pflegen.

    Ich finde ja diesen Spruch sehr passend: "Leben weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft, sondern nur in der Gegenwart."
    Also weder alten Sachen hinterhertrauen, noch Sachen planen, die noch gar nicht eingetreten sind, sondern immer im "Jetzt" entscheiden.

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Todai94
    Registriert seit
    08.12.2011
    Ort
    In einem Dorf
    Beiträge
    232
    Danke
    27
    35 mal in 29 Beiträgen bedankt

    Standard

    Erinnerungspflege ist einfach nur ein Euphemismus für Altzheimerhemmungstraining, auf der Basis, auf der man es in Altersheimen praktiziert und ich denke, dass du das wohl noch nicht brauchen wirst. Insofern sollte man vielleicht die Frage umstellen, da du mit Erinnerungspflege wohl was anderes meinst. Vielleicht könntest du das noch genauer definieren.
    Mein Gelaber ist meist sinnfreie,
    das Zuhören eine Schererei,
    aber manchmal ist auch was nützliches dabei.

    Also verdammt noch mal halt's Maul und hör gefälligst zu!

  4. #4
    Ste
    Gast

    Standard

    Ich denke, ich habs schon erklärt?

    Könnte nur nochmal wiederholen oder zitieren.

    Erinnert ihr euch nicht gerne an schöne Zeiten zurück, allein oder gemeinsam mit anderen? gibt es euch nicht Kraft, wenn ihr euch erinnert, was ihr schon geschafft habt? Oder die Erinnerung an Menschen, die man geliebt hat, die vielleicht jetzt tot sind oder einfach weg?

    Ich hab doch mal irgendwo gelesen, dass es psychologisch sehr sinnvoll sein soll, wenn man sich bewusst positives aus der Erinnerung hochholt und es dadurch pflegt. So bleibt es frisch und inspirierend.

    Grüße

    Ste

  5. #5
    Schreiberling
    Registriert seit
    24.11.2011
    Beiträge
    435
    Danke
    16
    55 mal in 51 Beiträgen bedankt

    Standard

    Und ich hab's schonmal gesagt, ich lebe in der Gegenwart. ^^

    Ich denke eigentlich nie an den Vergangenheit. Natürlich benutze ich unterbewusst Wissen, was ich in der Vergangenheit erhalten habe, aber das war es dann auch schon.

    Wüsste eh nicht, was es da positives geben soll. oO

  6. #6
    Ste
    Gast

    Standard

    Wüsste eh nicht, was es da positives geben soll
    Das ist es ja!

    Es ist praktisch unmöglich, dass es in deinem Leben keine positiven Erinnerungen geben könnte und die Behauptung man wüde nur in der Gegenwart leben ist unrealistisch.

    Es gibt garantiert postives zu erinnern, in jedem Leben. Nur wenn man diese Erinnerung nicht pflegt, dann verblassen sie. Auf der anderen sEite pflegt man täglich seine welt-kritische Einstellung, seine negativen Gedanken, seine neurotische Abwehrhaltung.

    Dieser Negativ-Pragmatismus, der alles verurteilt was romantisch-freundlich-verspielt in uns wohnt, ist ja ein Markenzeichen für den "aufgeklärten" Psycho-Guru. Nur führt halt das alles zum inneren versteinern und verkümmern, man züchtet Unglücklichkeit und Depressionen.

    Ich denke, dass Optimisten nie ein positives Erlebnis vergessen und sich täglich an solches erinnern. Das dürfte den Unterschied ausmachen.

    Ste

  7. #7
    Schreiberling
    Registriert seit
    24.11.2011
    Beiträge
    435
    Danke
    16
    55 mal in 51 Beiträgen bedankt

    Standard

    Das ich in der Gegenwart lebe ist keine Behauptung und erst recht nicht unrealistisch, sondern einfach Realität. Das ist meine Lebensart.

    Und es gibt nicht immer etwas Positives, an was man sich errinern will. DAS ist eine Behauptung. Ich meine du kannst sagen, dass es in deinem Leben sowas gibt, aber du kannst nicht für alle Menschen auf der Welt reden.

    Abgesehen davon ist eine Errinerung immer negativ, egal ob das Ereignis gut oder schlecht war. Selbst wenn es gut war ist man nur traurig, dass es nicht mehr so ist. Deswegen ist es schlecht in der Vergangenheit zu leben. Das bringt einen nicht vorran.

  8. #8
    Ste
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Rya.Reisender Beitrag anzeigen
    Das ich in der Gegenwart lebe ist keine Behauptung und erst recht nicht unrealistisch, sondern einfach Realität. Das ist meine Lebensart.

    Und es gibt nicht immer etwas Positives, an was man sich errinern will. DAS ist eine Behauptung. Ich meine du kannst sagen, dass es in deinem Leben sowas gibt, aber du kannst nicht für alle Menschen auf der Welt reden.

    Abgesehen davon ist eine Errinerung immer negativ, egal ob das Ereignis gut oder schlecht war. Selbst wenn es gut war ist man nur traurig, dass es nicht mehr so ist. Deswegen ist es schlecht in der Vergangenheit zu leben. Das bringt einen nicht vorran.
    Find ich sehr traurig, deine Einstellung zum Leben

    Darf ich fragen, ob du mit anderen Menschen in Beziehungen lebst? Hast du Freunde, liebst du jemand?

    Ich kanns mir nicht so recht vorstellen, dass dir das möglichist.

    Grüße

    Ste

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!