Angefangen hatte es 2004. Damals war ich zu einer Neurologin gegangen, da ich den Eindruck hatte mich häufig etwas müde zu fühlen.
Statt einer Untersuchung bzw. Beratung bekam ich prompt ein hartes Andidepressiva (Imipramin) verschrieben. Über Risiken, Nebenwirkungen und Absetzproblematik wurde ich nicht informiert. Nachdem ich das Antidepressiva mehrere Monate lang genommen hatte und feststellte, dass es mir außer Mundtrockenheit, Müdigkeit und ständigem Harndrang nichts brachte, setzte ich es ab. Die Absetztsymptome (Unruhe, Angstzustände, depressive Verstimmungen) die dann auftraten hielt ich für psychische Probleme. Daraufhin hatte ich das Mittel wieder genommen und eine paradoxe Reaktion bekommen (das Antidepressiva wirkte nicht mehr sedierend, sondern führte zu Unruhezuständen) Erst als ich nach 5 Tagen Panik und Dauerunruhe in der Notaufnahme gelandet war, erfuhr ich, dass es von dem Antidepressiva her kam. Danach litt ich ganze 3 Jahre unter Unruhezustände, Ängstlichkeit und einige Zeit auch depressiven Verstimmungen. Ich war gezwungen mein erstes Studium (Bioinformatik) abzubrechen und hatte den Kontakt zu vielen Freunden und Bekannten verloren.
Ein Jahr lang war ich dermaßen angeschlagen und depressiv, dass ich kaum noch etwas leisten konnte.
Nachdem ich mich halbwegs wieder erholt und die depressiven Zustände überwunden hatte hatte ich ein neues Studium begonnen.
Nach weiteren 2 Jahren hatte ich auch die Unruhezustände und die Ängstlichkeit überwunden.
Dann ging es mir ganze 2 Jahre wieder richtig gut.
Schlechter ging es mir erst als ich eine Dopingspritze (ich wollte etwas kräftiger werden) genommen hatte, die ich nicht vertragen hatte.
Als ich durch die Spritze unruhig wurde hatte ich Angst bekommen, dass die alten Unruhezustände wiederkommen könnten.
Dann hatte ich eine Woche lang ein bluthochdruckartiges Gefühl, dass ich nicht mehr loswurde. Da ich dann Angst bekam, dass das Gefühl nicht mehr weggehen würde hatte ich Angstzustände bekommen die 3 Tag lang anhielten (ununterbrochen).
Losgeworden war ich die Angstzustände indem ich mich über Ausdauertraining abgelenkt hatte.
Danach hatte ich zwei Wochen lang Ruhe. Bis ich ein Virus auf dem Rechner hatte mich darüber aufgeregt hatte und dann Angst bekam, dass die Unruhezustände wieder kommen könnten.
Von da an hatte ich mich ca. 4 Monate lang ständig in unterschiedliche Unruhezustände, Ängstzustände, Hypochondrien und "Phantom-Symptome" reingesteigert.
In den letzten Tagen war es dermaßen schlimm geworden, dass ich schon Selbstmordgedanken bekam.
Lesezeichen