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Thema: familie macht mich fertig

  1. #1
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    Standard familie macht mich fertig

    Hallo,
    seit Jahren habe ich Stress mit meinen Bruder, der auch aufgrund Alkohol und Drogen mir gegenüber mehrfach körperlich gewalttätig wurde, sodass ich auch stationär in Behandlung musste. Die Fam. sieht die Situation nicht so dramatisch und tut es als normalen Geschwisterstreit ab.
    Jahrelang habe ich keinen Kontakt gehabt, da sie mir auch indirekt die Schuld gaben/geben. Denke sie wollten, dass ich mich ihm unterordnete, was meinerseits nicht erfolgte. Vor ca. sechs Jahren begab der Bruder sich in Therapie und trank keinen Alkohol mehr, jedoch Cannanbiskonsum. Ich nahm wieder Kontakt zu meinem Eltern auf, die inzwischen sehr alt sind. Das Verhalten meines Bruder wurde jedoch unerträglich. Er mobbte mich in der Fa. und bei Verwandten und Bekannten. Er erfand Geschichten, dass ich Freundin XX zusammengeschlagen hätte etc. Wenn ich z.B. zu Geburtstagen kommen würde, würde er nicht kommen. Für die Eltern problematisch. Da ich auch einfach die Angst hatte, dass er wieder gewalttätig wird, distanzierte ich mich erneut. Ich befürchtete bei ihm auch eine Psychose.
    Nun ist der Bruder vor noch nicht langer Zeit verstorben. Zur Beerdigung bin ich mitgegangen. Doch für mich war es die Hölle. Die Leute haben sich das Maul auf der Beerdigung zerrissen. Sie haben mir Vorwürfe gemacht, dass ich den Kontakt abbrach, die Mutter leiden ließ und meinen Schwerkranken Bruder nicht besuchte. Die Nachricht der Erkrankung habe ich übrigens von einer Freundin bekommen und nur wenige Tage vor seinem Tod.
    Das erstaunliche ist, dass insbesondere die Exfreundinnen vom Bruder (sie verließen ihn!) am meisten lästerten. Teilweise ließen mich die Leute regelrecht links liegen.
    Mit meiner Schwester und dem anderen Bruder kann ich nicht reden. Sie sehen nur, dass ich ging und denken wenn ich wieder dort bin ist alles in Ordnung. Doch insbesondere meine Mutter verteilt seit Jahren mir gegenüber so manche "Schläge" unter die Gürtellinie.
    Ich bin total verunsichert und isoliere mich, das jedoch schon länger. Gut man kann sagen, bleibe da fort. Doch ich kann dann weder zu Verwandten noch überhaupt in diese Stadt. Zur Info: Psychotherapie war ich schon und bekomme von der KK auch im Moment keine finanziert.
    Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit
    consulina

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Hallo Consulina!
    Wenn ich das lese, schwillt mir der Kamm. Du hast genau das Richitge getan, indem Du dich distanzierst. Es ist ein typisches Suchtverhalten, anderen die Schuld für alles zu geben und offensichtlich haben sich Deine Eltern auch wie Co-Abhängige benommen und suchen einen Südenbock für das "Leid" Deines Bruders.
    Hast Du schon mal dran gedacht, Dir eine Gruppe an Deinem Wohnort zu suchen? Es gibt fast in jeder Stadt Selbsthilfegruppen für Coabhängige, da findest Du sicherlich massenhaft Menschen mit ähnlichen Geschichten.
    http://www.alkohol-hilfe.de/Co/co.htm

    Kannst ja hier mal nachlesen.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
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    Standard Co - verhalten ist der Pkt.

    Hi,
    da hast du wohl recht, dass die Eltern sich wie Abhängige verhielten.
    Nach der E-Kur des Bruders war dieser nur noch bei den Eltern. Urlaub, Tagestouren, täglich dort... Ansonsten soll er entsetzlich viele Computerballerspiele betrieben haben.
    Soweit kann ich nun das Verhalten der Eltern, war wohl eine Symbiose inzwischen, nachvollziehen. Doch das der anderen nicht. Wieso biete ich dann bei (fast) allen diese Projektionsfläche? Kollektiver Wahnsinn, oder wie und wo?
    Zu denn AAlern für Angehörige werde ich gehen. Guter tipp.
    Danke consulina

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Vll. der eigene Frust über die eigene Unfähigkeit?
    Du hast es immerhin noch am besten geschafft, Dich zu distanzieren. Wahrscheinlich ist da auch viel Neid dahinter. Deine Eltern haben ja offensichtlich ein Stück weit ihr eigenes Leben versaut. Eigentlich hätten sie Deinen Bruder ein Stück weit auch fallen lassen müssen. Statt dessen haben sie wohl eher ihr eigenes Leben aufgegeben-Du hast Deins dann doch eher für Dich gelebt. Möglicherweise frustriert sie genau das.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Neuling
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    naja, sie haben die letzten Jahre auch sehr von ihrem Sohn profitiert. Alkohol trank er ja nicht mehr und er fuhr das Auto, also auch die Eltern überall hin. Dabei profitierte er ebenso, nicht zuletzt finanziell. ( besonders für sein Cannabiskonsum) Er ist wesentlich älter als ich gewesen und mit 55 Jahre diese enge Verbindung bzw. Beziehung zu den Eltern ist wohl letztendlich das bzw. sein Ende gewesen. Unterstützt wurde er aber immer schon als Jugendlicher.

    Neid über meinen Rückzug, ja kann gut sein. Der andere Bruder mit Fam. wohnt ja auch zu Hause/ im Haus, also wieder hingezogen vor ca. 10 Jahren. Und dessen Sohnemanns Haschischkonsum wird auch tolleriert.
    Ich hoffe, dass ich hier vor Ort eine gute Gruppe finde. Alleine verwischt sich das alles immer wieder. Wenn du verstehst was ich meine.
    Nochmals danke für deine Antwort.
    consulina

  6. #6
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    Ist ja fast noch schlimmer-im Endeffekt haben sie ihren Sohn dann auch noch für ihre eigene Bequemlichkeit missbraucht. Offensichtlich bestehen in Deiner Familie eine ganze Menge Abhängigkeitsstrukturen, auch dass Dein anderer Bruder auch wieder "zurückgekehrt" ist. Kein Wunder, dass Du zum schwarzen Schaf gemacht wirst.
    Du findest bestimmt eine Gruppe und ich denke, es tut gut, sich diesbezüglich mal auzutauschen-viel Erfolg
    LG, Natz




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