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Umfrageergebnis anzeigen: Wie stark lebst du momentan im Überlebens-Modus?

Teilnehmer
82. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich lebe und liebe mein Leben extremst.

    4 4,88%
  • Ich liebe das Leben und passe mich dabei auch an unliebsame Gegebenheiten an.

    21 25,61%
  • Ich mag das Leben, auch wenn ich mich immer wieder an widrige Umstände anpasse.

    13 15,85%
  • Mir langt es zu überleben und dabei einen möglichst guten Schnitt zu machen.

    13 15,85%
  • Ich bin nur noch damit beschäftigt, zu überleben.

    31 37,80%
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Ergebnis 41 bis 48 von 48

Thema: Existieren im Überlebens-Modus

  1. #41
    Ste
    Gast

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    Ich empfehle das Buch

    Das *******leben meines Vaters, das *******leben meiner Mutter und meine eigene *******jugend.

    von Andreas Altmann

    http://www.youtube.com/watch?v=9Prm93uHvd4

    Er ist der Meinung, dass man seine Traumata nicht "aufarbeiten" kann und dass man nicht unbedingt (nochmal) durch die Hölle gehen muss um die ehemalige Hölle "aufzuarbeiten".

    Er sagt auch, dass er Opfer nicht leiden kann, weil er selbst zulange ein Opfer war.

    Ich habs gelesen und fand es überwiegend gut und interessant.

    Grüße

    Ste

  2. #42
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    @ ste

    Er ist der Meinung, dass man seine Traumata nicht "aufarbeiten" kann und dass man nicht unbedingt (nochmal) durch die Hölle gehen muss um die ehemalige Hölle "aufzuarbeiten".

    Er sagt auch, dass er Opfer nicht leiden kann, weil er selbst zulange ein Opfer war.

    Ich kenn das Buch nicht, aber der Gedanke ist nicht schlecht.


    Jedes Ding hat 2 Seiten, auch Gefühle

    löste das Handeln des anderen ein positives Gefühl aus, fragte ich mich warum. Ich suchte Wege mich bei meinen Mitmenschen beliebter machen. Ich wollte das Handeln in diese Richtung zu eigen machen.

    Löste der andere ein negatives Gefühl aus, überlegte ich, wie ich es besser gemacht hätte. Das Gefühl etwas dazugelernt zu haben und damit mehr zu wissen, kehrte das negative Gefühl in ein positives um. Ich hatte das Gefühl etwas dazu gewonnen zu haben.

    Oft sehen wir die Welt zu einseitig. Oft auch Schwarzmalerei genannt. Hören wir nicht nur auf die negativen Gefühle sondern auch auf die positiven Gefühle. Lernen wir unsere Gefühle richtig zu deuten und zu nutzen, finden wir ein neuen weg ins Glück.

  3. #43
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Hoi zäme

    Ich glaub auch nicht, dass man nochmals durch die Hölle gehen muss. Nur spüren sollte man den Schmerz schon. Ich glaub auch nicht, dass man die Situation so verarbeiten kann, als ob niemals was gewesen wäre. Diese Annahme wäre natürlich etwas naiv.

    Ich glaub jedoch, dass die schmerzhafte Situation einem hilft, sich in der Zukunft zu schützen. Der Schmerz wird immer gespeichert bleiben, so wie auch jede gute Erfahrung gespeichert bleibt.

    Bei mir schaut es so aus, dass mir bewusst ist, was schief gelaufen ist. Wenn der Prozess so quasi verarbeitet ist, bleibt der Schmerz wie in einer Kammer hinter verschlossener Türe. Er ist ein Mahnung, mich nicht mehr Situationen auszuliefern, wo genau das passiert ist, was nie bewusst gewollt war.

    Gewisse verletzte Anteile können in Sicherheit gebracht werden und mein Erwachsenen-Ich schaut peinlichst genau darauf, nicht wieder in solche Situationen zu geraten.

