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Thema: Formbarkeit des Gehirns

  1. #1
    Neuling
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    Standard Formbarkeit des Gehirns

    Hallo. Vielleicht habt ihr ja einen netten Literaturtipp zum Thema oder der eine oder andere kann etwas dazu beitragen.
    Mich interessiert wie formbar das Gehirn zwischen 20 und 30 noch ist.

    Ist es z.B. möglich in dieser Lebensphase noch motorisch und geistig hochanspruchsvolle Fähigkeiten zu erwerben wie etwa das erlernen eines Musikinstruments (und es dann aber auch wirklich gut beherrschen!).

    Vielleicht treten in einem bestimmten Alter ja biologische Prozesse ein die die Formbarkeit des Gehirns endgültig einschränken so dass man unbedingt schon als Kind anfangen muss bestimmte Fähigkeiten zu erlernen um sie dann auch ohne groß nachzudenken ausüben zu können?
    Ist es nicht so das dass Gehirn dinge die im Kindesalter total anders aufnimmt?
    Geändert von new001 (19.11.2008 um 17:21 Uhr)

  2. #2
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo new,

    ich glaube, so lange das Gehirn funktioniert und nicht tot ist kann es sich verändern und man kann Dinge lernen.

    Zu jeder Zeit wo Leute Schlaganfälle haben und nichts mehr konnten, wurde schon viele mit viel Fleiss und Schweiss erreicht, das andere Areale Hirnfunktionen übernommen haben. Gedächtnistraining geht auch in jedem Alter und man stellt Steigerungen fest.

    Leute, die ihre Gliedmaßen veroren haben, lernen mit der Zeit, die Dinge anders anzugehen, Schreiben mit Füssen und Malen mit Mund fällt mir da ein...alles Hirnleistungen, die Hirnveränderungen.

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  3. #3
    Neuling
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    Guten Morgen new001!

    Ich denke, das Gehirn ist so lange "formbar", bzw. lernfähig, so lange du Interessen hast und du bereit bist dafür etwas zu tun, neues erlernen, an den Dingen, die dir Freude bereiten.
    Ein Beispiel dafür :
    Du besuchst die Schule und hast deine Lieblingsfächer in denen dir das erlernen der Themen sehr leicht fällt, weil es dich interessiert. ( Natürlich spielt dort auch der/ die Lehrer/in eine grosse Rolle bei.)

    Du erlernst einen Beruf, weil er dich interessiert. Also ist dein Gehirn wieder umso mehr aufnahmefähig.

    Im Laufe der Jahre kommen vll. andere Interessen hinzu, oder du lernst eventuell noch andere Fähigkeiten an dir kennen, für die du wieder bereit bist "dein Gehirn zu erweitern"......

    Was immer du auch tust, wenn DU lernen willst, wird es auch dein Gehirn wollen.
    Unanbhängig vom Alter.

    Literatur dazu fällt mir z.Zt. leider nicht ein, jedoch gibt es sicherlich genügend darüber in diversen Bücherein nachzulesen.
    LG
    psy411

  4. #4
    Wunderlampe
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    Hallo New 001

    Für jedes Neue das man lernt wird im Gehirn ein Pfad angelegt, der altes Wissen mit Neuen verbindet. Im Kindesalter geht das schneller als im Erwachsenenalter. Aber die Fähigkeit Pfade zu bilden besteht bis ins hohe Alter, beonders wenn man sein Gehirn trainiert. Nicht benützte Pfade werden, soweit ich weiß, irgentwann gelöscht oder stillgelegt. Mit "Gehirnjogging" werden die Pfade und die Berbindungsstellen gepflegt. Ist ähnlich wie mit Waldwegen die nicht mehr begangen werden, sie wuchern zu.

    Buchtipp weiß ich jetzt nicht genau, aber google mal nach einem Autor: "Spitzer"

    Wenns darum geht neue Bewegungsmuster zu erlernen, sind dem erwachsenen Körper sicher eher Grenzen gesetzt als Kinder. Hat aber eher was mit Muskeln, Sehnen, und Knochen zu tun, als mit de Gehirn. Wollen täte der ( auch ältere ) Mensch schon so manches noch. Im Kopf hätte man es, leider aber macht der Körper nicht mit. Bei deinem Beispiel mit dem Klavierspielen die Beweglichkeit der Finger.

  5. #5
    Neuling
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    Das Gehirn stellt in bescheidenem Rahmen auch neue Hirnzellen her, diese neuen Hirnzellen sind bereit für Aufgaben, die andere nicht mehr übernehmen können, weil sie zu einem Netz gehören, dass gesättigt ist.

    Lernen ist immer möglich, jedoch mit zunehmendem Alter immer schwieriger, weil die Netze, die Wissen modelieren, immer mehr gesättigt sind. Im Extremfall (viel neues wird gelernt, entweder durch Bildung oder nach Hirnschädigungen) werden alte Inhalte ausgetauscht. Das nennt sich dann Neuroplastizität.

  6. #6
    Neuling
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    Zudem lernt man im Kindesalter schnell und viel aufeinmal aber nicht so viel und im Alter selektiver.
    Sozusagen als Kind mehr Quantität als Qualität und im Alter dann Qualität statt Quantität

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