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Thema: Extreme Reaktionen auf bestimmte Filme

  1. #25
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    Standard Solche Filme sind sehr schädlich und lebensfeindlich!

    Zitat Zitat von blubb123 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe eine Frage bezüglich eines "Verhaltensmusters" meiner Freundin, dass meiner Meinung nach nicht als normal eingestuft werden kann:

    Wenn wir Horror oder "Gewaltfilme" gucken, kann sie danach nicht schlafen, bzw. liegt stundenlang zitternd im Bett -> sie hat bestimmte Szenen dauerhaft vor Augen.

    Bei einigen Filmen zeigt sich auch nach Wochen noch ein ähnliches Verhalten, wenn man den Namen des Filmes nennt. Diese Reaktion ist dann jedoch leicht abgeschwächt. Sie ist übrigens 18 Jahre alt. Für einen Erklärungsversuch wäre ich euch sehr dankbar. Viele Grüße, Julian
    Hallo, lieber Julian,
    ich versteh gar nicht warum Ihr Euch dann solche schrecklichen Filme anschaut? Mir würde es ähnlich gehen, wenn ich mich diesem Schund aussetzen würde!

    Deshalb rate ich Dir und Euch dringend, solche abartigen, lebensfeindlich Filme grundsätzlich zu meiden und Euch lieber aufbauende, lebensdienliche Filme anzuschauen, wo man dann ein gutes Gefühl hat und erfrischt und gestärkt für den täglichen Lebenskampf einen Nutzen und einen Gewinne daraus zieht!

    Nur wenige Menschen sind sich bewußt, welchen starken, oft entscheidenden Einfluß Filme überhaupt auf unser Fühlen, Denken und Leben haben und gehen viel zu leichtfertig damit um.

    Ich werde z.B. immer traurig, wenn ich sehe, daß heute Filme ab 0 oder 6 Jahren freigebeben werden, die man früher nicht einmal mit der Freigabe für 18 Jahre zu sehen bekam!

    Die Folgen davon sehen wir ja z.B. in den Schul-Amok-Läufen, die es bis vor ca. 25 Jahren noch überhaupt nicht gab! Dies wird leider von der Gesellschaft einfach so hin genommen, ohne Konsequenzen für die Gewallt- und Porno-Verseuchte Medienwelt!


    P.S.: Ähnliches gilt natürlich auch für Sex- und Porno-Filme!
    Geändert von Rainer-JGS (05.05.2011 um 11:57 Uhr)

  2. #26
    Neuling Avatar von MandyOhneZahn
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    einfach fragen. ansonsten wird sich die frage, wieso sie so reagiert, wie sie reagiert, nie beantworten. und hoffen, dass sie ehrlich antwortet.

    vielleicht hat sie wirklich mal etwas furchtbares in ihrem leben erlebt, das ähnlich war oder was sie in irgendeiner art und weise mit den situationen im film in zusammenhang bringt.
    oder aber sie fühlt/denkt sich einfach nur sehr stark in solche filme hinein.
    könnte aber auch sein, dass sie eine ausgeprägte fantasie hat und das gesehene in ihrem kopf weiterspinnt oder aber auf sich und menschen in ihrem umfeld bezieht.

    ich meine, wieviele menschen weinen bei filmen, nicht nur bei liebesfilmen, auch bei simplen, rührenden szenen? einfach, weil es berührt, weil man mitfühlt. ist doch egal, ob es fiktiv ist, wenn es gut gemacht wurde, kann man sich in jeden film hineinversetzen.

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei MandyOhneZahn für den sinnvollen Beitrag:

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    Ich finde, das Thema stellt sehr schön die immer weiter um sich greifende Pathologisierung unserer Empfindungen dar.

    Eigentlich gut und schön, dass psychische Störungen und Krankheiten immer mehr thematisiert werden, aber dadurch entsteht genau das: Auf einmal muss jemand, der wohl einfach sehr empfindsam ist und deswegen auf solche Filme reagiert, gleich psychisch krank und ein Trauma wird vermutet.

    Nicht jede Abweichung von "Mainstream"-Reaktionen muss pathologisiert werden.