    Ohne die Verarbeitung dieser unbewussten Aspekte läuft man Gefahr, immer wieder in schädliche Muster zu verfallen, ohne dass einem die Ursache klar ist.
    Liebe Grüsse, Martin

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  4. #44
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    Wow:
    Wir weichen problematischen Situationen aus und schlagen den einfacheren Weg ein.
    Wir beginnen das Verhalten von uns und den anderen zu kontrollieren und geben einer vermeintlichen Sicherheit den Vorzug.
    Wir entwickeln unrealistische Illusionen über uns und die Welt.
    Wir sind innerlich zerrissen und tendieren dazu, uns in eine eigene Realität zu flüchten.


    jetzt verstehe ich warum manche Menschen sich so komisch verhalten aber meine Überlebensstrategie ist nichts davon sondern:
    "ich weiß das ich auf mich alleine gestellt bin und weiche Menschen sogut es geht aus"

    Und zu Deinem Lösungsansatz:
    Offenheit für neue Erfahrungen
    Akzeptieren der Mitmenschen
    Realistisches Weltbild und Interaktionen
    Verwirklichung echter Bedürfnisse


    All das bin ich noch immer und ist für mich Selbstverständnis für Leben. Aber um es zu leben muß man wohl alleine sein den 99% der Menschen (Jugendliche ausgenommen)
    höhnen über solche Lebensweise.
    - offen für neue Erfahrungen ..ha, ich weiß doch schon alles (ausser Sexerfahrungen die fordern natürlich auch alte Männer ein aber sonst wollen sie von neuen Erfahrungen und Horizonterweiterung nichts wissen
    - akzeptieren der Mitmenschen .. Ha, in einer Welt in der Ichbezogenheit und Individualismus als Vorwand für gerechtfertigte Unterdrückung der anderen herangezogen wird??? Schau im Straßenverkehr ..jeder denkt nur an sich.
    - realistisches Weltbild .. wenn ich mit 49 sage ich bin alt dann fallen alle gleichaltrigen und älteren über mich her und meinen ich wäre unrealistisch weil man ja in dem Alter jung sei (fragt mal 18jährige was die davon halten ).
    - die meisten wissen ja gar nicht was ihren echten Bedürfnisse sind bevor sie nicht am Sterbebett darum trauern nicht getan zu haben was sie wirklich wollten.

    Aber es beruhigt mich das es Einstein war der sagte "Alle denken anders als ich , wer hat nun recht? "

  5. #45
    Ste
    Gast

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    "ich weiß das ich auf mich alleine gestellt bin und weiche Menschen sogut es geht aus"
    Das hör ich oft.

    Bedenke aber doch mal dieses:

    Du bist geboren worden von einer Mutter und du wurdest großgepäppelt, solange das nötig war. Du arbeitest für jemand und bekommst Geld dafür, oder du beziehst Geld von der Gemeinschaft. Du bewohnst eine Bude, die dir jemand vermietet hat (hätte er nicht tun müssen) und du benutzt die Infrastruktur dieser Gesellschaft (Strassen, Kanal, frisches Wasser, Geschäfte, Polizei, Ärzte, Krankenhäusser usw.

    Also, ich denke nicht, dass du ausserhalb der Gesellschaft lebst, nicht dann, wenn du sie brauchst und das ist im Grunde immer!

    Ob du nun persönliche und private Beziehungen führst, eine Familie hast und Freunde, Hobbies und Interessen, das ist deine Sache. Wenn nicht, dann wirst du deine Gründe haben. Sofern es beabsichtig ist, so zu leben. Lebst du unabsichtlich so, hast du ein Problem, würd ich sagen.

    Aber schon allein, dass du hier schreibst, zeigt ja dass du "online" bist, im Kontakt, absichtlich und zielgerichtet. Sei es nur, um dich abzulenken.

    Also, mit dem einsamen Helden, das wird nicht, denk ich. Das kannste vergessen. Dazu müsste man erstmal nichts mehr wollen, brauchen, nehmen und man müssten ganz auf sich gestellt sein, nicht nur subjektiv emotional, sondern faktisch.

