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Thema: Fantasiewelt

  1. #1
    Neuling
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    Standard Fantasiewelt

    Hallo...
    also, ich bin mir nicht wirklich sicher in welches Thema meine Geschichte passt...deswegen schreib ich einfach mal hier, auch wenn es vielleicht nicht ganz passt.
    Es wird wohl eine ziemlich lange Geschichte werden aber ich versuch es möglichst kurz zu halten und würde mich wirklich darüber freuen, wenn sich jemand die Mühe machen würde, es durch zu lesen.
    Ich bin mitlerweile einfach so verzweifelt, ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll...

    Meine Geschichte beginnt 2006. Damals habe ich angefangen mir eine kleine Fantasiewelt aufzubauen. Allerdings waren das nur spinnereien, die ich nach einigen Monaten wieder aufgegeben hatte. Erst 2008 fing es wieder an, und seither wird es immer stetiger. Es gab damals immer weider noch unterbrechungen, in denen ich gar nicht daran gedacht habe und seit einem JAhr vergeht kein Tag an dem ich nciht in dieser Welt lebe.
    Früher hatte ich oft sozusagen..."Identitätskrisen" , da ich sehr unglücklich mit mir selber war und lieber jemand anderes sein wollte, das waren immer andere Menschen. Das ist heute nicht mehr so. Mitlerweile existiere ich in dieser Fantasiewelt als das, was ich unbedingt sein will und alles ist so, wie ich es mir wünsche. Genaueres, was ich mir vorstelle will ich hier nicht unbedingt gleich sagen. Erstens, weil es zu ausführlich werden würde und zum anderen, da es mir auch etwas unangenehm ist.
    Jedenfalls habe ich mir immer vorgestellt, was dann passieren würde, lauter Ereignisse, eine ganze Lebensgeschichte. Und ich kam immer schwerer davon los. Bis vor einem Jahr hatte ich auch sehr oft Tage, an denen es mir richtig mies ging, weil ich wusste das mein Leben nie so werden würde, das aber mein aller aller größter Wunsche war.
    Irgendwann hab ich es einfach akzeptiert, als Teil von mir denn ohne zu leben war für mich unmöglich. Einerseits wollte ich nicht mehr diesen Schmerz spüren, andererseits wollte ich auch gar nicht loslassen.
    Ich bin ein sehr optimistischer MEnsch und ich denke das steht mir da etwas im Wege da in meinem Kopf immer der Gedanke ist, dass du alles erreichen kannst, also wieso nicht auch das? Doch es ist unmöglich und das weiß ich, trotzdem konkurriert das in meinem Kopf.
    Jedenfalls...seit einigen Tagen geht es mir richtig mies. Ich weine ständig weil ich eigentlich allein bin. Ich hab ein paar recht gute Freunde und meine Familie ist großartig, ich hab ein tolles Verhältnis zu meiner Mum und meinen Tanten usw...aber ich kann mit niemandem darüber reden, das ist einfach nicht möglich. Und dann fühle ich mich so allein und sehe einfach keinen Sinn mehr...nein, ich denke nie an Selbstmord. Das hab ich noch nie. Und würde ich auch nicht. Aber das macht mich fast noch verzweifelter. Werd ich mein ganzes Leben in dieser Fantasiewelt verbringen?
    Sie ist immer da. Mitlerweile sogar in der Schule, wenn ich mal allei unterwegs bin. In meinem Kopf, ständig. Manchmal rede ich sogar laut mit diesen Personen, wenn ich allein in meinem Zimmer bin.
    Ich weiß nicht wirklich, was ich mir hier erhoffe, aber...naja, vielleicht ergibt scih ja irgend etwas.
    Ihr könnt mir ruhig Fragen stellen und ich denke schon das ich zu einem Spezialisten gehen sollte...aber ich hab Angst und...wahrscheinlich könnte ich sowieso nicht mit ihm darüber reden.
    Jedenfalls...danke für eure Aufmerksamkeit

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Hailey,

    was für ein Zufall: ich hatte mich heute extra hier registriert, weil ich ein sehr ähnliches Problem habe. Ich will es einmal schildern, damit du siehst, dass du nicht die einzige bist, der es so in der Art geht:

