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Thema: Ex-Freund gegenüber mir gewalttätig - bin ich Schuld?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ex-Freund gegenüber mir gewalttätig - bin ich Schuld?

    Hallo ihr Lieben,

    ich brauche dringend euren Rat, eure Meinungen, eure Hilfe...
    Damit ihr meine Situation versteht, muss ich leider etwas ausholen..

    Ich war 6 Jahre lang in einer Beziehung mit einem Türken, der in seiner Kindheit viel Gewalt erfahren musste (Vater schlug Mutter und Kinder) und sehr schnell aufbrausend wird bzw. Wutanfälle bekommt.
    Ich kam mit ihm zusammen als ich 15 und noch ein wenig naiv bzw. leicht beeinflussbar war. In den ersten 5 Jahren der Beziehung war er bereits sehr besitzergreifend, extrem eifersüchtig und verbot mir, alleine in Discos zu gehen usw.!
    Ich muss dazu sagen, dass mein Ex nicht gerade der Hübscheste ist und ich nicht schlecht aussehe (soll nicht eingebildet klingen, aber ich hätte weitaus gutaussehendere Männer haben können als ihn und das wusste er auch, deshalb mit Sicherheit auch die große Eifersucht). Seine Eifersucht führte dazu, dass ich den Kontakt zu einer Vielzahl meiner damalige Freunde verlor und fast nur noch Zeit mit ihm verbrachte. Er wohnte quasi bei mir und war rund um die Uhr mit mir zusammen. Die gemeinsame Zeit war auch wirklich sehr sehr schön, da wir einfach zu 100% auf einer Wellenlinie sind und uns super verstehen. Wir hatten die selben Interessen (z.B. selber Musikgeschmack) und es gab in unserer Beziehung selten Streit.
    Wenn es jedoch mal Streit gab, dann artete dieser gleich extrem aus. Gründe für Streits waren meistens andere Männer oder das Weggehen. Er verbot mir, sämtliche männliche Freunde zu haben, war sogar eifersüchtig, wenn ich z.B. in sozialen Netzwerken wie Kwick oder Facebook mit Jungen aus meiner Klasse o.Ä. befreundet war. Ich könnte noch viele Beispiele nennen, die zu einem Wutanfall von ihm führten, aber das würde jetzt zu weit reichen.

