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Thema: Essstörung => Depression?

  1. #1
    Neuling Avatar von Fairy
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    Frage Essstörung => Depression?

    Oder andersrum?

    Hallo erstmal, ich weiss nicht wo ich dies reinschreiben sollte, aber ich denke hier bin ich richtig...

    Bevor ich zu meinem jetzigen Problem(en) komme, erzähl ich etwas aus meiner "Vorgeschichte":

    Ich würde nicht sagen, dass ich eine schlechte Kindheit hatte, wurde jedoch nie von meiner Familie ernst genommen und gern auch ignoriert, was, wie ich glaube durch meine behinderte Schwester kam.
    Ich fing dann an, mich selbst bewusster wahrzunehmen und kam auch früh ins Grübeln, was den Sinn des Lebens betrifft (das sollten Kinder möglichst vermeiden!).
    Ich wurde auch schon in der Grundschule fies beschimpft und dort wurden sowohl von meinen Mitschülern, als auch von einigen der Lehrer meine Leistungen UND sogar meine Persönlichkeit in Frage gestellt. Auch kam ich irgendwann nicht mehr mit meinem Körper klar, da ich dachte, wenn ich schlank und hübsch und sportlich wie die anderen Mädchen wäre, würde alles gut werden...

    Nun ja, um mal auf den Punkt zu kommen, habe ich mit 13 Jahren angefangen, mich nach einigen Mahlzeiten zu erbrechen... den Höhepunkt erreichte ich nur einige Monate später, wo ich dann, wenns möglich war, alles auszuk*** was mir in den Magen kam. (auch einen einzigen Schokoriegel)

    Ich hatte innerhalb von 5 Jahren mit 3 Essprroblemen angefangen, dh ich habe einige Zeit nur gefressen (sry), dann gegessen und erbrochen oder überhaupt nichts gegessen. Mein erster Freund mit 17 war mir dabei auch keine große Hilfe... im Gegenteil denn er wollte quasi dass ich noch mehr abnehme (ich wog 40 kg mit 165cm) und sah jeder Frau hinterher..

    Naja dadurch entstanden auch Depressionsanfälle, es folgten 3 Selbstmordversuche (alle verhindert von Freunden, Eltern haben angeblich nichts mitbekommen, und wenn nahmen sie mich nicht ernst) Einiges an Drogenkonsum und Alkoholexzesse..

    Ich konnte mir dann doch helfen, als ich mit 18 Jahren 150km von Zuhause wegzog und dann einen "netten" jungen Mann kennenlernte, der mir anfänglich "gut zugeredet hat" und von dem ich schliesslich ein Kind bekam. In der Schwangerschaft hab ich keinen Gedanken ans Essen verschwendet, um das Kind zu schützen..

    Sooo genug geredet, was ich eig sagen wollte ist, dass ich jetzt (fast 3 Jahre nach der Geburt und nach der Trennung des Mannes) nun wieder darüber nachdenke, das Essen einzuschränken und fühle mich seit einigen Tagen völlig Lustlos und könnte bei jeder Kleinigkeit heulen...obwohl ich keinen Grund dazu habe! Mein Leben läuft in geregelten Bahnen, neuer Freund, Arbeit, bin dabei Abitur zu machen und dem Kleinen gehts super! Bin jetzt mit 21 Jahren also gut dabei...

    Hoffe das sprengt nicht das ganze Forum und dass ich euch nicht soo zu getextet hab... wollts nur mal loswerden..

    LG

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Hallo!
    Gibt es nicht irgendein Auslöser, der Dich wieder zu solchen Gedanken bringt? Oder fühlst Du Dich in irgendeiner Weise überfordert? Meistens kommen solche
    Gedanken ja nicht grundlos. Bist Du in therapeutischer Behandlung? Wenn nein, kann ich Dir nur empfehlen, jemanden zu suchen, bevor diese Gedanken überhand nehmen. Schon allein, weil Du ja jetzt ein Kind hast. Abgesehen davon bist Du ja recht früh Mutter geworden. Kommst Du denn mit dem allem gut klar?
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Neuling Avatar von Fairy
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    Ja eigentlich komme ich gut klar.. dh kam...

    vielleicht liegt es daran, dass ich, da Ferien sind abend nicht mehr rauskomme.. wer weiss.. würde vll die leere in mir erklären, weil ich bin ein Mensch der raus muss..

