Das ist im Prinzip der Zustand, in dem ich mich befinde. Das bekomme ich auch von außen ständig gesagt: dass ich mich demgegenüber abgrenzen soll, was mir nicht gut tut. Das ist vor allem meine Mutter. Das ist Stress auf Arbeit. Das sind meine Ansprüche an die Erziehung meiner Tochter (ich möchte, dass sie seelisch gesünder ins eigenständige Leben starten kann, als ich das konnte)...
Aber ich merke, dass ich mich ausgepowert fühle. Ich habe schon alle Ehrenämter, die ich früher ausgeübt habe, runtergefahren. Ich lege mich nachmittags, wenn ich erschöpft bin und Schmerzen habe, eine Weile hin. Ich lasse Erziehung oft Erziehung sein und ziehe mich in meinen "Feng-shui-Raum" zurück. Ich habe gelernt, die anderen auf Arbeit zicken zu lassen und einfach Feierabend zu machen.
Trotzdem habe ich das Gefühl, immer zu rotieren. Das ist der Anspruch: jetzt bin ich dran! Weil auch alle Freunde sagen, jetzt bist du dran. Es ist gut gemeint. Aber ist es gut? Oft erhöht es nur den Druck. Und natürlich ist und bleibt der Alltag.
Mir fällt in diesem Zusammenhang ein seltsames Wort ein, dass sich aber irgendwie gut anfühlt: ich möchte das Leben "fließen" lassen. Muss man alles planen? Muss alles nach Plan laufen? Nein, nein, nein.
Ja, das Leben soll fließen. Das klingt schön und richtig.![]()


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