    Anfangs schrie er mich "nur" an oder beleidigte mich ("Du ****" etc.) und ließ gelegentlich auch seine Wut an Gegenständen aus (zertrümmerte meinen Glastisch mit der Faust, schlug mit einer Pfanne gegen die Arbeitsplatte in der Küche, kickte meinen Motorroller um, ...). Direkt danach begriff er jedoch immer sofort, dass das nicht richtig war und entschuldigte sich, sagte er könne nichts dafür, er wüsste selbst nicht was ihn dazu treibt, so auszurasten usw... Da die gemeinsame Zeit trotz allem schön war und solche Wutanfälle nicht regelmäßig auftraten, gab ich der Beziehung trotz mehrmaliger Trennung von ihm immer wieder eine Chance. Ich weiß nicht genau, ob es Liebe war, die mich immer wieder zu ihm geführt hat oder einfach Abhängigkeit, Gewohnheit, Angst vor dem Alleinsein.
    Um zum Punkt zu kommen: Da ich mir immer eine glücklichere Beziehung wünschte, suchte ich diese bei anderen Männern. Ich trennte mich von meinem Ex-Freund und kam sofort mit jemand anderem zusammen, merkte jedoch nach zwei Wochen dass mir mein Ex-Freund fehlt und kam wieder mit ihm zusammen. Nach einem weiteren Jahr trennte ich mich dann wieder von ihm (u.A. auch weil ich dachte dass eine Beziehung zwischen einem Moslem und einer Christin sowieso nicht funktionieren würde - aufgrund verschiedener Lebensvorstellungen, Einstellungen zur Kindeserziehung etc.). Auch nach dieser Trennung versuchte ich mein Glück mit einem anderen und kam anschließend wieder mit meinem Ex zusammen.
    Ab diesem Zeitpunkt begann sich die Beziehung zu einem Alptraum zu entwickeln. Im Alltag war zwar alles wie immer und wir verstanden uns nach wie vor super, aber ca. 1 Mal im Monat rastete er einfach aus weil er meinte er kann nicht vergessen dass ich was mit einem anderen hatte.. Dies führte soweit, dass er mir letztes Jahr im Sommer zum ersten Mal eine Ohrfeige verpasste. Nach 5 weiteren Monaten rastete er unter Alkoholeinfluss wieder aus ("Du Schlampe hast mich mit ***** betrogen" --> da waren wir zwar getrennt, aber er fasste das trotzdem als Betrügen auf) und schlug ca. 10-15 Mal auf mich ein, sodass ich eine Platzwunde am Kopf davon trug und würgte mich, sodass ich leichte Blutergüsse am Hals hatte. Auch diesmal tat ihm danach wieder alles furchtbar Leid und ich war so dumm und führte die Beziehung weiter. Nach weiteren 3 Monaten trennte ER sich dann von mir, weil er meinte, er könnte das mit den anderen Typen nicht vergessen etc.! Nach 2 Monaten ergab sich dann bei mir wieder eine Beziehung mit einem anderen. Als mein Ex davon Wind bekam, stand er plötzlich vor meiner Haustür und schlug 2 Mal auf mich ein und riss mich zu Boden. Zum Glück mischte sich ein Augenzeuge ein und rief die Polizei. Daraufhin machte ich bei der Polizei eine Aussage und zeigte ihn an. Die Folge waren Drohanrufe ("Ich schneid dir die Kehle durch", "Ich werde dich überall finden, auch noch in 10 Jahren" etc.). Aus Angst und auch aufgrund meines schlechten Gewissens (er redete mir immer ein, ich sei selbst an allem Schuld, weil ich ja immer die ******* gebaut habe und mit anderen was angefangen habe) zog ich die Anzeige zurück und das Verfahren wurde eingestellt. Die Beziehung zu meinem Ex-Freund schien somit beendet und ich war nach wie vor mit meinem neuen Freund zusammen (insgesamt 7 Monate). Mich ließen die Gedanken an meinen Ex-Freund jedoch nie los, ich träumte nachts von ihm etc.! Außerdem merkte ich, dass ich mit meinem neuen Partner nie auf der selben Wellenlänge sein würde und begann, meinen Ex-Freund zu vermissen. Das führte dazu, dass ich vor 2 Monaten vor seiner Haustür stand und ihm sagte, dass ich die 6-jährige Beziehung zu ihm nicht vergessen kann usw. und wir fingen an, uns wieder regelmäßig zu treffen. Mit meinem neuen Freund ist in der Zwischenzeit deshalb Schluss und ich treffe mich so gut wie jeden Tag mit meinem Ex-Freund, allerdings sind wir nicht zusammen. Wie auch schon damals ist die gemeinsame Zeit total schön, aber natürlich hat es sein Ego sehr gekränkt, dass ich jetzt so "lange" in einer Beziehung mit einem anderen war und mit diesem auch im Bett war (türkischer Stolz). Ich hatte jedoch den Eindruck, dass er in den 7 Monaten, in denen wir getrennt waren, viel ruhiger und ausgeglichener geworden ist, ich konnte mit ihm ganz offen und in Ruhe über alles reden und dachte, wir könnten vielleicht tatsächlich nochmal ganz von vorne anfangen. Bis er vorgestern plötzlich mein Handy ausspionierte und grundlos ausrastete. Er würgte mich kurz und meinte, er könnte mich töten wenn er wollte, aber er würde es nicht tun. Außerdem verlangte er von mir, mich in meinen Facebook-Account einzuloggen und spionierte diesen ebenfalls aus. Da ich nichts zu verbergen hatte und ihm zeigen wollte, dass ich kein Interesse an anderen Männern habe, ließ ich das Ganze zu. Am selben Abend kam er zu mir nach Hause und begann, meine Schränke zu durchwühlen.. Dabei stieß er zum Teil auf Kleidung, die ihm nicht passte (Miniröcke, zu kurze Hosen, Oberteile mit etwas Ausschnitt) und zerriss diese.
    Gestern trafen wir uns erneut und ich dachte, er würde sich bei mir entschuldigen usw., doch er sagte zwar zunächst dass es ihm Leid tue, dies hörte sich aber nicht sehr glaubwürdig an. Hinterher verbesserte er sich dann und sagte, eigentlich tue es ihm gar nicht Leid, da ich selber daran Schuld sei.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Obwohl mein Ex-Freund mir so viel angetan hat, schafft er es immer wieder, alles so hinzudrehen, dass ich Schuld an allem bin. Klar war es nicht in Ordnung von mir, direkt nach den Trennungen was mit anderne Männern anzufangen, aber ich bin nie mit jemandem ins Bett gesprungen, außer mit demjenigen, mit dem ich 7 Monate zusammen war. Außerdem wollte ich doch einfach immer nur glücklich sein. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mich nur mit ihm so super verstehe, trotz allem was passiert ist. Aber er sieht einfach nicht ein, dass er auch daran Schuld ist. Ich hätte ihn doch nie verlassen oder was mit einem anderen angefangen, wenn zwischen uns alles in Ordnung gewesen wäre!! Ich wollte einfach nur eine glückliche Beziehung führen... Aber er begründet seine Wutanfälle mit meinem Verhalten, er sagt ich hätte ihn zu einem Psychopathen gemacht. Dabei war er eigentlich schon immer so, ich bin der Meinung dass sein Verhalten auf seine Kindheit zurückzuführen ist. Er weiß auch selbst, dass seine Kindheit bzw. sein Vater zu einem großen Teil daran Schuld ist und er sagt auch selbst, dass er so nie sein möchte und weiß, dass es falsch ist, so aggressiv zu sein. Aber er hat einfach einen zu großen Hass gegen mich in sich...

