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Thema: Ernährungstherapie?

  1. #1
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    Standard Ernährungstherapie?

    hallo,
    ich hab ein paar fragen zur ernährung bei Depressionen, und zwar würde mich interessieren ob ihr von eurem arzt vielleicht etwas empfohlen bekommen habt, was ihr essen solltet und was nicht so gut ist? und ob ihr schon die Erfahrung gemacht habt, ob bestimmte Lebensmittel wirklich Einfluss auf eure Stimmung haben (positiv oder negativ)?

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Da werden wohl bestimmte Grundsätze gelten, die eigentlich immer gelten: ausgewogen, und auf qualitativ hochwertige Lebensmittel achten.

    Beim Ausgewogenen kommts auch auf die Individualität an. z..B. was Fleischkonsum betrifft. Aber gerade da würd ich darauf achten, wie das produziert wurde, und lieber den Konsum etwas runterschrauben.
    Ich esse seit ein paar Monaten wesentlich mehr und möglichst täglich Gemüse, und empfinde das als sehr ausgleichend. Allerdings bin ich nicht in Behandlung.

    Wenn Du Antidepressiva nimmst, solltest Du berücksichtigen, dass die den Stoffwechsel verlangsamen können und daher eine Gewichtszunahme begünstigt wird. Daher am besten mit einer ausgewogenen Ernährungsmethode vorbeugen.

    Ansonsten ist Bewegung, vorzugsweise draußen, eine sehr gute Hilfe bei Depressionen. Durch Ausdauertraining kann man eine ähnlich starke antidepressive Wirkung erziehlen, wie durch Medikamente, und man hat ein Stück Therapieerfolg gleich mit dabei

    Es gibt natürlich schon stimmungserhellende Lebensmittel (bei mir wirken Austern da erstaunlich, aber die würd ich trotzdem nicht dauernd essen wollen ), aber es kommt eben, wie immer,aufs Gesamtpaket an. Die Auswahl, Zubereitung, das zelebrieren der Nahrungsaufnahme, all das hat schon eine Wirkung auf unsere Sinne und damit auf Geist und Psyche. Gerade bei einem Depressiven, der so seine Antriebsprobleme hat.
    Geändert von Gast784 (22.07.2011 um 15:07 Uhr)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (22.07.2011)

  4. #3
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo,

    vielleicht noch eine kleine Ergänzung zu dem, was Gaby schon gesagt hat:
    regelmäßige Ernährung!
    D.h.: einen stabilen Essensrhythmus, der hilft, Struktur in den Tagesablauf zu bekommen (als Depri schludert man da ja gerne mal ).


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
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    -----------------------------
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  5. #4
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo FeenZauber.

    Ja, es gibt schon etliche antidepressive Nahrungsmittel bzw. Ernährungsformen.
    Zum einen sollte man sicher nicht zu fett, süß, schwer etc. essen, sondern Tendenz, fleischarm, vollwertig, usw., wie oben schon erwähnt.

    Dann ist es aber auch eine individuelle Geschichte. Kaffee ist ein mildes Antidepressivum, allerdings kann der Schuss nach hinten losgehen, wenn man zur Depression auch noch Angst hat oder sich mit Kaffee abschießt, so dass man übererregt ist und dann reaktiv in ein Loch fällt. Gleiches gilt für Zuckerflashs, die eigentlich immer schlecht sind, nach dem kurzen Hoch kommt ein entsprechendes Leistungs- und Stimmungstief, in dem man sich obendrein schlapp fühlt, also längerkettige Kohlenhydrate, was dann eben wieder vollwertig heißt.

    Bekanntermaßen gut soll die schwarze Schokolade sein, aber auch Salate usw. ein regelrechtes Glücksessen, soll Lachs mit Nudeln und Salat sein. Bananen haben glaube ich auch Serotonin, bzw, setzen welches frei. Die natürliche Vorstufe von Serotonin ist Tryptophan und hier http://de.wikipedia.org/wiki/Tryptophan
    findest Du entsprechende Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt davon aufgeführt, darüber hinaus ist glaube ich noch sehr viel davon in Spirulina Algen.
    Überhaupt ist Fischöl ein hervorragend antidepressives Nahrungsmittel oder auch Leinöl (nicht erhitzen, kühl und dunkel lagern, nur bioqualität) wegen des Verhältnisses von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren, das sollte man auf jeden Fall beachten!!!

    Dann tut natürlich ganz banal all das gut, was gut schmeckt und es spricht nichts dagegen sich mit leckerem Essen zu belohnen. Da das Problem bei Depressionen u.a. aber auch der Appetitmangel ist, ist die erwähnte Bewegung hier wirklich Gold wert. Zum einen setzt sie ein anderes Belohnungsystem des Körpers in Gang (das Dopaminsystem, eigentlich eine Vorstufe der Belohung) und das ist nicht isoliert vom Serotoninsystem (bei dem es bei Depressiven meistens im Argen liegen soll, biochemisch gesehen), sondern verbunden, zum anderen macht ordentliche Bewegung auch ordentlichen Hunger und dann macht das Essen doppelt Spaß.

    Dann ist es natürlich wieder besser mit Lust und in Gesellschaft zu essen, als sich allein vorm Fernseher die Chipstüte reinzuhauen.

    Ein anderer Tipp noch. Kürzlich habe ich gelesen, das bereits geringe Mengen Lithium einen deutlich positiven Effekt auf die Psyche haben können:
    http://www.n-tv.de/wissen/Lithium-se...le3483091.html
    Nun würde ich dringend davon abraten, sich isoliert Lithium in die Birne zu hauen, da das gravierende Nebenwirkungen hat, aber so in natürlichen Mineralwässern ist das einen Versuch wert und z.B. das gute alte „Staatl. Fachingen“ hat einen Lithium Anteil, wie man auf dem Etikett lesen kann und auf anderen weniger findet.

    Es gibt Theorien zur „körpereigenen Synthese von Serotonin“ (kannst Du unter diesem Stichwort googeln), die sich gut anhören, ich hab’s probiert und empfohlen, ich meine einen Effekt gemerkt zu haben (allerdings keinen gigantischen, bin aber auch nicht sonderlich depressiv), die Resonanz allgemein war jedoch eher negativ, wie ich gestehen muss, aber vielleicht ist es einen Versuch wer, ich will es nicht vorenthalten.

    Gruß,

    Schatten
    Geändert von Schatten (23.07.2011 um 11:15 Uhr)

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