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Thema: Fragen zum Thema Trauma und PTBS

  1. #1
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Standard Fragen zum Thema Trauma und PTBS

    Hallihallo,

    schön das es Euch gibt. Ich erhoffe mir einige Antworten auf viele Fragen, die mich beschäftigen.


    Hat man Flashbacks ein Leben lang?

    Was ist der Unterschied zwischen Alpträumen und Intrusionen?

    Wie sieht eine Trauma-Therapie aus? Was bewirkt sie?

    Muss man bei suizidalen Gedanken während PTBS immer in die Klinik?

    Muss man für jedes Trauma eine eigene Therapie machen, was macht man, wenn man mehrere hat?

    Was ist der Unterschied zwischen PTBS und Retraumatisierung oder Reaktive Traumatisierung?

    Gibt es auch Therapieformen, die in Schreibform einem weiterhelfen können ein Trauma zu überwinden? (Gibt es eine Schreibtherapie)



    Naja, ich hätte noch ganz viele Fragen im Kopf, aber das sind erstmal die wichtigsten. Ich hoffe es finden sich viele Antworten. Ich freue mich auch, wenn nur eine Frage beantwortet werden kann.

    Bis dann mal
    Eure
    Geändert von :knuddel: (26.11.2006 um 14:32 Uhr)

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Knuddel.

    Was ist der Unterschied zwischen Alpträumen und Intrusionen?
    Alpträume sind sowas wie das „Denken des Unbewussten“. Bestimmte neue und/oder alte Erlebnisse werden auf einer anderen, z.B. symbolischen Ebene erneut, aber im nichtbewussten „Zustand“ durchlebt. Viele verschiedenartige oder auch immer der gleiche traum kann auf das Problem hinweisen/es bearbeiten. Auslöser für Albträume können Situationen aus dem Tagesgeschehen sein oder große Belastungssituationen (Stress, Trennung)...also etwas ganz anderes. Sich mit seiner eigenen Traumwelt zu beschäftigen, auch Verbindungen zum bewussten Tagesgeschehen (auch Therapiearbeit nachbereitend) und der Vergangenheit zu erschnüffeln, bringt hier aber viel.

    Intrusionen sind dagegen „tagsüber“ Erinnerungen oder Bilder oder „Filmchen“, die meist durch einen bestimmten Auslöser kommen (z.B. ein Geruch, Blut, eine Stimme, eine ähnliche Situation, Schnee, ein Schrei...) . Intrusionen würde ich eher zum Denken, also zu bewussteren Teilen der Persönlichkeit rechnen.

    Dass im Traum aber eine Szene „im Original“ auftaucht, ist auch möglich, die Unterscheidung mit diesen Bezeichnungen ist hier m.E. nicht so sehr wichtig, spielt eher bei der Symptombehandlung ne Rolle, d.h. Trigger kann man direkter bearbeiten, bei Albträumen sieht das schon wieder anders aus, die „reagieren“ erst auf Veränderungen, beispielsweise in der Therapie.

    Muss man bei suizidalen Gedanken während PTBS immer in die Klinik?
    Bei bloßen Gedanken m.E. nicht. Nur wenn Eigen-und/oder Fremdgefährdung vorliegt. Z.B. bei konkreten Absichten. Kommt aber auf das ganze Verhalten und die Umstände an. Das schätzt der/die Thera ein. Brauchst da nicht so viel Angst haben, Äußerungen über Suzigedanken kommen bei sehr vielen Menschen vor, die sind jetzt nicht alle „drinnen“. Für das Vertrauensverhältnis zum Thera ist es sinnvoller, sowas mit anzusprechen.

    Hat man Flashbacks ein Leben lang?
    Meist schwächt es sich sogar ohne Thera, wenn die Lebensumstände es ermöglichen und die Persönlichkeit bereit ist, sich der unbewussteren Fragmente zu stellen, von selber. Selbst so eine Art meditative Situation, in der einfach nur das Denken zur Ruhe kommt und der Mensch sich aller Impulse, die der Speicher freigibt, widmet, kann nach und nach heilsam sein. Es ist wichtig, auf das zu hören, was sich seinen Weg bahnt. Einfach ein bisschen lieb zu dir sein. Wie lange ist es denn jetzt her?

