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Thema: Essstörung - Holt sie einen immer wieder ein?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Essstörung - Holt sie einen immer wieder ein?

    Ich selbt würde von mir behaupten, das ich seit meinem 8. Lebensjahr essgestört bin. In meiner Pubertät kam es zur Anorexie und Bulimie. Viele Therapien habe ich begonnen und wieder abgebrochen. Habe gelernt "brav" in meiner Welt zu funktionieren. Hinsichtlich des Essens, im Bezug mit anderen Menschen, mit gesellschaftlichen Verpflichtungen. Aktuell habe ich ein normales Gewicht, ernähre mich seit knapp 4 Jahren nun "gesund", bin bei einer Ernährungsberatung, welche mich seit Jahren begleitet. Aber warum ich hier schreiben, was mich belastet und mich immer wieder einholt, ist die Tatsache, dass ich das Gefühl habe gelegentlich mich nach dieser Zeit wieder zu sehnen. Das klingt absurd und völlig krankhaft, dessen bin ich mir bewusst. Ich sehen mich nicht danach jetzt wieder 37 Kilo zu wiegen, sondern nach den Gefühlen die dabei entstanden sind...absurd ich weiß. Ich bin aktuell ja in Therapie und meine Essstörung ist für mich noch präsent, auch wenn sie schon viele Jahre her ist...Verrückt
    Ich frage mich die ganze Zeit nur, ob man nicht immer ein Stück weit essgestört bleibt und nie völlig genesen sein wird. Ob es immer wieder Phasen gibt in denen man schwach wird und in alte Verhaltens- oder Ernährungsmuster zurückfällt..

    Was meint ihr?

  2. #2
    Gast784
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    Standard

    hallo,

    ich stelle mir das ähnlich vor wie bei nem trockenen Alkoholiker. Es wird leichter werden, je länger es zurück liegt, aber eine gewisse Grundstruktur ist nunmal da und wird wohl bleiben. Man kann sie aber ergänzen und erweitern, so dass einem die Flexibilität und der Handlungsspielraum erhalten bleibt, und man nicht mehr in die Destruktivität zurück muss.

    Ich war selber zwar nie essgestört, jedoch kenne ich die Befriedigung, die einem so eine Selbstkasteiung geben kann. Bei mir liefs halt eher über Sport. Auch ich fühle mich dünn wohler als mit meinem heutigen Gewicht, das jetzt im BMI-Normalbereich liegt. Dass ich es veranlagungsbedingt anders gewohnt bin, ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere Teil der Wahrheit hat wohl was mit der Macht zu tun, die in der Entsagung liegt. Und Macht durch Entsagung oder Verweigerung (z.B. Essensaufnahme) auszuüben ist ja eigentlich nur die letzte Möglichkeit, um der eigenen kompletten Ohnmacht zu entgehen. Also so kann ich das bei mir beschreiben.

    Wenn ich mir die Bilder heute angucke, finde ich das knochige auch nicht gerade schön. Und trotzdem würde ich es vorziehen als mein Körperempfinden. Ich hab mich in den letzten 2 Jahren zum Glück aus der Destruktivität und Kargheit heraus entwickeln können. Ob damit meine Gewichtszunahme zu tun hat, k.A. Aber den Hang zur Selbstkasteiung habe ich in der Zeit komplett verloren. Seit gut einem Jahr habe ich einen regelrechten Widerwillen dagegen. Die Fülle meines Lebens zu finden und auszuschöpfen hat das Thema der Armut, Entsagung, Selbstkasteiung abgelöst. Vll hat das auch einfach eine körperliche Entsprechung. Aber ich kann das gut nachvollziehen, was Du schreibst. Ich erlebe das aber eher als das bekannte Alte, das einem vertraut ist, und damit ja auch eine Art Sicherheit gegeben hat, an das ich mich immer wieder erinnere. Deswegen will ich es aber trotzdem nicht mehr leben.

    Der Preis für diese Art von "Freundschaft mit der Selbstzerstörung" ist einfach zu groß. Da hab ich doch zu viel an Lebensqualität gewonnen. Und das muss man sich in solchen Momenten vll einfach auch wieder vor Augen halten.
    Geändert von Gast784 (04.06.2011 um 10:36 Uhr)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Lavender (13.08.2011)

  4. #3
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    also iich hatte damals auch anorexia ( diese art wo man jede aufnahme verweigert)
    nach mehreren therapien habe iich mich über mich bis zur bulimie verbessert..

    iich hatte ne zeitlang mit allen aufgehört..es gibt einen sehr hohen risikofakter das man wieder anfängt, ich habe eine gewisse leere gespürt, und wurde unzufriedener mit mir =/


    es iist ein lebenslanger kampf mit sich selbst

  5. #4
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    hatte auch mal mit ca.10 jahren magersucht. ich war zuerst bei einer psychologin und danach in 2 verschiedenen Kliniken. nach dem ersten klinikaufenthalt hat es wieder angefangen, aber nachdem ich in der zweiten klinik war, ging es mir wieder gut. ich hatte seitdem nie wieder probleme in der hinsicht seit jetzt 14 jahren. also würde ich sagen, dass es möglich ist "geheilt" zu werden.
    vielleicht sehnst du dich ja nach dem gefühl alles unter kontrolle haben zu können bzw. nach dem erfolgsgefühl diszipliniert genug gewesen zu sein??

  6. #5
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    GUten morgen


    Kenne das Problem sehr gut, daher schreibe ich auch.

    Ich habe in meiner Kindheit auch Essstörung entwickelt und sie sind noch immer da. Man sagt, man kann geheilt werden, doch demnach ist es nicht so. Es brauch nur eine Situation zu kommen und schon ist man in diesen muster, obwohl man versucht dagegen zu wirken. Momentan esse ich auch kaum was, bekomme nichts mehr runder, aber ich versuche mich zu zwingen.

    Vielleicht spricht Du einmal mit Deiner Therapeutin, denn das ist wichtig für Dich. Und ich bin der Meinung das man immer diese "Essstörung" beibehält.
    glg

  7. #6
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    Unglücklich Magersucht

    Ich bin seit 20 Jahren Magersüchtig. Wer hat ebenfalls das Problem?
    Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand antwortet.

  8. #7
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    Ist man eigentlich nur magersüchtig, wenn man danach aussieht? Kann man auch gedanklich magersüchtig sein, also dass sich alle Gedanken nur darum drehen schlank zu werden oder dass auch einige Verhaltensweisen und Handlungen in die Richtung gehen?

  9. #8
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    Hallo Traumtänzer!

    Ich denke Magersucht beginnt im Kopf.
    Wie meinst du das mit den Verhaltensweisen und Handlungen?
    Bei mir ist es so:
    Ich war früher, meiner Ansicht nach, sehr dick 75 kg und 164 cm.
    Dann habe ich mir vorgestellt dünn zu sein und habe es geschafft zu fasten.
    Bei mir dreht sich im Kopf seither nur der Gedanke, was darf ich essen,
    wieviel kc hat jenes, komme ich doch nicht mit den Kalorien darüber.
    Alles nur nicht zunehmen.
    Mittlerweile habe ich 43,6 Kg. und bin 163 cm = BMI 16,4
    So fühle ich mich wohl und habe Angst wenn ich nicht mehr Kalorien mit zähle dass ich dick werde.

    Wie ist es bei dir? Ich vermute du bist eine Frau.
    Hast du normal oder untergewicht und
    wenn ich fragen darf, wie alt/jung bist du.

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