Hallo SirWiwor,
sorry, aber ich heule hier grade... und wenn ich nicht diesen verdammten "Zwang" in mir hätte, mich irgendwie immer zusammenreißen zu müssen, ja, dann würde ich jetzt wohl hemmungslos weinen... sorry...
Absolut, so sehe ich es mittlerweile auch und ich bin dabei, meine Grenzen abzustecken.Ich denke, der erste und der dritte Aspekt sind gut und bringen dich weiter, aber die Kraft brauchst du wahrscheinlich jetzt vor allem für dich selbst... daher stimme ich gabi zu, dass du der Betreuerin die meisten Aufgaben überlassen solltest. Dass dein Bruder psychisch krank ist, dafür kann er natürlich nichts, aber er raubt dir und anderen dadurch zugleich viel Kraft, die du auch für dich selbst brauchst... Das hat auch nichts mit "mangelnder Liebe" gegenüber deinem Bruder zu tun und damit, dass du zu wenig für deine Familie da bist, sondern mit den eigenen Grenzen, der eigenen Belastbarkeit.
Ich werde darüber nachdenken, welche Rolle ich innehatte bzw. manchmal noch habe, ich denke darüber nach...Vielleicht war es die "Liebe" zu deiner Familie, der Wunsch, die Familie zusammenzuhalten? Es gibt so etwas wie "Familienmythen", das sind Annahmen, auf denen das Zusammenleben in einer Familie aufbaut und mit denen Rollenzuschreibungen verbunden sind. Ein Familienmythos kann zum Beispiel sein "Wir halten alle zusammen, egal, was passiert" und die damit verbundenen Rollen "Einer, der zuhört", "einer, dem vor allem zugehört wird" usw. Solche "Familienmythen" sind sehr stabil und können manchmal dazu führen, dass man bis zur Erschöpfung in ihnen "lebt"... Es lohnt sich, darüber nachzudenken, welche "Rolle" man selber in der Familie hatte und ob man die noch länger einnehmen will oder kann...
Liebe Grüße
ullakind


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