    Nein, habe nie mit einem Therapeuten geredet...

  4. #4
    Painter
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    Standard Hallo Fairy

    Ja, vielleicht liegt es daran,
    Manchmal sind es Kleinigkeiten, die eine Depressionsphase auslösen.
    Die sind nicht immer leicht zu finden und man kann sie leider nur selber finden.
    (Ich bin auch gerade am grübeln warum es bei mir gerade losgeht, hoffe es ist nur das schlechte Wetter)
    Mit jemanden reden bringt da manchmal neue Einsichten, manchmal tuts auch ein guter Freund.
    Schon erstaunlich das du ohne Therapie soweit gekommen bist, aber denk mal über eine Therapie nach, Natz hat recht du musst jetzt an dich und dein Kind denken.

  5. #5
    Gast2406
    Gast

    Standard

    Wie lange fühlst du dich denn so schlecht?

    Hast du zu ober abgenommen? Wenn ja: in welchem Zeitraum?

    Hast du andere typische Symptome einer Depression? (Antriebslosigkeit, körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Verstopfungen, gedämpfte Sinneswahrnehmung in Form von kontrastarmen und ungesättigten Farben oder beklemmenden/beängstigenden Umgebungen, gestörtes Selbstwertgefühl, Suizidgedanken (oder Pläne), Schlafstörungen, innere Unruhe, Entscheidungslosigkeit, Konzentratiosnstörungen)

    Nimmst du Medikamente?

    Gab es vor Kurzem erschütternde Ereignisse, die als Auslöser für dein derzeitiges Gemüt bestimmt werden könnten, oder kam die Verstimmung aus dem Nichts?

  6. #6
    Neuling Avatar von Fairy
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    Naja eigentlich gehts mir solangsam besser, aber nur weil sich eine Freundin mit ihren Problemen anvertraut hat. Vielleicht fehlte mir dies ja auch unter anderem, anderen Menschen zu helfen damit ich nicht über meine kleinen Probleme nachdenken muss.

    Ich bin dabei abzunehmen, nur hält sich mein Gewicht seit einiger Zeit und so seh ich kein vorankommen damit.. Ich habe auch ständig ein schlechtes Gewissen, weil ich mich in letzter Zeit nicht beherrschen kann was das Essen, speziell Süssigkeiten, betrifft.

    Bei mir läuft das meistens so ab: Wenn ich einen schlechten Tag hatte (meistens betrifft das dann auch meinen Sohn) und mein Freund nach Hause kommt merkt er natürlich, dass etwas nicht stimmt, ich kann ihm dann aber nie sagen warum ich so schlecht drauf bin und fokussiere (leider!) mein Problem auf ihn. Dann kommen meine Vorwürfe mir gegenüber, die zu Selbstzweifel / -hass und dann zu "wieso bin ich damals nicht einfach gesprungen?" übergehen...

    Oft hilft es wenn ich mit ihm darüber rede aber dann kommt mir der Gedanke dass es ihn auf Dauer auch nervt und habe Angst dass er mich deswegen verlässt -.-

    P.S. Danke für die Antworten

  7. #7
    Neuling
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    ich finde schon,daß Du Dich mal einem Therapeuten anvertrauen solltest. Versuch nicht alles mit Dir alleine abzumachen.Laß Dir helfen und die Ursache suchen,damit das Übel an der Wurzel gepackt und ausgerissen werden kann.
    Auch gegen den Heißhunger auf Süßigkeiten lässt sich was finden.Google doch mal unter Heilpraktiker oder Telefonberatung,da wirdt Du sicher fündig.

    Alles Liebe

  8. #8
    Painter
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    Standard

    Hi Fairy,

    hat sie sich nur dir anvertraut oder kannst du auch was von dir Preisgeben?
    Das ist eigentlich, denke ich, das was du brauchst, also bestenfalls Therapie!

    Das mit den Süssigkeiten, kenn ich, ich nehme es jetzt als erstes Warnzeichen, meistens kommt danach nämlich bei mir der Alkohol und dann der Absturz in die Tiefe. ich lerne mich immer besser kennen, auch dank einer Therapie, denk mal drüber nach!

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