    Viele Grüße
    Hiob

  3. #3
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Dankeschön Hiob,
    du hast mir schon sehr geholfen, dieses wirrwarr in mir zu verstehen.

    Ich habe seit 7 Monaten Flaschbacks, die ich mehr oder weniger unter Kontrolle habe. Ich wünschte nur sie hörten auf.
    Geändert von :knuddel: (30.11.2006 um 18:32 Uhr)

  4. #4
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Woher weiss man, daß man die richtige Therapeutin gefunden hat?

  5. #5
    Neuling
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    Hallo noch mal, Knuddel.

    Woher weiss man, daß man die richtige Therapeutin gefunden hat?
    Im Grunde geht es in den Vorgesprächen darum, die Berührungsangst aufzutauen und zu kucken, ob du mit ihr überhaupt klar kommst. Wenn sie dich nur von oben herab oder pädagogisch behandelt, und dir das unangenehm ist, dann würde ich sie nicht nehmen. Manchmal rutscht man auch sofort in eine Kleinmädchenrolle, wenns so ist, würde ich das ansprechen und kucken, wie sie darauf reagiert..

    Es geht darum, herauszufinden, ob sie dir helfen kann und helfen will. Beides sollte zu Beginn offen besprochen werden, finde ich. Ob sie sich genug Zeit nimmt, das merkst du auch. Eigentlich merkst du es am besten, dass sie die richtige ist, wenn du Vertrauen zu ihr entwickeln kannst und wenn du den Eindruck hast, dass sie sich Mühe gibt. Eine Garantie, ob das so bleibt, wird’s natürlich nicht geben. Aber ich finde sinnvoll, wenn du relativ schnell auch mit peinlichen Sachen rausrückst, da taut das Eis schneller und du weist gleich, wie sie darauf reagiert...und ob du dich überhaupt traust, dein Herzchen auszuschütten.

    Die Art der Therapie sehe ich übrigens als zweitrangig. Wichtiger finde ich den Thera in seinem/ihrem Wesen und den Draht zwischen Thera und Knuddel.

    Zu deinem anderen Text wollte ich jetzt eigentlich noch was schreiben, aber schwubs, hast du ihn editiert , hmm...nun hab ich vergessen, was da stand.

    Viele Grüße
    Hiob
    Geändert von Hiob (30.11.2006 um 19:41 Uhr)

  6. #6
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Sorry Hiob,

    hatte irgendwie bedenken zu viel offenzulegen von mir. Ich möchte nicht ein Jammerbolzen sein.

    Zur Therapeutin
    Ich habe gestern ein Vorgespräch gehabt und ich hatte einen guten Draht zu ihr, sie will mir noch 2 Sitzungen Gelegenheit geben sie kennenzulernen und dann darf ich mich entscheiden. Ich war etwas verwirrt, weil mich vorher 3 Therapeuten haben antanzen lassen und dann weggeschickt haben, weil sie nicht die richtige Therapeutin wären, die ich bräuchte. Bei der neuen Therapeutin ist alles anders, irgendwie steige ich da nicht so durch.
    Mir wurde geraten dringend eine Therapie zu machen, aber keiner sagt welche und die Therapeutinnen fragen immer nach, was sie für mich tun können.
    Ich bin sehr verwirrt. Wie soll ich wissen was ich brauche, ich hab doch keine Ahnung von der Materie.

    Ich glaube ich habe einen guten Draht zu ihr, ich hoffe einfach ich bin ihr nicht auch zu heavy.
    Geändert von :knuddel: (01.12.2006 um 06:50 Uhr)

  7. #7
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Ich habe schon wieder zwei Frage, die mich sehr beschäftigen.

    Was bringt ein sicherer Ort, wenn er nur ausgedacht ist und nicht wirklich??

    Warum darf man in Gedanken nicht seinen Ehemann oder eine andere Person mitnehmen?????

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen zu verstehen.

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