psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 12

Thema: Fehler über Fehler

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    18.10.2011
    Beiträge
    5
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Fehler über Fehler

    Hallo,

    zunächst einmal ich bin neu hier. Darum Stelle ich mich erst einmal vor. Ich bin derda87 (möchte anonym sein hoffe das ist ok) bin 24 Jahre alt und komme aus einer kleinen Stadt im Norden von NRW. Beruflich arbeite ich als Kaufmann im Großhandel im Büro.

    Jetzt zu meiner Situation:

    Seit Anfang meiner Ausbildung (2006) bin ich im gleichem Betrieb. Das ist soweit ja Schonmal gut allerdings mache ich seit dem immer viele Fehler. Teilweise sogar große wo ne Menge drann hängt. Das endet dann Meist im Geschreie meiner Vorgesetzten. Allerdings auch bei allen Fehlern. Besonders schlimm finde ich Kommentare wie du kannst ja nicht mal Zählen.

    Stimmt da waren peinliche Fehler drinn. Sowas passiert dann andauernd ständig nur Kleinigkeiten. Meine Konzentration an sich ist eigentlich gut. Nur auf der Arbeit geht sie irgendwo in meiner Gedankenwelt flöten.

    Ich bin ein sehr sentimentaler Mensch der sich alles zu Herzen nimmt. Mich anständig zurück äußern kann ich nicht da fehlt mir wohl das Selbstvertrauen.

    So denke ich sogar zuhause im Traum und wo es noch möglich ist über die Fehler nach.

    Dass, so finde ich, setzt mich tierisch unter Stress aus dem ich nicht komme. Ich merke quasi immer einen starken Druck. Am liebsten würd ich mich Manchmal verkriechen. Flüchte mich dann gerne in PC Spiele oder zu Freunden. Aber der Gedanke an die Arbeit kommt immer wieder. Es geht so weit das ich sogar Privat, ja fast Depressiv bin. Dabei bin ich eigentlich ein frohes Wesen.

    Ich Suche ein Ausweg aus diesem Kreis und dachte Ihr könntet mir ggf Tips geben.

    Danke Schonmal fürs durchlesen

    Lg

  2. #2
    Schreiberling
    Registriert seit
    23.07.2010
    Beiträge
    431
    Danke
    54
    49 mal in 44 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von DerDa87 Beitrag anzeigen
    Ich bin ein sehr sentimentaler Mensch der sich alles zu Herzen nimmt.
    Das fasst vermutlich alles zusammen. An sich klingst du wirklich so. Da sind eine Menge an Schritten zu gehen, um das Selbstvertrauen aufzubauen.

    Wann warst du denn das letzte Mal stolz auf dich? Was hast du da gemacht?
    aufwachen, träumerle...!


  3. #3
    Schreiberling
    Registriert seit
    12.10.2011
    Beiträge
    491
    Danke
    79
    83 mal in 71 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo DerDa87,
    Mir fallen da ein paar Ausdrücke auf:
    Ich bin ein sehr sentimentaler Mensch der sich alles zu Herzen nimmt.
    Warum nimmst Du Dir alles zu Herzen?

    denke ich sogar zuhause im Traum und wo es noch möglich ist über die Fehler nach.
    Suchst Du nach Lösungen? Oder wie genau?
    Machst Du Dir Schuldgefühle?

    Ich merke quasi immer einen starken Druck. Am liebsten würd ich mich Manchmal verkriechen.
    Verkriechen? Hat das mit Angst zu tun?
    Flüchte mich dann gerne in PC Spiele oder zu Freunden.
    Da sticht mir das Wort "Flucht" in die Augen. Das könnte ein Kernelement sein.
    Wie siehst Du das?
    LG Sonnenkraut

  4. #4
    Neuling
    Registriert seit
    18.10.2011
    Beiträge
    5
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    danke schon einmal für die Antworten.

