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Ich habe ein mehr oder weniger kleines Problem, ich lutsche immernoch am Daumen und weiß nicht wie ich das "abstellen" kann.
Es ist zu Zeit so, das sich mein Nagel am rechten Daumen löst, weil ich da was drunter bekommen hab und deshalb den linken nehmen muss, das is total unbefriedigend und ich werde zunehmend depressiver, es ist nicht das selbe wie wenn es der rechte (gewohnte) ist.
Die allgemeine Frage ist ja warum ich das immernoch brauche und nicht von alleine davon loskomme. Ich mach das auch nur wenn es keiner sieht auch nicht in der Öffendlichkeit. Ich schäme mich sehr dafür. Aber wenn ich es garnicht mehr mache, hab ich Angst, das mit mir nicht mehr viel anzufangen ist (Nervenbündel); Ich bin ja jetzt schon echt fertig mit dem "Ersatzdaumen".
Wie seht ihr denn das ganze so? Findet ihr das schlimm das ich das noch mache?
Du hast geschrieben "immernoch" daher gehe ich davon aus, dass sich das auch durch deine komplette Kindheit und Jugnd zog. Haben deine Eltern jegliches dagegen versucht zu unternehmen?
Ich würde sagen, dass lutschen am Daumen geht eindeutig unter Kinderneurosen. Genau wie manche regelrecht zwanghaft in der Nase bohren. Mein Empfinden ist bei dem Lesen solcher "Berichte" zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es schon ungewöhnlich für mich, weil ich diese Zwangsneurose nicht nachempfinden kann. Auf der anderen Seite darf man niemanden für so etwas verurteilen.
Hattest du traumatische Erlebnisse in der Kindheit?
Nur wenn du über dich selbst bescheid weißt kannst du in dein Inneres schauen...
vielleicht sollten man mal analysieren, warum Kinder am Daumen lutschen und was sie damit erreichen, bzw. warum sie das machen.
Ich denke, das Daumenlutschen vermittelt Geborgenheit, Schutz und ein Gefühl des Wohlbefindens.
Viele kleinen Kinder schlafen "am Daumen nuckelnd" ein.
Das gleiche Prinzip bringt der "Schnuller" den auch viele Kinder benutzen, manche sogar bis ins Vorschulalter.
Ähm das ist schon klar... das habe ich jetzt mal vorraus gesetzt... die zu erörternde Frage ist doch eher, warum diese Bedürfniss nicht abgestellt wurde. Und das geht nunmal auf die Kindheit und die Jungend zurück.
Hm, warum wurde dieses Bedürfnis nicht abgestellt? Gute Frage
Wie gesagt, Daumenlutschen vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit, Schutz, Wärme und und und.... Also eine Trostfunktion stellt das Daumenlutschen meiner Meinung nach dar.
Ich würde mir auf jeden Fall psychologischen Rat suchen, da Daumenlutschen in diesem Alter finde ich auf eine Verhaltensstörung hindeutet.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, dazu bin ich zuviel Laie in diesem Gebiet
Jedoch denke ich flo´s Ansatz, mal in der Kindheit oder Jungend nach den Ursachen zu suchen, könnte richtig sein. Mich wundert es auch dass die Eltern nichts unternommen haben, da es doch schon merkwürdig ist wenn das Kind so lange am Daumen luscht.
In meinem Bekanntenkreis ist auch ein 6-jähriges Mädchen, das ständig am Daumen "nuckelt". Die Eltern der Kleinen schimpfen dann meist nur, was die Sache nicht wirklich verbessert, ehr sogar verschlimmert. Ich denke oft das die Kleine nicht die Liebe und Aufmerksamkeit bekommt die sie braucht, wobei das Mädchen viel kleiner, zerbrechlicher und schmächtiger ist als andere in diesem Alter.
Vielleicht ist das die Antwort auf die Frage warum: fehlende Liebe, Trost und Aufmerksamkeit?
Also ich hatte eine recht "normale" Kindheit. Meine Mutter und Vater trennten sich als ich 1 1/2 Jahre alt war, kann mich auch an meinen Vater nicht mehr erinnern. Meine Mutter heiratete neu als ich 5 Jahre alt war einen Mann der mich nie richtig akzeptiert hat. Meine Mutter wollte immer das ich mit dem lutschen aufhöre, das gelang mir leider nie,trotz zahlreicher Versuche mit wiederlichem Nagellack und abtapen undundund. Ich hab es dann ab der 2. Klasse heimlich gemacht, da mich die Schulkinder fertig gemacht haben deshalb; aber abgehalten hat es mich auch nicht davon.
Ich hab mal in Psychologiebüchern geschaut, wovon das kommen kann, da stand das der/die jenige nicht aus der Oralen Phase rausgekommen wäre, sich nicht abnabeln konnte, oder keine Möglichkeit gelert hat sich zu beruhigen.
Also bei mir ist das so, das ich es meist vor der glotze mache (unbewusst) oder wenn ich extremen Gefühlen (traurig/wütend) ausgesetzt bin (bewusst).Da mach ich das um mich zu beruhigen, also hab ich das wohl anders nie gelernt.
Mal angenommen ich kleb mir beide Daumen ab und lutsch nicht, ich hätt keine beruhigeng und denke ich würde ein Nervenbündel sein.
Eine Therapie hab ich schon versucht, aber da die meisten Psychologen einem dann mit Borderline kommen, einfach weil sie damit so gut wie alles vom Hals haben, hab ich da echt nicht das Vertrauen zu. Ich erhoffte mir das ich das Selbst in den Griff bekommen könnte, ich hab vieles in meinem Leben selbst geschafft (ritzen, Suiztgedanken überwunden), da wollte ich das auch allein schaffen, aber so langsam gehen mir die Ideen aus, deshalb hab ich in eurem Forum um Rat gefragt, in der Hoffnung euch würde noch etwas einfallen.
Du sagst du hattest eine normale Kindheit, obwohl du dein leiblichen Vater nie kennen gelernt hast und dich dein Stiefvater nicht richtig akzeptiert hat???
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Du hattest alles andere als eine normale Kindheit. Verrüttelte Verhältnis, ein Ungleichgewicht der Liebe von deinen Bezugspersonen und und und
Das ist für mich auf jeden Fall der Grund für die von dir offenbarte Zwangsneurose. Sorry wenn ich sehr direkt ausführe...
Mein Tipp an dich wäre, lerne deinen leiblichen Vater kennen. Vielleicht könnt ihr vieles nachholen zudem ihr nie gekommen seit.