Ich hab ja versucht mit der momentanen Situation alleine klar zu kommen..
Aber die Ereignisse überschütten mich und irgendwie schaffe ich mich nicht mehr zu motivieren... Bin eigentlich nicht der Typ, der alles jemanden auf die Nase bindet..
Nach der "Heulaktion" vor ein paar Minuten, bei der mich meine Mutter versucht hat zu beruhigen, merkte ich, dass ich überfordert bin. Finde momentan keine Ordnung.
Am 30 Dezember habe ich mich von meinem Freund getrennt. Die Beziehung ging 2 Jahre. Es war fast wie ein Befreiungsschlag für mich, obwohl ich doch irgendwie gehofft hatte, dass wir da friedlich rauskommen und ich ihn so gut wie gar nicht verletzen wollte. Ich habe ihn nämlich noch gern
Darauf feierte ich alleine an Silvester, naja nicht alleine, aber mit meiner Ma und meinem Dad und mit 25 Pferden. Es war auch schön! dabei gesagt:
Frohes Neues Jahr!
Früher konnte ich ziemlich gut alleine sein. War als Einzelgänger glücklich. Heute bin ich es nicht mehr.
Ich habe so gut wie keine realen Freunde, ausschließlich "Internetfreunde", mit denen ich mich eigentlich super verstehe... Nun ja, ich bemerke immer mehr, dass meine Gespräche mit ihnen immer oberflächiger werden. Keinen interessiert es, wie es mir geht, dabei bin ich meistens ihr "seelischer" Mülleimer, denn ich interessiere mich noch für meine Mitmenschen.
Die letzten Tage verliefen total schlecht. Ich hatte keinen mit dem ich reden konnte, selbst die Familie war zu beschäftigt ( Familie= meine Mutter)!
Habe immer weniger gegessen (ein gutes halbes Jahr nun), hab auch so gut wie keinen Hunger mehr, verbringe die meiste Zeit draußen bei den Tieren oder schlafend.
Der Stress, der mich bewegt, den ich mir auch selbst mache, der Leistungsdruck steigt immer und immer höher. Vormittags Schule, sofort Zuhause und Lernen und draußen auf dem Hof helfen, schlafen und wieder aufstehen. Eigentlich kaum mehr Zeit für andere Sachen (nicht negativ gemeint, die 2 Sachen, die ich beschrieben habe, finde ich äußerst wichtig).
Ich habe hier ganz zu anfangs mal geschrieben, dass ich mit 12 damals mein Pferd einschläfern lassen musste. Den Tierarzt, der es gemacht hat, hasse ich bis heute. Ständig gehe ich ihm aus dem Weg, wenn ich ihn sehe.
Außerdem wurde ich mit 13 fast vergewaltigt (das sage ich so frei, weil es mich nicht mehr beschäftigt, es ist nur noch nen Statement, was mein Leben betrifft). Das alles aufzuarbeiten hat 5 Jahre + Therapeuten gekostet.
Ich war eigentlich gar nicht mehr ansprechbar.
Danach wollte meine Mutter, dass ich wieder mir ein Pferd "aussuchen", was mich ablenken sollte, das war mit 12 1/2! Als ich 14 war, hatte dieses Pferd einen Unfall... Es war unreitbar.
Danach folgte eine lange Zeit nichts. Nach 2 Jahren sind wir wieder los auf Pferdesuche. Ich habe mir ein Pferd ausgesucht, was ähnliche Verhaltensweisen aufweiste. Es war kaum anwesend und wollte auch nichts mehr von der Welt wissen.
Mit 5 Jahren habe ich mein erstes Pony bekommen. Habe natürlich eine ziemlich enge Beziehung zu ihm, weil es immer noch da ist.
Die Nachricht, dass sie eine periodische Augenentzündung hat und dass man ihr eventuell das Auge entfernen lassen muss, damit sie keine Schmerzen hat, hat mich heute sehr getroffen.

Ich versuche noch einen anderen Weg zu gehen. Mir ist es egal, wie viel Geld ich ausgeben muss, damit sie noch eine Chance hat, auch mit Auge gut weiterzuleben.
Im nächsten Atemzug erwähnte meine Mutter, dass der Tierarzt (!!) sich den Paul in den nächsten Tagen ansehen will (
Zur Info: Paul ist das Pferd, was wir damals vor dem Schlachter gerettet haben, weil er noch jung war und meinem ersten Pferd sehr ähnlich war). Und schon liefen die Tränen. Meine Mutter sagte mir noch, dass er ihn nicht einschläfern wollte, er möchte nur eine Lösung finden, damit er nicht mehr so Schmerzen hat, z. B ihn aus der Herde rauszuholen. Ich hasse es.
Ich weiß, dass liest sich wie eine Geschichte, vllt merkt man meine Betroffenheit nicht, aber das sind meine Freunde, die eigentlich die einzig Wahren in meinem Leben bisher sind.
Wenn ich solche Phasen habe, versuche ich mich schleunigst von der Sache zu distanzieren, es objektiv zu betrachten, damit es mich nich all zu sehr trifft.
Diesmal existierte diese Schutzwand gar nicht, es traf mich sofort.
Außerdem macht mir die Schule extrem zu schaffen. Am Dienstag muss ich ein Vortrag halten. Wenn ich daran denke, wird mir schlecht. Also, wenn ich in so einer Vortragssituation bin, bin ich völlig überlastet. Meine Vorbereitung ist immer gut, aber wenn ich vor der Klasse stehe-> *Blackout*, die Hände zittern, ich kann meine Sätze nicht mehr zu Ende führen. Ich fühle mich dort richtig schlecht. Da hilft es auch nichts, wenn ich an was Schönes denke oder sie mir alle nackt vorstelle..
Deshalb habe ich momentan am meisten Panik.
Außerdem wollte ich heute eigentlich lernen (fürs Abi), damit ich überhaupt mal dazu komme. Jetzt schaffe ich es nicht mehr, mich zu konzentrieren

.
Das Problem ist, ich weiß nicht wie ich den ganzen Stoff in mein Hirn kriegen soll...

Vor 2 Jahren hatte ich noch einen richtig guten "realen" Freund, der hat nicht einfach gesagt, "Du packst das schon!" Er hat mir richtig gut helfen können. Allerdings ist was Dummes passiert und er ist außerdem weggezogen.
Nun habe ich keinen der mich zumindest ansatzweise versteht. Ich vermisse ihn bis heute. Auch in solchen Situationen fehlt er mir sehr.
Ich weiß, dass ich ein bissl vergangenheitslastig bin, aber wenn ich überlege, wie die Zukunft wird, ist diese kaum besser.
Ich will Euch hier auch nicht zu müllen.. Manche Leute müssen weit aus schlimmere Sachen verkraften.
Ich komme mit der jetzigen Situation schon nicht mehr klar...
Hat jemand von Euch einen Tipp, was die Schulsache angeht?
Zu den anderen Dingen, weiß ich gar nicht, ob jemand sich überhaupt dazu äußern kann.
Traurige und erschöpfte Grüße
Lilo