    Ich habe auch eine Fantasiewelt, und zwar schon seit nun fast 10 Jahren.
    Da ist ein Junge, in den ich verliebt bin und noch 2 andere beste Freunde. Die .... "Figuren" basieren auf Charakteren eines Filmes. Am Anfang war ich richtig verliebt, Bauchkribbeln usw. Erste große Liebe usw. Meine Tagträume waren anfangs eher eine Einschlafhilfe, doch haben sich immer weiter ausgebreitet. Ich habe nur noch geträumt - in der Schule, im Bus, vor'm Fernseher, im Bett, ÜBERALL! Bin immer wieder "Situationen" durchgegangen, habe sie mehr und mehr ausgeschmückt. Wie ein eigener Film. Es waren zwar nur Tagträume, aber die Gefühle waren echt. Ich habe mich von meinen Freunden immer mehr distanziert und war nur noch alleine. Nach ein paar Jahren ließ es nach und ich lernte meinen jetzigen ECHTEN Freund kennen. Doch diese Welt holte mich immer wieder ein und ich fühlte mich immer wieder, als ob ich den Jungen aus der erträumten Welt betrügen würde. Mittlerweile sind die Gefühle zwar nicht mehr so stark, aber ich fühle doch diese tiefe Verbundenheit und es fühlt sich so an, als ob ich vor ein paar Jahren WIRKLICH in dieser Welt gewesen bin. Und ich erhoffe mir, dass ich eines Tages dahin zurückkehren kann (Stichwort Leben nach dem Tod usw. - NEIN, bin NICHT selbstmordgefährdet). Jedenfalls liebe ich diesen Jungen mehr als alles andere auf dieser Welt und ich weiß nicht, ob ich jemals jemanden so sehr lieben kann. Er ist das erste, an das ich morgens denke und das letzte, bevor ich einschlafe.
    Und alles ist in meinem Kopf.

    Liebe Hailey,
    was du durchmachst, habe ich auch durchgemacht. Als ich vor 10 Jahren in diese "Welt" gerutscht bin, war ich anfangs glücklich, und dann kurz darauf kam die Zeit, in der ich nur noch geweint habe. Mein Herz hat so sehr geschmerzt, dass ich dachte, es zerspringt gleich. So eine Sehnsucht hatte ich. Das zog sich mit kurzen Unterbrechungen etwa 4-5 Jahre. Ab dann ging es bei mir aufwärts, da ich meinen echten Freund kennenlernte. Mittlerweile ist es so, dass es in Schüben kommt, also diese Sehnsucht. Die Abstände sind meisten 5-8 Monate. Dann überkommen mich abendliche Weinkrämpfe, weil ich niemals mit dem Jungen aus der "anderen Welt" zusammensein kann. Aber es ist dann bei weitem nicht mehr so schlimm wie früher.

    Ich habe schon oft überlegt deswegen zu einem Therapeuten zu gehen, aber ich habe auch Angst, dass es mir "weggenommen" wird, denn diese Welt ist scheinbar das einzig wirklich Konstante in meinem Leben und ein Rückzugsort, wenn ich Angst habe.

    Mehr fällt mir erstmal nicht ein. Würde mich freuen, wieder von dir zu hören!

    LG, Herbstwind

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei herbstwind für den sinnvollen Beitrag:

    Hailey (17.09.2011)

  4. #3
    Neuling
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    Hey
    Hab mich erstmal sehr über deine Antwort gefreut.
    Weißt du, bis vor ca einem halben JAhr dachte ich wirklich, ich sei die einzige die sowas hat...aber dann habe ich in einem ähnlichen aber irgendwie inaktiven Forum jemanden gefunden, dem es auch ähnlich geht. Leider hab ich den Kontakt zu ihr verloren...

    Jedenfalls, so wie du das beschreibst kommt es meiner Sache wirklich sehr ähnlich, nur dass die Welt eben anders aussieht. Ich würde fast sagen, bei mir umfasst es viel mehr Aspekte, viiiele Personen. Auch diese Personen gibt es in Wirklichkeit..nunja...mehr oder weniger^^ Das ist alles ein wenig kompliziert. In diesen 5 Jahren habe ich mir ne ganze Geschichte mit Zusammenhängen geknüpft, da ist es echt schwer mit zu kommen.

