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Thema: Frage zum Therapeutenwechsel

  1. #1
    Neuling
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    Standard Frage zum Therapeutenwechsel

    Hallo,

    ich hab mal eine kurze Frage:

    Die Therapeutin, bei der ich die letzten Jahre in Behandlung war, ist nun in Rente gegangen.

    Ich hab die Therapie damals unterbrochen, weil es mir besser ging.

    Seither ist ein halbes Jahr vergangen und knapp vor Torschluss (also vor dem "Verfall" der Reststunden) hab ich letzte Woche einen Termin bei der Nachfolgerin meiner Thera gehabt.

    Der Termin war allerdings sehr unruhig, da ich meine kleine Tochter mitnehmen musste, für die ich keinen Babysitter hatte.

    Dennoch hat es ja einen ersten Eindruck gegeben und ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Frau nicht wirklich sypmathisch ist...

    Kommenden Montag hab ich einen zweiten Termin, wo ich die Kleine dann auch NICHT mitnehme - mal sehen, wie der wird...

    Falls sich mein Eindruck aber bestätigt und mir die Frau weiterhin unsympathisch ist (ich mein, man muss ja wirklich Vertrauen aufbauen, weil man ja einen absoluten Seelenstriptease hinlegt), kann man dann so einfach den Therapeuten wechseln?

    Zumal es ja wahrscheinlich auch dauert, bis man erstmal irgendwo überhaupt wieder unterkommt...

    Und wie funktioniert das?
    Müsste ich da vorher mit der Krankenkasse in Verbindung treten?

    Danke für Antworten,
    Lg Marly

  2. #2
    Neuling
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    Standard noch was vergessen...

    ...

    Wenn man einen Therapeutenwechsel machen würde, müsste man mit allem wahrscheinlich wieder bei Null anfangen, oder?

    Bei anderen Ärzten, z.B. dem Hausarzt, gibt der alte ja die Krankenakte für den neuen mit.
    Oder ist das bei Psychologen auch so?

    Lg Marly

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    ruf doch wegen dem Wechsel bei Deiner KK an und frag da nach. Vermutlich wirds in dem Fall auch so sein, wie bei jedem neuen Therapieanfang, dass Du 5 Probestunden hast.

    Zu Deiner 2. Frage kann ich Dir leider nix sagen, vll jemand anders.

    Aber wäre es so schlimm, praktisch "von vorn" anzufangen? Es könnte doch sein, dass sich Deine Fragestellung und Deine Situation geändert hat, und dass ihr daher ganz anders an die Sache rangehen würdet.

    Kannst Du sagen, warum Du die neue Thera unsympathisch findest? Ich frage deshalb, weil es oft die eigenen inneren unbewältigten Konflikte sind, die sich im Verteilen von Antipathiepunkten wieder spiegeln. Aber gerade durch Konflikte kann man in einer Therapie unglaublich viel lernen und sich etliche Wochen und Monate an Geblubber womöglich sparen.

    Was ich ehrlich gesagt, unmöglich finde, ist, dass Du das Kind zu Therapiestunde mitnimmst. Mich wunderts, dass die Thera das überhaupt mitgemacht hat. Wenn Du keinen Babysitter hast, dann muss man eben den Termin verschieben. Das ist doch sonst völlig für die Katz. Es ist doch gerade da wichtig, dass Du mal den Raum alleine für Dich hast, den Kopf frei hast und nicht abgelenkt und nicht gestört bist. Und das kannst Du mir nicht erzählen, dass das schon geht. Mein Kind war auch mal klein. ich kenne das. Damit bist Du wahrscheinlich nur wieder genau in dem Fahrwasser, in dem Du immer bist. Alles andere ist wichtiger, und Du behandelst Dich dann so am Rande mit.

    Genau deshalb hast Du wahrscheinlich diese Attacken und Ängste. Vll rennt Deine Seele so gegen diesen ganzen Mutter-Perfektionismus-Wahn an. In der Therapie gehts auch darum, sich selbst endlich mal wichtig zu nehmen und in den Mittelpunkt zu stellen. Sonst wird das bei dem sympathisten Thera nix.

  4. #4
    Neuling
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    Standard

    Das ich die Kleine mitgenommen hab, war auch unglücklich.

    Lag aber daran, dass die Thera kurzfristig telefonisch den auf eigentlich 17 uhr anberaumten termin (dann wäre mein mann dagewesen) auf 15 uhr gelegt hat.

    Auf die Schnelle konnte ich aber niemanden finden für die Kleine, so mitten am Tag.

    Also hab ich sie am Tel gefragt ob es ok ist, dass ich sie AUSNAHMSWEISE mitbringe - war ok.