    Ich weiß nicht mehr weiter.. Ich kann ihm sein Verhalten nicht mal richtig vorwerfen, da er immer alles auf mich abwälzt und ich seine Wut ja auch irgendwie verstehen kann.. Ich würde so gerne mit ihm zusammen sein, wenn er seine aggressive Seite endlich ablegen würde, aber geht das überhaupt noch? Ich denke, sowohl er als auch ich brauchen psychologische Hilfe... Ich habe solche Schuldgefühle, weil er mir immer wieder einredet, ich sei an allem Schuld usw.! Was soll ich nur tun?

    Danke an alle, die sich den Text bis hier durchgelesen haben und mir mit ihren Meinungen weiterhelfen!

  2. #2
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    Standard

    Entschuldige aber wenn ich sowas lese krieg ich echt das Kotzen. Ich frage mich echt wieso es immer wieder Frauen/Mädels gibt die sich mit solchen Typen einlassen und wenn es dann eskaliert die Schuld auch noch bei sich suchen.

    Was bitte muß noch passieren, damit Du begreifst, daß der Typ einen Knall hat?
    Es gibt gewisse Dinge im Leben, für die man innerlich eine Barriere überspringen muß. Dazu zählen Dinge wie stehlen, fremdgehen, Gewalt gegenüber Frauen, abwertiges Beschimpfen etc.
    All das hat etwas mit Anstand und Respekt vor anderen Menschen zu tun. Sobald diese Hürde einmal übersprungen ist und dann nicht sofort Einsicht einkehrt nachdem man mit den Konsequenzen konfrontiert wurde, ist meiner Meinung nach, definitiv etwas nicht in Ordnung mit dem Charakter dieser Person.
    Du hättest ihm von Anfang an nach dem ersten Vorfall von Gewalt oder allen anderen Dingen ganz klare Grenzen setzen sollen. Nach dem Motto: Passiert das noch ein einziges Mal, bin ich weg ! Und dann natürlich auch daran halten. Dafür ist es jetzt schon zu spät.

