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Thema: Frage zu psychologischen Methoden

  1. #1
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    Ausrufezeichen Frage zu psychologischen Methoden

    Hallo, ich bin neu im Forum und habe mich angemeldet, weil mich schon seit längerem gewisse Fragen beschäftigen.

    Meine Mutter leidet unter Depressionen und unter Angstzuständen (Herzrasen-> Krankenhaus, die können nicht wirklich helfen). Sie ist in Behandlung bei einer Psychologin, da sie auf ihrem Arbeitsplatz (angeblich, sie ist generell empfindlich) gemobbt wird. Ihre Kindheit früher war nicht einfach: sehr kalter Vater, der auch seine Frau unterdrückte. Bei Gesprächen fällt es auf, dass sie alles immer mit dem "Beziehungs-Ohr" (nach Schulz von Thun) aufnimmt. Sei es nur, dass ich zu ihr sage: "Guck mal die Ampel ist grün", dann motzt sie mich an und zetert darauf los. Es war doch nur mein Appell, dass sie losfahren soll, nicht dass sie zu dumm ist um Auto zu fahren. Dieses Problem ist auch schwerwiegend in der Beziehung mit meinem Vater. Kommunikation ist schwierig und Meta-Kommunikation ist ihr ein Fremdwort.

    Mich und meine beiden Brüder hat sie als wir klein waren immer geschlagen/verprügelt, wenn wir nicht nach ihrer "Nase" getanzt haben. Dabei kann man das auch bei ihrem fast schon Ordnungszwang nicht wirklich. Vorhin gab es eine 30-minütige Diskussion mit meinem Vater, weil er den Stuhl nicht richtig an den Platz gestellt hat. Als Kind kann man dem auch natürlich nicht gerecht werden. Mein Bruder ist deswegen auch ziemlich "angeknackst". Er hat die meiste Gewalt erfahren und später auch mit dem Messer gedroht, weil er nicht wusste wohin er mit seiner Trauer und Wut sollte.
    Eine Umarmung habe ich von meiner Mutter nur sehr selten erfahren. Das letzte Mal hat mein Vater sie gezwungen mich zu umarmen, als ich schwer krank war. Sie kann halt keine emotionale Wärme geben.

    Nun ist mein Problem, dass ich nicht genau verstehe wie so eine psychologische Therapie funktioniert. Sie erzählt wahrscheinlich der Psychologin ihre Probleme, dabei weiß sie sie doch eigentlich gar nicht, wenn sie zu uns sagt "ihr macht mich krank". Die Psychologin weiß doch eigentlich gar nicht worin die Probleme in der Familie oder im Umfeld wirklich bestehen, oder irre ich mich da? Wie erfährt sie diese? Theoretisch dürften die Psychologen den Patienten doch gar keinen Glauben schenken, weil diese ja wissen, dass die Patienten ihre Umwelt anders (ich sage extra nicht falsch) wahrnehmen. könnt ihr mich da aufklären?

    Ich selber bin eine sehr empathievolle Person und versuche auch so weit es geht mit ihr auszukommen und über ihren scheinbaren Ordnungszwang hinwegzusehen, aber teilweise erschließt sich ihr Verhalten mir überhaupt keiner Logik und ich will doch nicht als der Dumme im Raum darstehen ! Ich selber kann ja auch nicht alles ertragen.

    Bitte helft mir, vielen Dank
    LG Seem

  2. #2
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    Hallo,

    was machst die für eine Therapie form?

    Liebe grüße licht

  3. #3
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    Das weiß ich leider nicht und fragen trau ich mich auch nicht.
    Sowas sind ungeschriebe Gesetze. Immer auf "heile" Familie.

  4. #4
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    Hallo,

    machst du auch eine Therapie,ich kann mir vorstellen, dass das auch nciht spurlos an dir vorbei gegangen ist.

    Mhh eigentlich schwer zu sagen,wenn du dich therapie richtung nicht kennst.

    Wenn sie depressionen hat,haben die auhc eine Ursache und ich denke,dass sie versuchen wird das in der Therapie herraus zu finden.