    Und wenn es dich so beschäftigt, dann rede doch mit ihr darüber.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei -grinsekatze- für den sinnvollen Beitrag:

    Rainer-JGS (06.05.2011)

  6. #28
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    Wenn Gefühle und Empfindungen so enorm an Kraft gewinnen, dass sie einen stark negativen Einfluß auf das Wohlbefinden des Körpers haben, kann man es von Zeit zu Zeit schon pathologisieren. Wenn der Betroffene selbst zugeben muss, dass er sich mies oder krank fühlt, dass das jetzt nicht mehr "normal" ist.

    Schlaflosigkeit, das beschriebene Zittern, vielleicht ein erhöhter Puls und unregelmäßiger Atem sind in vielen Fällen Symptome von Angst. Diese wird oft ins Unterbewusstsein verdrängt, kommt jedoch immer dann zum Vorschein, wenn man sich nicht mehr ablenkt bzw. davon läuft, was ganz besonders abends und nachts der Fall ist.

    Filme oder auch Musik sind oft das Spiegelbild der inneren Gefühlswelt eines Menschen. Man hört oder schaut sie sich an, damit man sich nicht so allein fühlt. Es gibt eben noch andere Menschen, die mit gleichen oder ähnlichen Empfindungen leben.

    Worum geht es denn in Filmen mit extremer Gewalt? Doch meist um Menschen, die wie ein Stück Sch***e behandelt werden. Nicht nur in körperlich-fleischlicher Hinsicht. Wenn ich damit sympathisiere, dann entweder, weil mich jemand ebenfalls auf eine ähnliche Art behandelt hat, es vielleicht immer noch tut, oder aber, weil ich mich selbst so behandle.

    Eigentlich läut es immer auf dasselbe hinaus:

    Einsamkeit und Selbstwertgefühl.

    Manche Menschen glauben immer noch daran, dass ein Mensch wertvoller ist, wenn er Schönheit, Erfolg oder Intelligenz besizt. Was weß ich... Jedoch, wenn man ernsthaft daran glaubt, verliert man leider das Selbstwertgefühl. Das Gefühl für den Wert der eigenen Empfindungen und Bedürfnisse. Man fühlt sich ungesehen, eingeengt, schüchtern oder vielleicht ängstlich.

    Einsam.

    Alles selbst erlebt.

    M.

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    honeymoon (10.05.2011)

  8. #29
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    hallöchen

    ja, mir ist sowas auch schon passiert, dass ich filme sah, die bei mir auch auf einmal so extreme reaktionen ausgelöst haben, zum glück bin ich ja nicht allein damit ich wünschte ich wäre schon eher auf die idee gekommen, dass das eine störung sein könnte. allerdings muss man mit den zusammenhängen auch aufpassen - wie gesagt, nicht jeder zusammenhang den man von außen hat, ist auch der, den der Betroffene gerade hat.. Hier ist vorsicht geboten, denke ich mal... weil bei mir war es so, dass bei bestimmten szenen ganz bestimmte erinnerungen auftraten und es war bei mir dann einfach so, dass sich diese erinnerung richtig im schädel festklebten.. und sagte irgendjemand dann so sachen wie die mich daran wieder erinnerten, es kann auch ein titelname sein, war eben zusammenhang abhängig, dann meldete sich der schädel wieder und sagte: "moment, das geht nicht" und führte wieder das gleiche schema an, und zeigte auf einmal sachen, die ich auf einmal wieder sah, aber es schwächte auch bei mir wieder ab... bis zum nächsten Ereignis eben... wie eine schleife, die immer wieder abgespielt wird...

    also ich habe auch kein bock mir solche sachen reinzuziehen, in denen "gewalt" obere rolle spielt und nichts schönes mehr daran ist... sorry aber ich weiß auch echt nicht wie man sich überhaupt sowas anschauen kann...

    warum schaute ich sie mir an? Naja weil man manchmal eben nicht drumrum kommt... da wollen sich doch manche filmemacher als "aufklärer" ansehen und wissen gar nicht, wie quälend solche filme sein können.

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