    Mädchen wie klein machst Du Dich bitte? Nach allem was er Dir angetan hat rennst Du immer noch zu ihm hin. Der Typ hat nicht den kleinsten Funken Respekt vor Dir. Null !!

    Dafür habe ich gar kein Verständnis.
    Geändert von gordon_gecko (05.01.2012 um 18:08 Uhr)

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    eloy61 (05.01.2012),honeymoon (07.01.2012),martinspin (06.01.2012),raskowitz (06.01.2012),Red (11.01.2012),Thessa (06.01.2012)

  4. #3
    Neuling Avatar von eloy61
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    Hast Du in Deiner Kindheit auch "gelernt", dass Männer Frauen schlagen und demütigen und Frauen das hinzunehmen haben? Falls ja, bist Du das perfekte Opfer und hast Deinen Platz gefunden, falls nein; lauf,lauf,lauf, so schnell und so weit Du kannst und such Dir jemanden, der Dich mir Respekt behandelt.
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  5. #4
    Eliza_Day
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    Standard

    Also,
    1. Du hast überhaupt keine Schuld an dem ganzen.
    Er hat offensichtlich nie gelernt, mit Konflikten umzugehen und es ist wirklich nicht deine Aufgabe, ihm das beizubringen.
    2. Du kannst zusammensein mit wem du willst, egal ob noch am gleichen Tag, an dem die erste Beziehung zu Ende ist. Das geht ihn überhaupt nichts an.

    Ich würde dir ja raten, denKontakt für immer zu kappen, aber ich hab da auch keine Erfahrungen. Ruf doch hier mal an: http://www.big-hotline.de/ Da wirst du hoffentlich bessere Antworten auf deine Fragen bekommen.

    Und nochmal, es ist NIEMALS deine Schuld, wenn jemand die gegenüber gewalttätig wird. Und Kindheit hin oder her, das ist am Ende auch nur ne billige Ausrede. Er wird schon wissen, dass das nicht ok ist, was er da tut. Das ist vielleicht ne Erklärung für seine Probleme, aber keine Entschuldigung.

    Er war dein erster Freund und es ist schade, dass sowas draus geworden ist. Aber ehrlich, du bist mehr wert als so

    LG
    Eliza_Day

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    raskowitz (06.01.2012),Thessa (06.01.2012)

  7. #5
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    Standard

    Nach der Titelzeile, vor dem Text: Wenn Du Dich fragst ob Du schuld bist, bist Du es nicht.

    Nach Deinem Beitrag: Du hast Deine Selbstachtung und Deine Würde verloren. Du läßt Dich von einem Despoten erniedrigen und mißbrauchen. Du bist seine emotionale Mülltonne, an der er ungehindert seinen Frust ablassen kann. Du verhöhnst Dich indem Du ihn da verstehen willst und Dir die Schuld gibst.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    honeymoon (07.01.2012)

  9. #6
    Lill
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    Hi Lady89,

    ich schließe mich meinen Vorrednern an.

    Du bist ihm hörig, und "schuld" bist du deshalb, weil du es nicht schaffst, dich aus dieser gewaltvollen und erniedrigenden Beziehung zu befreien. Ich frage mich auch die ganze Zeit beim Lesen, was es denn eigentlich noch sein kann, wo ihr euch "zu 100%" versteht und was genau du an ihm vermisst? Seine Auffassung vom Leben, dass man andere Personen achtet und sie nicht misshandelt, kann es ja nicht sein. Toleranz gegenüber Andersdenkenden auch nicht.

    Ich glaube, ohne Hilfe kommst du aus dieser Beziehung nicht raus, denn bleibst du drin, kannst du auch durchaus eines Tages tot sein, nachdem, was du an Gewalthandlungen gegen dich hier beschrieben hast. Überlege dir mal selbst, wie die Steigerung hier noch aussehen könnte.

