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Thema: Erwartungen zu hoch?!

  1. #1
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    Unglücklich Erwartungen zu hoch?!

    hallo ihr lieben,

    ich schreibe hier mein problem, weil ich gerne wissen würde, wie ihr so mit dem thema ungeht. vielleicht kennt das ja der ein oder andere. entweder, weil er es selber von sich kennt oder weil er mit menschen zu tun hat, die so sind....

    mein problem ist, dass ich zu viel von meinen mitmenschen erwarte. wenn ich in einer stresssituation bin, kann ich ziemlich unausstehlich sein. beispiel:ich sitze in einem flugzeug, obwohl ich flugangst habe. ich bin total unter stress. wenn ich diesen flug mit einer person unternehme, die ich mag oder liebe, erwarte ich, dass sich diese person voll und ganz auf mich konzentriert. das sie sich in mich rein versetzen kann und mich irgendwie bemitleidet, in den arm nimmt und mir gut zuredet. ist dies nicht der fall, werde ich böse und zornig. ich lasse meinen frust an dieser person aus. ich gehe sogar soweit, den ganzen urlaub zu versauen oder die freundschaft zu kündigen.

    ich denke, meine erwartungshaltung ist wahnsinng groß. ich kann mich selber nciht beruhigen und erwarte es aber von anderen.

    das ist nur ein beispiel von vielen.

    vielleicht habt ihr erfahrungen damit und könntet mir helfen. vielleicht wisst ihr woher dieses problem rührt und wie ich mich anders verhalten könnte.

    danke für eure hilfe!ich bin wirklich verzweifelt, da ich dadurch menschen die ich liebe vor dem kopf stoße. der ein oder andere wendet sich dann natürlich von mir ab. dabei bin ich eigentlich ein netter und hilfsbereiter mensch. eigentlich liebenswert. wenn diese blöde art nicht wäre

  2. #2
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    Hallo Shusheela
    Willkommen im Forum

    Du fragst Dich, ob Du Erwartungen zu hoch ansetzt. Da stelle ich mir erst mal die Frage, welche Erwartungen Du an welche Adresse richtest.
    Z.B verstehe ich Deine Erwartungen in Bezug auf Flugangst so, dass Du von Deiner "persönlichen Flugbegleitung" erwartest, Dir die Angst zu nehmen. Damit gibst Du die Verantwortung und Kontrolle für Deine Angst von Dir weg. Du legst damit die Kontrolle über Deinen Zustand doch eigentlich in andere Hände.
    So machst Du Dich abhängig von der Anwesenheit der anderen Person, ihrer (entsprechenden) Fähigkeit, Dir helfen zu können. Wenn sie versagt, machst Du sie dafür verantwortlich. Habe ich das so in etwa für Dich stimmig interpretiert?
    Verantwortung für mich selbst zu tragen wäre hier meine Strategie. Darf ich in diesem Zusammenhang die Frage stellen, wie lange Du dieses Verhalten schon hast? Oder welche Einstellung sich dahinter verbirgt?
    Könnte es sein, dass Deine Erwartung in anderer Menschen Fähigkeiten oder Hilfsbereitschaft deren Möglichkeiten überfordert bzw. übersteigt? Ich würde mich beispielsweise überfordert fühlen, wenn ich jemandem die Flugangst nehmen sollte, wenn ich selbst damit zu kämpfen habe. Wenn mich die Person für ein Misslingen verantwortlich machen würde, müsste ich mich distanzieren. Das wäre ich meiner Selbstachtung und meinen begrenzten Fähigkeiten schuldig.
    LG
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    "Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist; sondern was du denkst, das bist du." (Marc Aurel)
    "Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen" (Aldous Huxley)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Sonnenkraut für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (25.11.2011),Limia (25.11.2011)

  4. #3
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    Unglücklich

    puh.so habe ich das noch gesehen.du hast recht.ich lege die verantwortung in die hände der anderen.ich erwarte dann eigentlich dass, was ich von mir ewarten müsste. ich denke dann immer:sie müssen mich doch verstehen.warum kümmern sie sich nicht inständig um mich.....wenn sie meinen erwartungen dann nicht gerecht werden, denke ich sie lieben oder mögen mich nicht. ich bin ihnen egal oder ich nerve.

    wenn ich dann versuche ruhig zu bleiben und mich selbst zu trösten, denke ich immer, dass doch aber die andere person das tun muss.das sie mich doch damit nicht allein lassen kann. und dann komm ich wieder auf den punkt zurück, dass ich mir nicht selber helfen kann und wieder erwarte, dass die person mir hilft.

    ich hatte mal einen termin bei meinem psychologen. ich war einen tag zu früh.ich hatte so hohe erwartungen an ihn, dass er mir endlich an diesem tag hefen wird, dass in mir eine welt zusammen gebrochen ist, als er mich wieder weg schickte. ich lies den frust an meinem damaliegen partner aus. der hatte dafür natürlich kein verständiss und werte mich ab.

    das verhalten habe ich glaube ich schon immer. ich erwarte das schon immer. ich denke, dass kommt aus der kindheit...wenn ich single bin, komme ich mir schweren situationen besser klar.aber sobar da jemand ist, lass ich mich fallen und will dass mir die person bei allem hilft.

    ich weiß nicht ob dass was damit zu tun hat, aber ich erwarte von anderen auch, dass sie keine macken haben oder schwäche zeigen.wenn man das, was sie tun, überhaupt schwäche nennen kann. ich kann nur bis zu einem gewissen grad damit umgehen, wenn andere schlecht drauf sind oder traurig.