    @Fernsehturm

    Das letzte mal wirklich Stolz war ich bei einer Veranstaltung die wir vom Verein aus gestartet haben. Ich bin da wohl 15 Stunden rumgerannt und hab gemacht getan. Als der Tag vorbei war und alles gut ging war ich zwar ko aber auch Stolz

    @Sonnenkraut

    Warum nimmst Du Dir alles zu Herzen? :
    Warum ich mir das zu Herzen nehme weis ich selber nicht so. Ich denke ich trenne Wesentliche dinge zwischen Arbeit und Privatem nicht richtig. Wäre nen Ansatz bin mir aber nicht sicher.

    Suchst Du nach Lösungen? Oder wie genau?
    Machst Du Dir Schuldgefühle?
    :
    Es ist son Misch aus allem. Zunächst denke ich garnicht so groß drüber nach. Später dann kommen Schuldgefühle und ich Verurteile mich schon fast selber. Ich rede quasi selber gegen mich ein. Danach denke ich über Lösungen nach. Da lande ich dann wieder bei den Schuldgefühlen usw. Total wirr manchmal

    Verkriechen? Hat das mit Angst zu tun? :
    Das könnte man denke ich so sagen. Angst vor dem Fehler bzw. Angst vor dem darauf folgendem Theater. Wobei das Theater schlimmer ist.


    Da sticht mir das Wort "Flucht" in die Augen. Das könnte ein Kernelement sein.
    Wie siehst Du das?
    :
    Flucht habe ich ziemlich bewust gewählt weil es stimmt. Die beiden Sachen gehören zu den wenigen auf der Welt die mich wirklich von etwas ablenken können. Die Sache dabei ist, dass die Flucht nichts löst nur aufschiebt. Das habe ich bereits gemerkt. Wie und was ich mich stattdessen stellen sollte weis ich dabei nicht.

    Vielleicht ist es echt wie von Fernsehturm beschrieben ja das Selbstvertrauen. Aber ich weis nicht wie ich das aufbauen soll, wenn ich nach jedem kleineren Erfolg ne größere Schippe Dreck zurück geworfen bekomme.

    Aber alles interessante Denkansätze

  5. #5
    Schreiberling
    Registriert seit
    12.10.2011
    Beiträge
    491
    Danke
    79
    83 mal in 71 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,
    Ich denke ich trenne Wesentliche dinge zwischen Arbeit und Privatem nicht richtig.
    Wäre eine Möglichkeit. Abgrenzung (geistig) Dürfte allmählich mit Übung gelingen. Zur Kontrolle vielleicht auch aufschreiben oder Liste.

    Zunächst denke ich garnicht so groß drüber nach. Später dann kommen Schuldgefühle und ich Verurteile mich schon fast selber. Ich rede quasi selber gegen mich ein.
    Also vielleicht (sinnbildlich) zu Beginn nur wie ein kleiner Funke, der sich zu einem Großbrand entzündet?

    Angst vor dem Fehler bzw. Angst vor dem darauf folgendem Theater.
    Manche Abläufe haben in der Kindheit begonnen und haben sich durch Wiederholung eingeschliffen. Fällt Dir hierzu was ein?

    Mit Schuldgefühlen wird doch wohl kein Kind geboren. Wie streng waren denn die Eltern? Hat ein Elternteil vielleicht auch ein Theater aufgeführt?
    Gruß Sonnenkraut