    Du erkennst vor allem nicht, dass solange du das mitmachst, dieses Spiel weitergeht. Da hat jeder seine Rolle - er der Täter, du das Opfer. Irgendwas scheint dir an diesem Opferstatus zu liegen, ansonsten würdest du dich nicht immer wieder freiwillig dort reinbegeben. Aber es liegt an dir, das Spiel zu beenden und zukünftig frei und so selbstbewusst durchs Leben zu gehen, dass du in den Spiegel schauen kannst und sagen kannst: Ich bin ich, und niemand hat das Recht, mich zu beleidigen, mich zu schlagen oder mich zu bedrohen. Und wer das macht, fliegt raus aus meinem Herzen, denn er will mir nichts Gutes!

    Kannst du das sagen?

    Denn das sind Werte und Voraussetzungen, die gelten für jeden. Auch oder gerade für den Lebenspartner, also der Person, der ich am meisten Vertrauen entgegenbringe.

    Wenn du da immer noch nicht rauskommst, versuch es mal anders: Hast du vielleicht eine kleine Schwester? Oder eine beste Freundin? Oder überleg mal - eine weibliche Person, die du sehr liebst? Dann stell dir jetzt mal vor, diese Person kommt zu dir und erzählt dir genau diese Geschichte.

    Was würdest du ihr raten? So von außen betrachtet ...

    Mein Rat: Stell dich mal neben dich, beurteile die Sache mal von außen und nicht schöngefärbt, und dann - hau ab, solange du noch kannst!
    Geändert von Lill (06.01.2012 um 06:05 Uhr)

  10. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Lill für den sinnvollen Beitrag:

    Erwin (06.01.2012),raskowitz (06.01.2012),Thessa (06.01.2012)

  11. #7
    Schreiberling
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    also meinem empfinden nach geht es gar nicht um schuld, sondern darum, herauszufinden, was es mit dir macht und warum du es dir gefallen lässt und natürlich auch darum, herauszufinden, was er dir gibt und weshalb du ohne ihn nicht kannst. schliesslich findest du ja auch immer wieder den weg zu ihm zurück, obwohl du weisst, wie er drauf ist. was also ist in dir, dass du ihn anziehst und seine eifersucht und die art, wie er dich behandelt, in kauf nimmst, nur um mit ihm zusammen zu sein. was hat er, was andere nicht haben? warum suchst du dir jemanden, der die schuld immer bei dem anderen sucht? es heisst, die umgebung ist der spiegel der eigenen seele, was also steckt in dir, dass du es bevorzugst, auf diese weise zu leben? bist du unterbewusst vielleicht doch der meinung, dass du es verdienst, so zu leben?

    jeder um uns herum ist unser lehrer. jeder bringt dir irgendwas bei, du musst nur bereit sein, es herauszufinden. dazu solltest du dir ihn und deine beziehung zu ihm, die bedürfnisse, die er bei dir erfüllt und die sachen, die er dir beibringen soll, gut anschauen. schau dir an, welche glaubenssätze in dir stecken, welche einstellung du zu dir selbst hast und wie du mit ihm und dir umgehst. es gibt einen satz, der da lautet: jeder bekommt das, was er verdient. meinem empfinden nach sollte man diesen satz umwandeln in: jeder bekommt das, was er glaubt zu verdienen. deine einstellungen und glaubensmuster bestimmen dein handeln und das, was du anziehst. wenn du also was ändern willst, dann wirst du dich hinterfragen müssen, wie du denkst, welche einstellung du zu dir selbst und zu anderen hast und wie du lebst. wenn du das tust, wird sich im laufe der zeit dein verhältnis zu dir selbst und zu ihm verändern.

    eins noch: tu das ganze mit verständnis und forscherdrang, aber ohne dich und ihn auch nur ansatzweise zu verurteilen. jeder hat seine gründe für die dinge, die er tut und es ist viel wichtiger, diese herauszufinden und die muster dahinter zu verändern als über schuld und vorwürfe nachzudenken. hinter jedem auch noch so schrägen muster steckt ein guter grund und ich habe gelernt, dass du erst dann wirklich weiter kommst, wenn du anfängst, in den negativen dingen auch etwas gutes zu sehen und dich mit ihnen zu versöhnen.