  5. #4
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    Hallo
    Sind also andere Personen schlecht drauf und traurig, dann interpretierst Du das vllt so, dass sie momentan nicht in der Lage sind, Dir helfen zu können? Wenn sie aber wieder Stärke zeigen, sollen sie Dir gefälligst helfen.
    Könntest Du Dir vorstellen, dass auch andere Personen Trost brauchen? Wie stellt es sich für Dich dar, wenn andere Menschen Schwäche zeigen?
    LG

    .
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  6. #5
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    Unglücklich

    also es kommt auf die situaton an. wenn jemand zu mir kommt und ein problem hat, helfe ich gern. ich lade ihn ein oder fahre zu ihm. ich denke, ich bin dann sehr hilfsbereit und ich weiß, dass das meine freunde an mir schätzen.

    wenn ich selber aber hilfe brauche, und dann andere nicht den kopf dafür haben oder sich nicht -aus meiner sicht- genügend um mich kümmern, fühle ich mich vor den kopf gestoßen. vor allem, wenn das mein partner macht oder meine familie. ich habe dann keinen kopf für sie und kann ihre situation nicht nachvollziehen.schließlich hab ICH doch gerade ein problem, was viel wichtiger ist.

    das ist die eine seite.

    die andere ist, ein etwas anderes:

    ein beispiel: (oh gott, ich schäm mich eigentlich dafür)

    wenn jemand alltagsmacken hat..ich habe einen freund, der räuspert sich unentwegt. das nervt mich manchmal extrem.ich werfe es ihm dann vor, warum er das ständig tut..
    wenn jemand schmazt, werde ich richtig sauer, bis ich-in manchen fällen-platze vor wut. (ich glaube, dass habe ich von meiner mutter)
    wenn mir jemand nicht aufmerksam zuhört oder wenn jemand plötzlich ans telefon geht wärned ich was erzähle oder ähnliches, bin ich beleidigt. manchmal sag ich dann, wenn er aufgelegt hat, dass ich kein bock mehr habe darüber zu reden.

    ich habe totale schwierigkeiten mit fehlern andere umzugehen. andere meinungen zu akzeptieren. ich arbeite daran, und manchmal verhalte ich mich respektvoll.doch meißtens bin ich ein stinktier und werfe böse blicke oder blaffe herum.

    danke dass du mir hilfst!wiklich.

  7. #6
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    Hallo Shusheela
    Danke für Deine Antwort. Ich finde es super, dass Deine Bekannten zu Dir kommen dürfen und Du ihnen hilfst. Deine Freunde wissen das sicher zu schätzen.

    Damit ich Dich richtig verstehe: Sieht es aus Deiner Perspektive so aus, dass Du sofort hilfst und Deine Prioritäten zurückstellst, um anderen zu helfen?
    Das könnte nämlich erklären, dass Du auch sofort die Hilfe der anderen erwartest, wenn Du sie um Hilfe ansprichst.
    Z.B dass Du darauf achtest, dass Dir jemand aufmerksam zuhört könnte auch damit zusammenhängen, dass Du selbst auch sehr aufmerksam zuhörst.

    Du hast auch noch geschrieben, dass Du Schwierigkeiten hast, mit Fehlern anderer umzugehen. Darüber denke ich beispielsweise: "Ich bin nicht für die Fehler anderer verantwortlich."
    Einige Leute haben gewiss Schwierigkeiten, mit ihren Fehlern umzugehen. Ich würde eher daran denken, wie sie sich wohl gerade fühlen werden, dann hilft es, sie besser zu verstehen. Du könntest Ihnen also in dieser Sache mit mehr Verständnis entgegen kommen. Wenn Du meinst, es ist ihnen peinlich, kannst Du ihre Fehler auch mal übersehen. Dazu habe ich noch eine Frage:
    Wie sieht es denn aus in Hinsicht, mit Deinen eigenen Fehlern umzugehen?

    Dass Du an Deiner sozialen Kompetenz arbeitest und bestrebt bist, Dich respektvoll zu verhalten, ist doch schon ein Erfolg. Ich denke, Du bist auf einem guten Weg. So eine Verhaltensänderung braucht aber Zeit und ständige Übung, um dauerhaft integriert zu werden. Es kann immer wieder mal Rückfälle geben, doch mit Beharrlichkeit wirst Du Dich permanent verbessern.
    LG
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  8. #7
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    Idee

    Ja, ich denke auch immer, wenn ich so etwas doch bieten kann, warum bekomm ich es in dem maße nicht zurück.

    Eins habe ich durch dich jedenfalls erkannt:
    Ich habe die Verantwortung für meine Gefühlswelt und für meine Sorgen zu sehr an andere abgegeben. Das war ein Fehler. So haben andere die Kontrolle über mich bekommen. Die konnten damit natürlich nicht umgehen. Wie auch, sie stecken ja nicht in mir drin. Ich muss selbst Veratnwortung übernehmen und ich denke ich muss meine Einstellung ändern, indem ich nicht erwarte, sondern wünsche.

    Das wird sicher sehr schwer. Vor allem in brennzlichen Situationen, wird mir mein innerer Schweinehund sagen, der andere liebt mich nicht, der hört mir nicht zu.

    Ich werde die Gewissheit die ich jetzt habe, mit meinem Psychologen besprechen. Vielleicht können wir uns einen Weg überlegen, wie ich mein Denkverhalten verändern kann.

    Vielen vielen Dank!Ich werde deine erste Antwort ausdrucken, habe ich mir überlegt. Ich werde sie bei mir tragen und oft lesen um es mir zu verinnerlichen.

    Ich möchte mich verändern, um ein innere Ruhe zu erlangen. Puh. Vielen Dank.

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