    Ich bin mir sicher,dass sie über ihre problme spicht.
    Ich denke, dass wenn sie zu euch sagt,dass ihr sie krank macht es dich verletzt und sie es in dem moment nicht wirklich mekrt.

    Würdest du gerne mit ihr eine Familien therapie machen?

    Liebe grüße licht

  5. #5
    Neuling
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    Hallo, danke für deine Antwort

    ich mache keine Therapie, habe aber auch einen relativ stabilen psychischen Zustand. Vor vielen Jahren habe ich mich selbst verletzt, durch die "richtigen" Freunde bin ich aber wieder auf die richtige Bahn gekommen.
    Ich habe einem suizidgefährdeten Jungen geholfen seinem Leben wieder einen Sinn zu geben und das hat mir tiefe Einblicke in verschiedenste Depressionen gegeben.

    An eine Familientherapie könnte ich niemals denken, da diese emotionale Distanz zu ihr schon sehr groß ist. Ich wäre wahrscheinlich zu ungeduldig mit ihr und in dem Glauben, dass es einfach nicht besser werden könnte...
    LG Seem

  6. #6
    Nachwuchs Autor
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    Seem schreibt
    Sie erzählt wahrscheinlich der Psychologin ihre Probleme, dabei weiß sie sie doch eigentlich gar nicht, wenn sie zu uns sagt "ihr macht mich krank". Die Psychologin weiß doch eigentlich gar nicht worin die Probleme in der Familie oder im Umfeld wirklich bestehen, oder irre ich mich da? Wie erfährt sie diese?

    Wenn Deine Mutter mit der Diagnose Depressionen und vermutlich einer Herzneurose einen Psychotherapeuten gezwungenermaßen aufsuchen muss, weil sie psychisch mit dem Rücken zur Wand steht, dann sind das schon starke Antworten, bevor Deine Mutter überhaut erst einmal was gesagt hat. Einen an sich ganz guten Eindruck gewinnt der Psychotherapeut über die momentane Befindlichkeit Deiner Mutter auch durch ihr Auftreten, ihre ganze Körperhaltung, über die Modulation ihrer Stimme, die Wortwahl und vor allen Dingen natürlich über den Blick ihrer Augen. Der Blick des Therapeuten in ihre Augen wird ihm schon viel über ihren seelischen Zustand sagen.

    Fahnder können selbst im größten Gewühl Taschendiebe ausmachen, die der Laie als solche gar nicht erkennen würde, so haben eben die Psychotherapeuten auch einen geschulten Blick für psychisch Erkrankte. Vor allen Dingen verwenden Psychotherapeuten auch Schlüsselwörter bzw. bestimmte Formulierungen, zu denen sich der Patient irgendwie äußert, durch die Körperhaltung, verbal oder z.T. stark emotional.

    Wenn erst einmal die Tränen fließen, dafür liegen beim Therapeuten auch immer Taschentücher bereit, und die werden fließen bei diesem seelischen Druck, unter dem Deine Mutter steht, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass sie sich schon langsam dem Therapeuten öffnet.

    Ist ja auch klar, dass es aus Deiner Mutter nicht gleich heraussprudeln wird, denn jeder trägt mehr oder weniger starke Abwehrmechanismen in sich, besonders starke, wenn z.B., wie bei der von mir angenommenen Herzneurose, sich die Probleme schon somatisiert, so verhärtet haben: Unter Umständen reichen nicht mal allein mehr Psychositzungen aus, um ihr die Angstzustände zu nehmen, dann müsste sie wohl schon eine Klinik aufsuchen.

    Was für Symptome zeigen sich denn eigentlich bei Deiner Mutter? Bei Herzneurosen können manche Leute ganz plötzlich kaum noch die Treppen hochkommen, achten ständig auf ihren Herzschlag, meinen fälschlicherweise, ihre Pumpe hätte immer nur in einem bestimmten Rhthymus zu schlagen, scheuen dann jede körperliche Anstrenung, auf einmal sind natürliche Asymmetrien an ihrem Körper schon ein Zeichen für einen schnell wachsenden Tumor usw.
    Geändert von Bertrand (08.06.2011 um 05:05 Uhr)

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