Hallo zusammen,
Ich bin neu hier im Forum, und komm jetzt mit einem (für mich leider sehr alten) Problem, und erhoffe mir zumindest ein paar Erkenntnisse darüber.
Vorab-Daten zu mir:
Ich bin männlich, derzeit wieder solo, und mittlerweile 37 Jahre alt, und mein Leben läuft ansonsten in relativ geregelten Bahnen. Meine Eltern leben getrennt seit ich 6 Jahre alt bin, zum letzten Mal gesehen habe ich meine Vater glaub mit ca. 9 Jahren, ich weiß theoretisch sogar nichtmal, ob er noch lebt. Nur mit meiner Mutter hab ich regelmäßigen und guten Kontakt.
Meinen Vater hab ich (soweit ich ihn noch kennenlernen durfte) in eigentlich guter Erinnerung. Er war eine ruhige, angenehme und umgängliche Persönlichkeit (so hats mir meine Mutter auch immer wieder bestätigt). Schläge gabs von ihm nie.
Von meiner Mutter bestenfalls nur, wenn ich es wirklich verdient hatte, aber insgesamt eher selten und nicht übertrieben. Auch wenns mir bei ihr gut ging, wars jetzt nicht unbedingt eine übersprudelnde Liebe, die ich von ihr erhalten habe. Sie selbst war halt auch sehr streng erzogen, und hatte einen (für meine Ansichten "schrägen") Vater (also mein Opa, der heute nicht mehr lebt).
Mein (soziales) Problem:
Als Kind oder Jugendlicher, und selbst als früher Erwachsener, mussten Freunde die mich irgendwohin mitgenommen hatten, echt aufpassen, dass sie mich unterwegs nicht vergessen, so ruhig und unauffällig war ich. Geredet hab ich nicht gerade wie ein Wasserfall.
Das hat sich im Laufe der Jahre zwar gebessert, könnte sich trotzdem aber noch mehr tun. Was mir besonders zu schaffen macht ist, dass ich mich in gesellschaftliche Gruppen, nicht so wirklich einfügen kann. Dort werde ich unsicher, weiß dann auf einmal nicht mehr so richtig, mit wem ich reden kann, und vor allem über was. Ich werde defensiv, teilweise kann man es fast schüchtern nennen.
Die Folge ist, dass sich andere dann auch nicht so richtig an mich heranwagen, und irgendwann hab ich dann schnell die Nase voll, ziehe mich zurück, am besten wieder heim, so nach dem Motto: "My Home is my Castle".
Und jetzt kommt das eigenartige: Wenn ich die exakt gleichen Leute aber einzeln treffe, zufällig unterwegs oder geplant nach Einladung, dann komm ich mit den Leuten wunderbar klar, kann plappern wie ne Kaffeetante, und dann kommen durchaus sehr geballte Dialoge zustande, die einen mehrstündigen Nachmittag oder Abend locker füllen können. Ich fühle mich dabei sehr sicher und selbstbewusst, und kann völlig aus mir rausgehen, also so sein, wie ich bin.
Sind es zwei oder drei Personen, gehts vielleicht auch noch grade so. Aber je größer eine Gruppe wird, desto schwieriger wird es wieder, und ich geh irgendwann unter, fühle mich deshalb nicht wohl, und würde am gernsten die Fliege machen deshalb.
Treffe ich die gleichen Leute, mit denen ich "alleine" wunderbar klar gekommen bin, Tage später wieder innerhalb einer größeren Gruppe, dann tauchen auf einmal diese Riesenwände an Hemmungen auf, und ich kann mit den gleichen Personen nicht mehr viel anfangen. Ich könnte mich selbst verprügeln für diese Verhaltensweise, denn es zerstört mein gesellschaftliches Leben sehr massiv.
Achja, ein weiteres Phänomen noch: Ich kann mich Frauen gegenüber viel mehr öffnen, komme schneller mit ihnen klar, werde viel schneller warm und komm ins Plappern, wie bei Männern. Ich hab auch schon mehrere Partnerschaften mit einer Frau gehabt, hab da jetzt nicht so arge Probleme, sowas anzugehen. Nur beim ersten grundsätzlichen Kennenlernen vielleicht, aber das ist jetzt nicht das Problem hier in diesem Thread. Will nur sagen, das ich grundsätzlich beziehungsfähig bin, sonst hätten es ein paar Damen nicht mehrere Jahre lang mit mir ausgehalten ;-) Die Gründe für eine Trennung, waren in der Regel anderer Art.
Ich wäre dankbar für Meinungen. Was mich halt interessieren würde, wie kann ich dieses "Gruppen"-Problem in den Griff bekommen?
LG


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Also ich kann schon was, so ist es nicht. Aber hält sich im Hinblick auf die Zahl 5000, wohl eher in Grenzen...



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