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Thema: Frau mischt sich ständig in Konflikt zwischen mir und Sohn

  1. #1
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    Standard Frau mischt sich ständig in Konflikt zwischen mir und Sohn

    Hallo!

    Lange war ich nicht mehr hier, aber mittlerweile bin ich nervlich selbst vollkommen am Ende. Die Überschrift trifft nicht alles, aber das, was mich meiner Meinung nach am meisten auf die Palme bringt, bzw. dazu beiträgt, dass die Situationen noch mehr eskalieren. Ich selber bin nun seit etwa 4 Monaten schon in ambulanter Therapie, in welche ich mich freiwillig begab aufgrund diverser Erschöpfungszustände und häufigen exzessiven Wutausbrüchen (Brüllen, Gegenstände an die Wandschmeißen usw.). Mittlerweile ist es zwar weniger geworden, aber es ist noch nicht weg, also ab und zu platzt es noch. Mein Sohn (5) bringt mich zur Weißglut. Und wenn er sich gar nicht beschwichtigen lässt, dann platzt mir dummerweise auch schon mal der Kragen, da mein Nervenkostüm echt kaum noch was einstecken kann, auch wenn es sich komisch anhören mag. In jeden Konflikt mischt sie sich ein, angeblich nur wenn ich zu laut werde. Allerdings wird auch alles kommentiert in dieser Hinsicht wenn ich was sage, durchsetze oder durchzusetzen versuche (von meiner Frau) und ich fühle mich echt als "blöd dargestellt" vor meinem Sohn und für mich ist klar dass er mich dann auch nicht ernst nimmt. Dann raste ich meistens richtig aus und fahre richtig hoch wenn zunächst mein Sohn aufdreht und ich dann anschließend noch den Lack von meiner Frau bekomme und das meist auch noch vor meinem Sohn, statt mit mir zusammenzuarbeiten und die Situation ausklingen zu lassen. Nein, egal wie beschissen er sich benimmt wird sich auf seine Seite gestellt. Hinsichtlich der Konsequenz und dessen was ich sage sollten wir zusammenarbeiten und sie auf meiner Seite stehen, statt ausgerechnet dann den ****** (entschuldigt meine Ausdrucksweise) vor den Kindern noch zu diskutieren. Ich habe das gefühl dass mein Sohn sich als gleichberechtigter sieht und mich nicht als Autoritätsperson in dem Sinne wahrnimmt und wundere mich nicht einmal darüber unter diesen VOraussetzungen. Wenn ich dann ausraste und böse ausgedrückt meine Frau "zusammen*******" da alle anderen Argumente von ihr abprallen. Wenn das was ich sage und denke nicht ihrer Meinung entspricht, dann ist sie im Recht bzw. ist überzeugt davon es zu sein. Nun habe ich die Ausraster und das beschissene Benehmen meines Sohnes und bin da einfach machtlos und dann stellt sich meine Frau auch noch grundsätzlich gegen mich und ich kämpfe gegen Windmühlen und dementsprechend ist auch die Stimmung. Natürlich reagiere ich zu oft noch über, aber wenn sie sich einmischt beruhigt sich das nicht wirklich, eher im Gegenteil, es verstärkt es nur noch. Mich macht das einfach nur fertig und ich grübel einfach nur.

  2. #2
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    Standard

    Hallo Lernender
    Entschuldige bitte das mich dein Bericht enorm schockiert. Ich stelle mir gerade die Situation bei euch zuhause vor und versetze mich in die Lage deines 5 jährigen Sohnes, was er an Streit und Auseinandersetzungen zuhause erleben muss, furchtbar.
    Mal etwas grundsätzliches.
    Ein Kind hat verschiedene Entwicklungsstufen, die sich jährlich oder innerhalb drei Jahren ändern. Dazu gehört Neugierde, Übermut, aber auch Dickköpfigkeit und Wurausbrüche.
    Diese Entwicklungsphasen durchläuft ein Kind um sich zu einer eigenständigen Person entwickeln zu können. Dh. es saugt seine Umwelt in sich auf, erkennt Verhaltensweisen und kopiert diese. Es provoziert, kommentiert, wehrt sich, und durchlebt sämtliche Gefühle wie Wut, Trauer, Freude usw usw.
    Es macht die Dinge NICHT um seine Eltern oder andere Menschen zu ärgern, sondern um zu lernen was passiert, wenn ich mich so oder so verhalte.
    In dieser aufregenden Zeit braucht das Kind einen festen Haltc und ruhige und besonnene Eltern, die erklären, begleiten und unterstützen und keine Eltern die schreien, toben oder sich gegenseitig niedermachen.
    Nun kommt die Rolle deiner Frau zum tragen. Sie ist die leibliche Mutter, mit dem natürlichen Instinkt ihr Kind in JEDER Lebenslage zu beschützen, auch vor dir !
    Dieser Rolle wird sie gerecht, nicht im Kampf um sich gegen dich zu stellen, sondern mit vollem Körpereinsatz vor euer Kind. Da hast du auch garkeine Chance gegen anzukommen und das solltest du auch nicht - du wirst IMMER den kürzeren ziehen !
    Das macht dich wütend, du fühlst dich aus der Rolle des Vaters und Ehemannes verdrängt. Deine Autorität wird in Frage gestellt und das ist auch gut so.
    Deine unkontrollierten Aggressionen stellen nämlich eine Gefahr für deine Familie dar, Mutter und Kind fühlen sich bei deinen Wutausbrüchen bedroht und stehen unsagbare Ängste aus. Und DAS TUST DU DEINER FRAU UND DEINEM KIND AN ?
    Ich dachte du liebst beide ? Ist das LIEBE ????????????
    Oder betrachtest du beide als deinen BESITZ ?
    Du bist der Boss und hast das Sagen ?