    Wer das aber zum ziel hätte, den würd ich fragen: Warum?!?

    Grüße

    Ste

  6. #46
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    Haha..aus Deinem Zitat schliesse ich Du bist Österreicher (FPÖ oder ÖVP?).

    Also erst mal kann man in meinen Tagebucheinträgen gut lesen das mich meine Mutter nicht großgepäppelt sondern mißhandelt hat. Großgepäppelt hab ich den Rest der Familie. Und Österreichtypisch ohne Hilfe . Es wird weggesehen (wie bei Kampusch, Fritzl u. Co).
    Und ja, ich bewohne eine Wohnung DIE ICH bezahlte. Das ist kein Akt der Menschlichkeit sondern ein Geschäft aus dem andere profitieren. Hätte ich kein Geld würde ich auf der Straße leben müssen und wäre wieder männlicher Erpressung ausgesetzt.
    Und ja, ich habe gearbeitet und gute Leistung gebracht und dafür wurde ich gezahlt. Nicht aus Menschlichkeit sondern ebenfalls als Geschäft aus dem die Unternehmer profitieren. Das manche Parteien meinen dafür müsse Mensch dankbar sein ist eine große Gehirnwäsche und Herrenmenschendenken. Denn ohne gute Arbeitskräfte (die ein Recht auf Bezahlung haben) verdienen die big Manager auch keine Millionen mehr.
    Nebenbei , habe ich , österreichtypisch, 30% weniger Gehalt als Männer in der gleichen Funktion bekommen (wie alle Frauen).
    Und Straßen, Wasser, Polizei u.v.m. wird von unseren Steuern bezahlt (die auch ich bezahlt habe) und sind ebenfalls kein Geschenk aus Menschlichkeit! Alle Steuerzahler bezahlen dafür!
    Also die oft fallende Aussage von schwarzen u. blauen Politikern "wir sollen dankbar sein für Wasser und Straßen und s.w." sollte nicht gedankenlos nachgebetet werden, es ist nicht deren Geld das dafür aufgewendet wird sondern unser aller Steuergeld.
    Und meine Lebenserfahrung ist, das immer Menschen da sind wenn DIE MICH brauchen aber nie wenn ich jemanden brauche.
    Womit ich nicht sagen will es gibt nur schlechte Menschen . Es gibt sicher auch gute Menschen nur in meiner Nähe halt grad nicht.

  7. #47
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Hoi zäme

    Vielen Dank für die vielen Abstimmungen. Ungefähr 50% hier bewegen sich im Überlebensmodus. Die Grenzen sind wohl fliessen und alle versuchen wohl das Besste aus ihrem Leben zu machen. Die andere Hälfte mag oder liebt das Leben mit all den positiven und negativen Erfahrungen. Interessant sind die vier Personen, die ihr Leben extremst lieben und aus dem Vollen schöpfen. Das schaffe ich persönlich nicht oder noch nicht oder sonst was
    Liebe Grüsse, Martin

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  8. #48
    Ste
    Gast

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    Nein, ich bin aus Bayern

    Ob du nun misshandelt wurdest, oder nicht - du wurdest AUCH großgepäppelt, sonst wärst du ja gestorben.

    Und egal, wie du die Dinge zu sehen pflegst, du bist Teil des Ganzen und nutzt das Ganze, so wie du dem Ganzen nutzt.

    Ich nehm an, dass du darauf schaust deine Plicht zu erfüllen, vermutlich verzichtest du im Gegenzug auf all das, was am Leben schön ist, Freundschaft, Liebe, Spaß am Leben etc.

    Daraus leitest du dann ab, dass du unabhängig lebst und frei bist, dass du aus Vernunft heraus alles unnötige auf ein Minimum reduzierst, weil es halt nur Probleme macht.

    Das sind halt die klassischen Muster, denen ich auch mal gefrönt habe. Nichts mehr und nicht weniger. Nichts besonders also. Im Grunde gar keine eigene Entscheidung, sondern eben nur ein abgesicherter Modus.

    Grüße

    Ste

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