Hallo miteinander,
mich beschäftigt das Gefühglsleben meines Freundes nun schon seit über einem Jahr überdurchschnittlich. Er sagte mir im September vorigen Jahres, dass er mich nicht lieben würde. Seid dem hat mich das Thema Liebe nicht mehr losgelassen, ich habe Bücher von Peter Lauster studiert, sie sind meine Bibel. Wir sind immernoch zusammen - allerdings auf eine Art und Weise, die mich ziemlich unglücklich macht.
Meines Freundes Erzählungen zu Folge ging er eine Stunde lang allein durch die Stadt, bevor er mir gestand, nichts für mich zu empfinden. Und das nach zwei Jahren. Damals kam er gerade von einem frisch verliebten Freund. Ich fragte ihn, ob ich trotzdem mit zu ihm fahren solle und er antwortete mit ja. Wir haben beide geweint - und sind zusammengeblieben. Es gab eine von mir ausgehende Pause und ich habe mich von ihm so ungeliebt gefühlt, dass ich etwas mit einem anderen hatte. Trotzdem blieben wir die besten Freunde, die wir auch vor und während unserer Beziehung waren - und auch körperlich blieb alles beim Alten.
Nun ist es so, dass ich mich mit der Situation zurecht komme, denn wir wissen, dass wir uns gegenseitig wichtig sind. Wir verstehen uns wunderbar, wir wohnen so gut wie zusammen, schlafen jeden Tag in einem Bett. Wir fühlen uns zusammen wohl und sicher. Und trotzdem sagt er, er liebt mich nicht. Ich sagte ihm, dass die oben genannten Gefühle, also Ruhe und Sicherheit, die Liebe ausdrücken. Aber er würde das nicht als "Liebe" bezeichnen. Andererseits weis er selbst nicht, was er von der Liebe erwarten soll.
Nun kommen noch erschwerend einige Faktoren hinzu: Wir habe weder gemeinsamen Freundeskreis, noch gemeinsame Hobbys. Wir sehen uns quasi nur im Alltagsleben, bei ihm in der Bude. Da meckert er über meine Macken und ich über seine, wir sind trotzdem zusammen und glücklich.
Allerdings ist er nicht sehr zärtlich - die ganze Romantik hat die erste Freundin abfassen dürfen- ich glaube er hat es damals übertireben undich darf es nun ausbaden, in dem ich gar keine Romantik bekomme.
Und genau aus diesem Grund, weil ich ihn mit Liebe überschütte und er mir nun Brotkrumen zuwirft, an denen ich mich festhalten kann (mal ein Arm um meine Schulter), hat er ein schlechtes Gewissen und hat Angst, meine Zeit zu verschwenden.
Nun meine Frage: Wenn da keine Liebe wäre, würde er doch anders mit mir umgehen und mich doch zumindest nicht jede Nacht in seinem Bett schlafen lassen, oder?
Wir kuscheln nur, wenn ich damit anfange. Sex hat für ihn nichts mit Liebe zu tun. Ich verzweifel langsam. Und habe Angst, dass er Recht hat und meine Zeit verschwendet. Ich bin 20 und sehe mich auch nicht mit ihm Kinder bekommen. Aber ich möchte auch nicht mein Leben damit verbringen, Angst vor der Zukunft zu haben, sondern im Augenblick glücklich zu sein! Mit der ständigen Befürchtung er könnte mich wirklich nicht lieben, ist das aber nicht so einfach.
Ich hoffe ihr habt einen Rat für mich.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Was seine Gefühle angeht, damit muss er sich auseinander setzen. Wichtig ist, dass Du Deine Mal unter die Lupe nimmst.

Lesezeichen