    Du kannst die Situation verändern ! Mach deine Therapie weiter !
    Versuche ruhiger zu werden und nicht immer alles als "Angriff" gegen deine Person zu werten. Schaffe deiner Frau und deinem Kind ein ruhiges, vertrauenswürdiges Zuhause, werde der Fels in der Brandung auf den sich deine Frau und dein Kind verlassen können, anlehnen und sich geborgen und sicher fühlen. Das ist DEINE AUFGABE !
    Betrachte dein Kind als Teil von dir und nicht als deinen Feind !
    Betrachte deine Frau als das was sie ist, eine gute Mutter und als die Frau, die du mal aus Liebe geheiratet hast und nicht als Konkurrenz.
    Geb deinem Kind die Chance von dir zu lernen - sei ein Vorbild an das es sich orientieren kann, auf das du stolz bist und hinter ihm stehst.

    Eine Familie darf nie zum Kriegsschauplatz werden, dazu zählt Toleranz gegenüber dem anderen, Wertschätzung und das MITEINANDER - nicht gegeneinander.
    Niemand MUSS RECHT haben, jeder MUSS dem anderen auch mal entgegenkommen.
    Gewalt gehört nicht nach hause !!!!!! Schreien, toben, Dinge an die Wand werfen, Beleidigungen, Beschimpfungen - all das ist AUCH GEWALT !

    Und ganz ehrlich, hätte ich dich als Partner - ich hätte schon das weite gesucht - solange bis du wieder "in der Spur" wärst !

    Trotzdem wünsche ich dir das du dich weiterentwickelst FÜR deine Familie
    lg

  3. #3
    Neuling
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    Standard Antwort

    Hallo und vielen Dank für deine Antwort!

    Ich weiß aber war bemüht ehrlich zu sein, auch wenn der Inhalt absolut unmöglich ist, aber darum wende ich mich ja auch mitunter hier an euch. Um auch mal "neutrale" Blickwinkel erläutert zu bekommen, wie den deinen. Natürlich musste ich schlucken, aber du hast ja weitgehend recht und ich hätte vermutlich ähnlich geantwortet. Der Große, bzw. seine Auffälligkeiten sind und waren ja auch der Grund für das Einlenken, da ich sehe, dass sich das sehr auswirkt. Das Problem ist, dass ich die verschiedenen Phasen und Entwicklungsstufen eigentlich sehr gut kenne, aber dann in diversen Situationen vollkommen irrational handele. Innerlich sagt meine innere Stimme eigentlich deutlich NEIN gegen mein eigenes Handeln. Ist schwer zu erklären. Umgekehrt hätte ich das bisher vermutlich auch nicht so lange ausgehalten, da gebe ich dir Recht. Habe schon vieles geändert und an Stressoren reduziert und und und. Nur brauche ich irgendwie ne Möglichkeit wie ich in diesen Situationen wieder so zurecht komme wie früher, denn "lustigerweise" war immer ich da der eher ruhigere Part der selbst im Stress die Ruhe bewahrt hat. Danke für deine Aufmerksamkeit

  4. #4
    Schreiberling
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    Standard

    Das Kind solltet ihr auf jeden Fall rauslassen.

    Normalerweise sollte man einfach vernünftige Gespräche darüber führen (wenn das Kind nichts mitbekommt am besten, falls es doch lauter wird!). Du musst natürlich deine Wut erstmal unter Kontrolle bringen. Aber auch sowas wie wenn du denkst, deine Frau bemuttert ihr Kind zu stark. Sowas muss man nicht wütend mit Affekt diskutieren, sondern man setzt sich zusammen und spricht es an "Hey, er zeigt keinen Respekt zu uns, ich denke es liegt daran, dass du ihm immer alles gibst, wir sollten wir einen Kompromiss finden."
    Aber das mit der Wut scheint wirklich stärker zu sein, als es gesund ist. Wünsche dir gute Besserung.

  5. #5
    Schreibkraft
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    Was sagt dein Therapeut dazu ? Was rät er dir wie du in Krisensituationen handeln solltest ? Ich denke da hat jeder so ein eigenes Rezept.
    Sprich auf jeden Fall in deiner Therapie da drüber und versuche eine Lösungsmöglichkeit zu erarbeiten die für dich tragbar ist.
    Vieleicht gehst du ne Runde spazieren um den Block um dich abzureagieren, vieleicht nimmst du einen Spiegel und schaust dich selber in dieser Situation an und redest mit dir, vieleicht wäre aber auch eine räumliche Trennung erstmal richtig für dich um Abstand zu bekommen von dem ganzen - schwierig etwas vorzuschlagen wenn man selber nicht davon betroffen ist. Ich würde es auf jeden Fall als wichtigsten Punkt in deiner Therapie ansprechen und um Möglichkeiten suchen.
    lg

  6. #6
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    Standard

    Hallo Lernender,

    basierend auf Deinem Startbeitrag kann ich mir noch kein Urteil bilden. In welchen Situationen regst Du Dich denn über Deinen Sohn auf, wo Deine Frau ihn dann in Schutz nimmt. Schneid doch mal ein paar Beispiele an.

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