  6. #6
    Schreiberling
    Registriert seit
    23.07.2010
    Beiträge
    431
    Danke
    54
    49 mal in 44 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von DerDa87 Beitrag anzeigen
    Das letzte mal wirklich Stolz war ich bei einer Veranstaltung die wir vom Verein aus gestartet haben. Ich bin da wohl 15 Stunden rumgerannt und hab gemacht getan. Als der Tag vorbei war und alles gut ging war ich zwar ko aber auch Stolz
    Ja gut, ich hatte gehofft, du erzählst ein bisschen mehr darüber.
    Egal. Kann es daran liegen, dass du dich viel bewegt hast? Machst du Sport bzw. bewegst du dich viel?
    Der Verein bedeutet dir viel, oder? Und du bist mit Freunden zusammen? Du hast Pflicht und Vergnügen miteinander verbunden, also ist die Trennung zwischem Privaten und Arbeit vielleicht nicht automatisch die Lösung...?
    Außerdem hast du die Resultate sehen können. Ging es dort schneller als auf Arbeit? Mir geht's manchmal so, dass mit der Zeit das Streben nach Perfektion wächst. Deswegen habe ich immer wenig Lust auf etwas und strenge mich wohl kaum an. Ansonsten sitze ich und sitze und sitze, bis ich die Nase voll habe. Nach Jahren der Sitzerei und der Abneigung habe ich dann immer mehr angefangen, blöde Fehler zu machen. Meine Erklärung lag immer in allem, was ich versäumt habe zu lernen. Das ist ein Fehler, weil die Situation auch unabhängig betrachtet werden muss. Du bist der Neue gewesen, nicht? Neue machen Fehler. Wenn deine Kollegen das nicht berücksichtigen, haben sie ein Problem, weil ihnen die nötige Empathie fehlt, um dich aufzubauen.


    Vielleicht ist es echt wie von Fernsehturm beschrieben ja das Selbstvertrauen. Aber ich weis nicht wie ich das aufbauen soll, wenn ich nach jedem kleineren Erfolg ne größere Schippe Dreck zurück geworfen bekomme.
    Alles selbst erkannt!
    Was macht dich am meisten am nervös? Die Anwesenheit der anderen, die Sprüche, neue Aufgaben?
    aufwachen, träumerle...!


  7. #7
    Neuling
    Registriert seit
    18.10.2011
    Beiträge
    5
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Wäre eine Möglichkeit. Abgrenzung (geistig) Dürfte allmählich mit Übung gelingen. Zur Kontrolle vielleicht auch aufschreiben oder Liste.
    Das werde ich auf jeden Fall versuchen. Denke schlecht kann es nicht sein. Mal zuhause nen klaren Kopf zu bekommen.

    Also vielleicht (sinnbildlich) zu Beginn nur wie ein kleiner Funke, der sich zu einem Großbrand entzündet?
    Das triffts sehr genau. Das Feuer geht dann auch mal aus. Allerdings brennen bis dahin schon wieder ein paar.

    Manche Abläufe haben in der Kindheit begonnen und haben sich durch Wiederholung eingeschliffen. Fällt Dir hierzu was ein?

    Mit Schuldgefühlen wird doch wohl kein Kind geboren. Wie streng waren denn die Eltern? Hat ein Elternteil vielleicht auch ein Theater aufgeführt?


    Mein Vater war etwas strenger. Allerdings nie wirklich laut. Es war auch nie so, dass ich Angst vor Ihm oder wem anderes in der Familie hatte. Meine Kindheit an sich fand ich ganz gut

    Probleme mit Fehler/Stress/Theater hatte ich auch in der Schule kaum. Ich war zwar nicht beliebt. Ehr das Gegenteil. Aber meine Noten waren immer gut .

    Die ganze Geschichte fing ziemlich abruppt mit Beginn der Ausbildung an. Zumindest spürbar.

    @Fernsehturm:

    Ich wollte jetzt nicht einen ganzen Roman schreiben Ich habe fürher viel Sport gemacht. Heute kaum noch. Was ich schon bedauere. Bin ne Zeitlang ins Fitnesstuio aber das erfüllt mich nicht. Würde lieber einen Mannschaftssport betreiben wie Fußball, Handball oder ähnliches. Ich mache lieber was mit Leuten.

    Bei der Veranstaltung konnte ich mal Resultate sehen. Auf der Arbeit sehe ich als Resultat meist nur was schief ging. Wie der ganze Ablauf ist weis ich eigentlich nur noch theoretisch.

    Damals war ich der neue jap. Es hatte sich echt erst hoch geschaukelt. Dann habe ich wohl erstmal ne Zeit gehabt in der alles recht gut lief. Ich meine ab und zu mal Fehler sind ja ok. Aber in der Masse wie sie kurz darauf wieder kamen ging ich dann etwas unter. Da unten dümpel ich jetzt quasi rum und suche eine Leiter. Meine Kollegen sagten mal zu mir, Sie merken das ich mich anstrenge. Aber Fehler die nicht passieren dürfen nerven nunmal zumal mir das schon 100x gesagt wurde. Was ich ja auch verstehen kann.

