Hallo,
ich bin neu hier und muss mich erst in den Foren zurecht finden aber ich denke das ich dieser Sparte richtig gelandet bin.
Ich bin 35 und lebe seit einem Jahr in einer Fernbeziehung, die Thematik einer Fernbeziehung hat mich bis dato nicht interessiert habe mich damit auch nicht wirklich auseinandergesetzt. Heute sieht die Sache aber ganz anders aus und ich wäre froh wenn ihr mir helfen könntet meine Gedanken die in meinem Kopf gerade Achterbahn fahren auf den richtigen Weg zu lenken.
Mein Freund und ich leben seit 1 Jahr mit einer Distanz von 600 km die wir immer mit abwechselnden Besuchen überbrücken, wir sehen uns vielleicht 1x im Monat für 3-4 Tage. Am Anfang war die Sehnsucht und der Schmerz wieder gehen zu müssen riesengroß, seine Aufmerksamkeit lag ungeteilt bei mir, auch konnten wir übers Telefon eine gewisse Nähe aufrecht erhalten. Das Thema ein gemeinsames Leben für uns zu verwirklichen ist omnipräsent. Nur leider kann er aus seinem regionalen Berufsfeld (er ist Künstler) nicht wechseln und ich habe mir hier eine hart erkämpfte eine Existenz aufgebaut, die ich auch nicht so einfach aufgeben kann. Soviel zur Vorgeschichte.
Jetzt allerdings habe ich das Gefühl das er nicht ehrlich zu mir ist, Notlügen am Telefon, Anmeldung in einem Forum (harmlos) in dem er sehr viel chattet und dem soviel Gewicht gibt, dass ich mir vernachlässigt vorkomme. Er hat es mir nicht gesagt das er dort angemeldet ist, ich habe gespürt das irgendetwas nicht stimmt und recherchiert. Ich weiß das ist auch nicht die feine Englische!
Er ist ein sehr introvertierter Mensch und braucht sehr stark seinen Freiraum aber 600km sollten doch genug sein, oder? Letztens habe ich ihn gebeten darüber nachzudenken was er will, wo es mit uns hingehen soll und ob er überhaupt ein gemeinsames Leben sieht, oder lieber mit sich allein ist. Ich sagte ihm Ich finde es unfair mir gegenüber, wenn er sich aus unserer Beziehung das nimmt was er braucht, obwohl er weiß dass ich andere Bedürfnisse habe. Auch haben die unzähligen Gespräche nicht zu irgendeinem annähern oder erkennen bzw. einer inneren Vertrautheit geführt.
Er sagt das es ihm schwer fällt diese Liebe zu zeigen, das er aber auf mich in seinem Leben nicht verzichten will . Dennoch fühlt er sich in die Ecke gedrängt und umgeht ein Gespräch weil es die Konfrontation mit sich selbst bedeutet, das ist für ihn der Horror. Er sagt er versucht mir das zu geben was ich brauche, malträtiert sich aber selbst mit dem Gedanken nicht genügend zu geben. Ich zweifel nicht an seinen Gefühlen, nur passt für mich das gesagte nicht zu den Taten.
Ich werde demnächst für einen Monat bei ihm sein und ich hoffe das ich für mich die Sache etwas Klarheit bringt, weil es momentan so sehr an mir nagt das ich nicht mehr schlafen kann.
Habt ihr Erfahrung mit so einem Typus Mann bzw. mit einer Fernbeziehung wie geht ihr damit um? Ich wäre echt dankbar wenn ihr mir weiter helfen könntet.
LG rote Zora


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. Nur leider kann er aus seinem regionalen Berufsfeld (er ist Künstler) nicht wechseln und ich habe mir hier eine hart erkämpfte eine Existenz aufgebaut, die ich auch nicht so einfach aufgeben kann. Soviel zur Vorgeschichte.
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