    Die Terminverschiebung lag ja nunmal nicht an mir...


    Unsympathisch war mir z.B., dass sie KEINEN TON über sich selbst gesagt hat.

    Ich hatte eigentlich erwartet, dass sie sich als Nachfolgerin meiner alten Therapeutin vorstellt, IRGENDWAS von sich erzählt - seit wann sie die Praxis nun genau übernommen hat, wie das alles von statten geht mit den Räumlichkeiten etc., dass sie mal was zu sich sagt, wo sie vorher ihre Praxis hatte oder wie lange sie schon als Psychologin arbeitet - sowas in der Art.

    Es kam aber NICHTS!

    Sie guckte mich nur groß an und ich sollte "loslegen".

    Weiß nicht, hatte ich mir eben anders vorgestellt - man muss ja grad zu so nem Therapeuten wirklich Vertrauen aufbauen, denn man legt ja nen richtigen "Seelenstriptease" hin....

  5. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    Es kam aber NICHTS
    und was hat Dich gehindert, sie all das zu fragen, was Dich interessiert?


    Es kann natürlich so sein, dass sie an so was nicht gedacht hat. Dann wärs aber gut, wenn sie ne Rückmeldung kriegen würde. Dann kannst Du auch gleich sehen, wie sie mit Kritik umgeht. Schon da kann man viel lernen, und auch Vertrauen aufbauen. Oder sich klarer werden, dass es wohl wirklich nicht passt.

    Es kann aber auch sein, dass sie sich sehr wohl was gedacht hat, nämlich dass Du lernst, für Dich selber zu sorgen, indem Du Dir das an Infos holst und Rückmeldungen selbständig gibst und Dir nicht alles vorkauen lässt.

    So wäre es z.B. auch durchaus gerechtfertigt, wenn Du Dich mit einer Terminverschiebung nicht einverstanden erklärst. Und wenn sie Dir nicht entgegen kommen kann, dass sie Dir dann eben einen anderen Termin geben muss, der passt. Warum kommst Du ihr automatisch entgegen, nur weil sie ein Anliegen hat, indem Du faule Kompromisse machst, die Dir nicht dienlich sind?

    Vll schon ein Muster? Genauso wie das abwarten, darüber grübeln und mutmaßen, anstatt klar und beherzt nachzufragen?

    Das alles hat was mit Selbstverantwortung und Selbstbestimmung zu tun. Beides schlechte Böden für Ängste und Panikattaken übrigens...
    Geändert von Gast784 (29.04.2011 um 16:27 Uhr)

  6. #6
    Neuling
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    Standard

    Mit der Terminverschiebung blieb mir gar nix anderes übrig, als sie wahrzunehmen.

    Wie gesagt, das ganze war kurz vor Torschluss - hätte ich an diesem Tag keinen Termin gekriegt, wären meine restlichen bewilligten Therapiestunden verfallen.

    Da fahr ich dann lieber mit meiner Tochter hin...

    Sonst sag ich schon sehr wohl, wenn mir was nicht passt ;o)


    Tja, das kann natürlich sein, dass die Thera mal schauen wollte, ob von mir Fragen kommen...

    Naja, Montag ist ja der nächste Termin, der wird wohl auch anders verlaufen als der letzte - da haben wir ja keine "kleine Ablenkung" dabei... ;o)

  7. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    Marly, ich könnte mir vorstellen, dass sehr viele Menschen gar nicht das Bedürfnis haben wie Du, dass sie da genaueres von der neuen Thera wissen wollen. Hauptsache sie ist da und sie können los schwallen. Wir kennens doch alle aus dem Alltag.

    Kann ja sein, dass es daher eher Routine ist, dass sie nicht viel dazu gesagt hat.

  8. #8
    Neuling
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    Hallo Marly,

    wie alt ist deine Kleine?

    Zitat Zitat von Marly Beitrag anzeigen
    Unsympathisch war mir z.B., dass sie KEINEN TON über sich selbst gesagt hat.
    (...)
    seit wann sie die Praxis nun genau übernommen hat, wie das alles von statten geht mit den Räumlichkeiten etc., dass sie mal was zu sich sagt, wo sie vorher ihre Praxis hatte oder wie lange sie schon als Psychologin arbeitet - sowas in der Art.

    Es kam aber NICHTS!

    Sie guckte mich nur groß an und ich sollte "loslegen".
    So ist es aber üblich, dass der Patient etwas über sich erzählt und nicht der Therapeut. Du gehst zu ihm, damit er dir hilft, du stehst hier im Mittelpunkt

    Wie war die zweite Therapiestunde am Montag?

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