    Alles selbst erkannt!
    Was macht dich am meisten am nervös? Die Anwesenheit der anderen, die Sprüche, neue Aufgaben?


    Wirklich nervös bzw. schon fast Angst habe ich vor den Sprüchen bzw. das Meckern nach einen Fehler. Der Fehler an sich ist sekundär wenn auch nicht schön. Nur er ist das, was mich in diese Situation gebracht hat. Ich werde teilweise am Tag mehrmals richtig angeschrien. Die sind dann richtig sauer. Damit komme ich nicht ganz klar. Erwiedern kann ich dann nichts. Manchmal bin ich dann ja auch im Recht. Das kann ich dann nicht durchsetzen weil ich nicht zum Reden komme. Das wurmt mich auch immer.

    LG
    Geändert von DerDa87 (18.10.2011 um 18:40 Uhr)

  8. #8
    Schreiberling
    Registriert seit
    12.10.2011
    Beiträge
    491
    Danke
    79
    83 mal in 71 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,
    Aktivitäten bedeuten Handlung. Handlung beruhigt. Die Ablenkung am PC bedeutet "Bilder". Das Gehirn denkt meines Wissens in Bildern. Die Bilder am PC ersetzen die "Katastrophengedanken". Die Gedanken drehen sich im Kreis und schaukeln sich hoch wie ein Wirbelsturm. Vor dem würde ich mich auch verkriechen. Macht das noch Sinn für Dich?
    Ich schreib einfach mal weiter.

    Sich ein Leben lang an den PC zu flüchten wirst Du auch nicht wollen.

    Also da gibt es etwa als Ersatz Suggestionsformeln. Ist etwa so, mit positiven Aussagen, die man so lange "herunterbetet", bis die Gedanken aufgehört haben, sich zu drehen. Die REligionen haben diese Technik in Form von Gebeten. Du kannst jederzeit eine DIN A4 Seite mit positiven Suggestionen aufschreiben. Falls Dir diese Strategie zusagt, solltest Du Dich am besten umfangreicher darüber informieren. Da gibt es ein paar Grundregeln dafür. Ähnlich ist auch das Autogene Training.
    Der Sinn: Du zwingst Deine Gedanken, das Gelesene zu "denken". Verstärkt wird das, wenn Du noch laut dazu sprichst. Am besten allein, oder leise. im Laufe der Jahre (denk an die vielen Schritte von Fernsehturm), wird sich diese Einstellung verfestigen. Vielleicht kann Dir Fernsehturm hier bessere Vorschläge machen.

    Das letzte mal wirklich Stolz war ich bei einer Veranstaltung die wir vom Verein aus gestartet haben. Ich bin da wohl 15 Stunden rumgerannt und hab gemacht getan. Als der Tag vorbei war und alles gut ging war ich zwar ko aber auch Stolz
    Ja, das von Fernsehturm sehe ich auch so. Du hast Dich in eine gemeinschaftliche Aktivität integrieren können, welche Dich mit Sinn erfüllt hat.
    So stellt sich mir die Frage: Herrscht in der Arbeit ein "miteinander" oder ein "Gegeneinander"?
    Gruß Sonnenkraut

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Was ist unverstandlich Fehler
    Von SvetaThymnhemwrelm im Forum Off-Topic
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.10.2011, 23:46
  2. Schlimmer Fehler
    Von Sonny im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 14.07.2011, 17:51
  3. Verlobt, mach ich ein Fehler
    Von Naty2005 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 01.03.2011, 01:01
  4. Hab ich einen Fehler gemacht?
    Von ullakind im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 52
    Letzter Beitrag: 03.11.2010, 15:51
  5. 2 Fehler
    Von Seph im Forum Hilfe-Forum
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 22.10.2007, 12:31

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!