    Darf ich denn fragen, wie alt du bist?

    Ich weiß einfach gerade nicht was ich will...dass es aufhört, oder...naja, wie du sagtest. Dort bin ich immer willkommen, kann mich zurück ziehen, werde geliebt, gebraucht und respektiert. Es is einfach besser als im realen Leben, aber man muss höllisch aufpassen, um nciht den Boden unter den Füßen zu verlieren...

  5. #4
    Schreibkraft Avatar von Mindsiege
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    Ich schätze mit meiner Antwort werde ich dir kaum eine Hilfe sein, aber ich finde, eine eigene Fantasiewelt zu haben, ist doch gar nicht mal so schlimm. Du sagtest dein Problem mit ihr sei, dass du dein wirkliches Leben mit ihr vergleichst. Aber siehs doch mal so: jeder hat Wünsche und Träume die er irgendwann mal aufgeben muss, aber du hast hier die Möglichkeit diese zu mindest in deiner Traumwelt zu Leben, du sagst ja selbst, dass dort immer jemand auf dich wartet und dich liebt(wie wünschenswert). Ich finde solange du in der Lage bist, deine zweite Welt auszublenden wenn du mit anderen Menschen in Kontakt bist (also wenn jemand zuguckt, zuhört oder dein von der Gesellschaft abgelentes Verhalten sonst wie mitbekommt), dann ist das doch keine schlechte Sache. Ich weiß immer noch nicht wie das bei dir jetzt genau aussieht (wolltest du ja leider nicht erzählen, ich würds mir schon gerne anhören), aber wenn du noch Fantasie und Realität unterscheiden kannst, finde ich diese Sach nicht verwerflich. Okay, ich bin jetzt wahrscheinlich eine Ausnahme und vielleicht nicht die beste Referenz, aber ich finde das Leben in einer Traumwelt ja fast schon beneidenswert, da dies einen fantastischen Ausgleich zu jedem Dreck der dir im wirklichen Leben passiert bildet (ich wette ich muss mir jetzt ganz viel Kritik von anderen Mitgliedern anhören, aber so denke ich nunmal).

    Denk doch Mal darüber nach und egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir, dass du glücklich wirst.

  6. #5
    Neuling
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    Hallo Hailey,

    ich bin jetzt 24 Jahre alt. Also mit 14 Jahren hat alles irgendwie angefangen. Ich wusste lange auch nicht, was ich wirklich will.
    Egal, für was man sich entscheidet: es ist immer irgendwie mit Schmerz verbunden.

    Zu wissen, dass alles nie real sein wird, schmerzt.
    Aber es tut auch weh, wenn man alles aufgibt.

    Und letztlich entscheidet sowieso das Herz.

    @Mindsiege
    Ja, es hat natürlich seine guten Seiten - vor allem dieser Aspekt der Sicherheit und Geborgenheit. Aber früher oder später nehmen die Gefühle überhand und es wirkt sich auf das "reale" Leben aus, ob man will oder nicht. Ich z.B. bin seit 10 Jahren in jemanden verliebt, den es nicht (wirklich) gibt. Denkst du, es ist immer das leichteste auf der Welt mit einem "realen" Partner zusammen zu sein? Leider nicht.
    Aber ich würde diese Welt auch nicht mehr missen wollen.

    LG, Herbstwind

  7. #6
    Neuling
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    Hallöchen

    Eure Beiträge haben mich gerade sehr stark an mich selbst erinnert.

    Ich bin seid ich denken kann, auch durch Familie ein recht...esoterischer Mensch, naja man kann es eher spirituell nennen *g* Ich sauge seid dem jegliche Medien , was Fantasy angeht hinein, das fing schon als Kind an. Wo andere Ponygeschichten gelesen haben, haben mich Vampire interessiert

    Mit ca. 12 Jahren fing ich dann an mir meine eigene Traumwelt aufzubauen, meist durch "Einschlafgeschichten". Auch hatte ich öfter die Vorstellung von (hört sich jetzt vielleicht etwas blöd an) -> Portalen, die sich auftun, durch die man schlüpfen kann und in einer Fantasywelt landet. Dieses manifestierte sich aber leider bei mir auch in gewissen Lebenskriesen. Probleme mit Freund, mit Freunden, Familie.... so sehr das ich mir irgendwann wünschte das diese Wesen auftauchen, mich abholen oder das sich Portale auftun und ich --- einfach weg bin!

