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Thema: Es allen Recht machen wollen....

  1. #1
    Neuling
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    Standard Es allen Recht machen wollen....

    Hallo Gemeinde,
    mein erster Beitrag und schon ein Problem/Zwang.
    Habe ich wohl von meiner Mutter übernommen, aber ich habe den Zwang es allen immer Recht machen zu wollen.
    Bei Konflikten gebe ich nach, nur um es anderen recht zu machen. Irgendwie habe ich den Zwang allen gefallen zu müssen, daß niemand mir böse ist und mich jeder mag.
    Das geht dann schon fast so weit, daß ich eigene Bedürfnisse zurückstecke, um eher anderen zu gefallen.
    Ich habe das zwar in den letzten Jahren sehr verbessert, aber mich nervt es noch und ist meiner Meinung zu stark.
    Ich bin auch sehr Konfliktängstlich, scheue Auseinandersetzungen und bin dann lieber still und schlucke es runter. Mache anderer Leute Probleme, dann oft zu meinen. Kann schwer Leute abwürgen, die mir die Ohren vollquatschen. Da bleibe ich lieber stehen und mache es ihnen recht, höre zu, obwohl ich lieber weggehen würde. In letzter Zeit habe ich es geschafft Einladungen abzulehnen, auf die ich keine Lust hatte, aber mich nervt das, das ich mir da vor stundenlang Gedanken mache und mich schlecht fühle.

    Daher nun die Frage, wie kann man das angehen? Direkt in Konflikte reingehen?, Buchtipps, Ratschläge, Texte etc. Freue mich über jede Hilfe.

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Jochen,

    wir sind natürlich schon sehr davon geprägt, wie die Kommunikation im Elternhaus verlief. Aber es gibt tolle Kurse, um mal was anderes zu erleben und auszuprobieren.

    Bezüglich Kommunikation/Konflikte find ich Kurse besser, als theoretisches Zeugs. Denn man kanns nur durchs tun lernen. Darüber lesen kann man dann immer noch. z.B. gewaltfreie Kommunikation http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation

    Bei der Sache kann man nämlich auch lernen, sich selber mal mehr wertzuschätzen und ernst zu nehmen in den eigenen Bedürfnissen.

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Jochenberg Beitrag anzeigen
    [...] Irgendwie habe ich den Zwang allen gefallen zu müssen, daß niemand mir böse ist und mich jeder mag.
    Das geht dann schon fast so weit, daß ich eigene Bedürfnisse zurückstecke, um eher anderen zu gefallen.
    Ich habe das zwar in den letzten Jahren sehr verbessert, aber mich nervt es noch und ist meiner Meinung zu stark.
    Ich bin auch sehr Konfliktängstlich, scheue Auseinandersetzungen und bin dann lieber still und schlucke es runter. Mache anderer Leute Probleme, dann oft zu meinen. Kann schwer Leute abwürgen, die mir die Ohren vollquatschen. Da bleibe ich lieber stehen und mache es ihnen recht, höre zu, obwohl ich lieber weggehen würde. In letzter Zeit habe ich es geschafft Einladungen abzulehnen, auf die ich keine Lust hatte, aber mich nervt das, das ich mir da vor stundenlang Gedanken mache und mich schlecht fühle.

    Hallo Jochenberg,

    dies kenne ich nur zu gut. Ich versuche auch immer von allen Leute gemocht zu werden. Es einfach allen Recht zu machen. Ich denke, dass es teilweise auch in der menschlichen Natur liegt, dass man verstanden und respektiert werden möchte. Einige Menschen lassen sich auf die Meinungen anderer Menschen gar nicht ein oder nur auf Menschen die ihnen viel bedeuten. Andere Menschen hingegen versuchen einfach mit jedem klar zukommen.

    Ist in erster Linie auch nicht verkehrt, wenn man sich anpassen kann und mit jedem Menschen versucht klar zukommen. Leider versuchen andere Leute oft solche Menschen auszunutzen, indem sie einen mit ihren Problemen belasten, obwohl man eigentlich selbst genug hat. Wenn man anfängt seine eigenen Bedürfnisse zurück zu stecken, fällt man in ein Loch. Ich war jahrelang in Chats, die Person, der man alles anvertrauen konnte und die bei jedem Problem versuchte zu helfen. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass mir dies nicht gut tut. Spätestens als ich selbst mal ein Problem hatte und diese Personen abweisend wurden.

    Generell würde ich sagen, du solltest versuchen dich nicht auf ein einseitiges Vertrauensverhältnis einzulassen. Es ist okay, sich Probleme von Freunden und Bekannten anzuhören und hilfreiche Tipps zu geben. Dies sollte man aber auch nur bei den Menschen tun, die auch bereit sind sich mit deinen Problemen und Sorgen zu beschäftigen.

    Ich würde auch nicht sagen, du sollst dich direkt auf Konflikte einlassen. Ich schätze, dass wäre sowieso einfacher gesagt als getan. Du solltest dich einfach mehr selbst hinterfragen: Will ich jetzt zuhören? Will ich mich jetzt damit auseinandersetzen? Wenn die Antwort „Nein“ ist musst du das den Leuten auch so sagen. Jeder hat das Recht auf ein eigenes Leben und vor allem auch das Recht auf eigene Probleme! Niemand muss sich als „Hobby-Psychologe“ verpflichten lassen und dabei sein eigenes Ich vernachlässigen.

    Ich jedenfalls fühle mich wesentlich besser, seit ich mich nicht mehr auf Problemgespräche anderer Menschen einlasse und mich stattdessen intensiv mit meinen Problemen beschäftige und versuche dort Lösungen zu finden. Es hilft ungemein sich auch mal auf sich zu konzentrieren, oder wie Alexandra Dumas einmal sagte ,,Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille ansehen.“

    Man muss für sich selbst einfach einsehen. Es ist nicht falsch, an andere Menschen zu denken. Man sollte aber auch an sich selbst denken. Umso besser man selbst sich fühlt, desto besser kann man auch mal anderen zuhören und helfen.

    Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Meinung in irgendeiner Form helfen!

    Freundliche Grüße,
    Diamond

  4. #4
    Neuling
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    Standard

    kenne ich nur zu gut man denkt eher drei mal an andere eh man an sich selbst denkt um so entäuschter ist man von leuten die nur an sich denken und kommt mit solchen leute nicht klar . egal wie groß meine eigenen probleme waren wenn mich jemand braucht geht der erst mal vor und dann macht man es noch besser als man es für sich selbst tun würde .. das grundlegende problem ist das eigene selbstwertgefühl solche menschen haben es auch schwer allein zu sein und sich es selbst schön zu machen ,man muss lernen in erster linie an sich zu denken auch wenn das egoistich klingt aber du bist das wichtigste in deinem leben !
    zum anderen ist es der gruppenzwang der einen nachgeben lässt die angst mit der eigenen meinung alleine da zu stehen und womöglich ausgeschlössen zu werden . was aber quatsch ist du wirst um so mehr anerkannt je mehr du zu deiner meinung stehst und sie vertrittst ,natürlich immer in einem gesunden maß!
    lerne zu dir selbst zu stehen und dich zu vertreten du bist nicht weniger wer5t als die anderen!

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