  12. #8
    Schreiberling
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    Hallo lady89,

    Leider tragen sich derart gewalttätige Ereignisse, wie Du sie beschreibst, wesentlich häufiger zu, als in der Statisik belegt sind. Meine ersten Gedanken zielen auf ein aggressives Milieau, in dem Gewalt auf der Tagesordnung stehen. Aus i-einem Grund scheinen sie auf Dich anziehend zu wirken und Dir vertraut zu sein.

    Ich habe Dir die folgenden Hervorhebungen noch mal in den Post reingestellt. SOWAS IST TABU!
    1 Mal im Monat rastete er einfach aus weil er meinte er kann nicht vergessen dass ich was mit einem anderen hatte.. Dies führte soweit, dass er mir letztes Jahr im Sommer zum ersten Mal eine Ohrfeige verpasste. Nach 5 weiteren Monaten rastete er unter Alkoholeinfluss wieder aus ("Du Schlampe hast mich mit ***** betrogen" --> da waren wir zwar getrennt, aber er fasste das trotzdem als Betrügen auf) und schlug ca. 10-15 Mal auf mich ein, sodass ich eine Platzwunde am Kopf davon trug und würgte mich, sodass ich leichte Blutergüsse am Hals hatte.
    -Nach 2 Monaten ergab sich dann bei mir wieder eine Beziehung mit einem anderen. Als mein Ex davon Wind bekam, stand er plötzlich vor meiner Haustür und schlug 2 Mal auf mich ein und riss mich zu Boden.


    Also nach diesen (Ex-)zessen schafft es ein Ausgetauschter Despot, Dich als Auslöser seiner Brutalität hinzustellen? Das gelingt ihm doch wohl nur mit Deiner inneren Zustimmung?!!
    Ja, ich denke, dass Du unbedingt psychologische Hilfe benötigst. Für das Verhalten anderer Menschen die Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen steht Dir nicht zu!


    Ein weiterer Punkt wäre, dass Du die Geschwindigkeit der Partnerwechsel drastisch reduzierst und die Pausen dazwischen erhöhst. Am Beispiel des Ex erkennst Du unmissverständlich, welch destruktives Potenzial eine nicht verarbeitete Trennung in diesem Milieu hervorbringt. Und die Gewaltspirale wird sich nach oben drehen!

    Ich trennte mich von meinem Ex-Freund und kam sofort mit jemand anderem zusammen, merkte jedoch nach zwei Wochen dass mir mein Ex-Freund fehlt und kam wieder mit ihm zusammen. Nach einem weiteren Jahr trennte ich mich dann wieder von ihm ...
    Liebe scheint hier von beiden Seiten nicht im Spiel zu sein. Tut mir leid. So einfach mal jemanden auszutauschen halte ich für Berechnung.

    Nach einer Trennung brauchst Du eine Auszeit, um den dabei entstehenden Schmerz zu verarbeiten und zu heilen. Zieh eine Therapie durch, welche Deine unbewussten Inhalte aufdeckt und Du wirst auch andere Typen interessant finden. Werde Dir bewusst, dass diese Vorkommnisse anderes als Liebe bedeuten(!)

    Dich mit dem Tode zu bedrohen, wenn Du nicht spurst oder Dir die Gnade zu erweisen, dass Du noch leben darfst, ordne ich schon eher kriminellen Verhaltensweisen zu. Ich denke, Du möchtest auch aus diesem Milieu raus. Dazu wirst Du noch weitere Hilfe benötigen. Bestimmt haben noch einige User im Forum hilfreiche Vorschläge. Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und Erfolg bei Deiner Therapie.
    LG
    ------------------------------------------------------------------------------------

    "Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist; sondern was du denkst, das bist du." (Marc Aurel)
    "Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen" (Aldous Huxley)

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