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Feinster Arbeitsstress
Hallo miteinander!
Habe zur Zeit ein dickes Problem in der Arbeit. Mache derzeit ein Freiwilliges soziales Jahr in einem Schülercafé und sah diesen Job als Traumjob an. In meiner Schulzeit war ich schon gerne Gast in dieser Einrichtung, die von der ev. Stadtkirchengemeinde getragen wird. Also bewarb ich mich dort und bekam nach einigen Unklarheiten den Posten.
Ich fing zum Schuljahresbeginn an dort zu arbeiten und freundete mich prompt mit jedem an. Kollegen, Kids, Eltern, Lehrer, etc... Wie im Bilderbuch beschrieben.
Das gesamte Theater fing aber schon zum Schuljahresanfang an, indem sich mein Chef als reine "Theoriemaschiene" entpuppte. Dieses Detailgetreue arbeiten, diese Richtlinien vom Kultusministerium, die Gesetze alá HACCP, etc.. Ein ordentliches Stück Papierkram musste durchgekaut werden. Zudem auch noch unser pädagogisches Konzept in unserer Einrichtung eine sehr große Rolle spielt, obwohl sich adäquat niemand dran hält.
Die eigentliche Problematik entstand im laufe der Zeit, als meine Teamkollegen sich untereinander in die Haare bekamen, dass untereinander gelogen wurde und es zu einem eklat im Team kam. Die rechtlichen Konsequenzen, die der Chef dann Umsetzte, in dem er manch Mitarbeitern die Stunden strich, belasten mich zutiefst. Die Aufgaben, die in den Stunden bewältigt werden mussten, wurden mir auferlegt. So, dass ich nicht einmal mehr Zeit habe, meine einstündige Pause während meiner neun bis 15 Stundenschicht einzulegen. (Nach Aussagen vom Chef stimmen meine Stunden auch nicht, da ich die reinen Anwesenheitsstunden aufschreibe, aber wer beim letzten Satz jetzt aufgepasst hat, sieht, dass meine Anwesenheitsstunden die reinen Arbeitsstunden sind!)...
Desweiteren werden bestimmte Arbeitskollegen sichtlich bevorzugt, in dem sie besondere Aufmerksamkeit bekommen und dafür, dass sie mit ihren 17 Stunden die Woche "am meisten Arbeiten" und noch sehr viel Lob und Anerkennung bekommen.
Nun gehe ich mit diesem Blick auf meinen Chef zu und bitte ihm um Rechenschaft und er winkt sofort ab. "Er kümmert sich nicht mehr um die Teaminternen Streitigkeiten, da es in diesem Schuljahr keine Besserung hinsichtlich der Teamatmosphäre mehr geben wird"!
Er lässt also auf gut deutsch seine treuen und fleißigen Mitarbeiter im Stich, verlangt von uns, dass wir mehr und mehr Aufgaben übernehmen und am besten noch ein paar Überstunden dranhängen sollten, da wir anscheinend noch nicht genug ausgelastet sind.
Das Ende von der Geschichte ist, dass ich nach einem Ereignissreichen Arbeitstag (Betreuung von ca. 150 - 250 Schüler jeder Altersgruppe) nach Hause komme und mich weiterhin mit der Arbeit beschäftige. Hauptsächlich dreht es sich hierbei mehr um die Art und Weise, wie der Chef mit uns umgeht. Ich versuche desöfteren ihn in einem persönlichen Gespräch deutlich zu machen, dass er zu einem "Arschlochchef" mutiert und dass seine Arbeitsweise unmenschlich ist. Er verlangt von der Belegschaft (gerade mal 5 Personen!), dass wir alles aus uns heraus holen (was wir ohnehin täglich leisten) und dennoch belastet er uns immer mehr.
Nun überlege ich, ob ich mein FSJ abbrechen werde, da ich extreme psychische Probleme habe.
Dies wirkt sich darauf aus, dass ich privat total abgesunken bin. Ich konsumiere seit ca. 3 Monaten täglich mehrere Portionen Marihuana um während des Highseins über meine Lebenssituation zu philosophieren, was mir in einem Punkt sogar sehr viel bringt, andererseits empfinde ich immer mehr Faulheit, dass ich auf den Drogenkonsum zurückführe.
Desweiteren erlebe ich Tag für Tag immer mehr ein starkes Hassgefühl in mir, was ich nun nach und nach an den Kids auslasse, die meinen, mich ebenfalls als Boxsack zu Missbrauchen, da sie in jeglicher Hinsicht Stress haben und irgentwo ihre Aggressionen freien Lauf lassen müssen. Und ich als übertoleranter Kerl lass mich so behandeln.
Ich rede sehr viel mit meinen Mitmenschen, die unparteiisch sind um herauszufinden, was ich falsch mache, was andere falsch machen und wie ich mir helfen kann.
Aber leider habe ich bis dato kein patentes Rezept gefunden..
Brauche ich professionelle Hilfe?
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