    Habe ne Menge Mist erlebt, ne Menge Freundeskreise gehabt, die mir nicht gut taten und mich oft zurück gezogen, alleine gewesen und mir gewünscht, das meine Traumwelt endlich Realität wird. Ich war dann auch öfter im Wald, weil ich mich dort näher finde.

    Derzeit fühle ich mich wieder ganz gut, auch durch die Trennung von meinem Ex und habe ein tolles Hobby gefunden, was mich (auch was diese Sachen angeht) ausfüllt (bin aktive Geisterjägerin und jedes Wochenende unterwegs , um Phänomenen auf den Grund zu gehen)... ich habe es noch öfters, das sich vor mir, in meinen Gedanken dieses Portal auftut... aber genau dann... hab ich irgendwie ne blockade da durch gehen zu wollen...ich will nicht... ich will mein Leben nicht verlassen, meine Freunde, mein Team....

    Ich persönlich habe mir einfach einen Ausgleich zu eben jener Traumwelt gesucht... das so ein wenig daran angrenzt... vielleicht hilft das euch ja auch... vielleicht ein Hobby, was nicht ganz gewöhnlich ist... vielleicht etwas, was dem nahe kommt... und das ganze..auf reelle weise, ablösen kann... (womit ich nicht sagen will, das die Traumwelt damit weg ist... sie existiert bei mir auch noch ...aber in einem schönen und geregelten Sinne)

    Liebe Grüße, Zara

  8. #7
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    Willkommen in der Fantasiewelt =)

    Ich leb dort auch, man kennt mich dort.

    Bei mir fing das als Kind an, das ich mir zum Abend immer irgendwelche Geschichten "ertagträumt" habe. Ich hatte sogar so persönliche Lieblingsgeschichten, die ich dann immer wieder neu, manchmal auch hintereinander, erträumte.

    Irgendwie hatte das bei mir nie so richtig aufgehört. Ist ja immer alles steigerungsfähig Bei mir verwischen sich sogar manchmal fantasie und wirklichkeit. Manchmal (oh man ich bin doch keine 5 mehr... aber naja) ich spiele dann manchmal so spiele, wenn ich unterwegs bin, weil mir langweilig ist und mir grade nichts besseres einfällt - Fantasiespiele mit Zufällen, da gibs immer was zu guggen =). und manchmal erschreckt mich das dann so, weil ich dann vom zufälligen Ereignissen getroffen werde und denke: das kann doch jetzt nicht wahr sein. Manchmal komm ich da nur schwer wieder raus... bzw ich weiß gar nicht ob ich da wirklich je raus bin Die eigene Welt ist immer noch die schönste.

    Die Fantasiewelt sollte natürlich nie eine Flucht darstellen. Aber was soll man tun unterwegs wenn Busfahrten, Laufereien nunmal so langweilig sind.
    Aber lest lieber nicht zuviel von mir - könnte Ansteckend sein.
    Geändert von honeymoon (27.10.2011 um 04:15 Uhr)

    Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
    Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  9. #8
    Schreiberling Avatar von Mariposa
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    Hallo alle zusammen,

    ich denke, so eine Fantasiewelt ist nichts Schlechtes....
    Denke eher, es ist schlimm, wenn man keine Träume mehr hat...
    Überhand nehmen sollte es natürlich nicht....sondern vllt. eher Anregung oder Ziel darstellen, was man sich vom Leben wünscht....und wenn man Ziele vor Augen hat und sich bemüht, sie wahr werden zu lassen.....hat doch eher eine positive Wirkung....
    Ich kann sagen, meine Fantasiewelt ist zu großen Teilen Wirklichkeit geworden....und das macht mich sehr glücklich
    LG von Mari
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