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Thema: Freund bei Unfall schwer verletzt

  1. #1
    Neuling
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    Standard Freund bei Unfall schwer verletzt

    Hallo,
    ein Freund, von mir, wurde bei einem Auftounfall schwer verletzt - er musste Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht werden.
    Nun liegt er anscheinend auf der Intensivstation.
    Ich möchte ihn gerne besuchen, doch bekomme am telefon keine Auskünfte, was irgendwie verständlich ist!
    Wie ist es eigentlich wenn ich jetzt pesönlich in die Klinik gehe, werde ich dann auch nicht zu ihm dürfen.
    Den "Kollegen", die schon dort waren, sagen nicht wo er genau liegt.
    Die Klinik weiß ich, doch nicht die Station - es handelt um eine große Uni-Klinik!
    Was kann ich machen?
    VG Wiesel

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Wiesel,

    Was kann ich machen?
    ihn von den Profis erstmal retten lassen. Darum liegt er nämlich auf der Intensiv.

    Bei aller Sorge und Mitgefühl - im akkuten Zustand ist es nicht hilfreich, dem Personal als Besucher im Weg zu stehen. Die Abschirmung auf der Intensivstation hat schon ihren Sinn. Drum werden i.d.R. auch nur Angehörige reingelassen.

    Warte erstmal ab, der Informationsfluss scheint ja über Kollegen da zu sein. Dein Freund hätte im Moment wohl auch wenig von Deinem Besuch.

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    @ Gabiannarele

    Das ist es wohl wieder - das mangelnde Selbstbewußtsein!?

    Im Prinzip, von der Vernunft her, sehe ich es auch so, wie Du es schreibst!
    Ich glaube auch, dass auf die Intensivstation, nur Angehörige gelassen werden. Das weiß ich, da mein Vater, vor 3 Jahren, auch auf einer Intensivstation lag - er ist jedoch leider verstorben.
    Doch warum waren die Anderen, angeblich, dort?
    Sie waren vielleicht dort , und wurden nicht reingelassen - sie äußern aber nicht, von denen kommt nichts!
    Ich habe in dem Krankenhaus angerufen, sagte den Namen des Patienten, und wurde dann anscheinend, mit der STation verbunden. Dort sagte man mir halt, dass sie keine Auskünfte geben, auch nicht auf welcher Station er liegt.
    Ich könne ja mit Angehörigen Kontakt aufnehmen, und mit denen kommen.
    Doch die Angehörigen des Freundes kenne ich leider nicht!
    Doch was sage ich dem Freund, später - warum ich ihn nicht besucht habe?!
    VG Wiesel

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    Doch was sage ich dem Freund, später - warum ich ihn nicht besucht habe
    Wiesel, glaubst Du nicht, dass Dein Freund jetzt ganz andere Probleme hat?

    Ehrlich gesagt, entschuldige meine Direktheit, aber ich hab gerade den Eindruck, hier gehts weniger um mangelndes Selbstbewusstsein, sondern um mangelnde Empathie.

    Ich bin immer froh gewesen, wenn direkt nach einer OP keine Besucher mein Zimmer gestürmt haben und wenn es dabei auch noch um lebensrettende Eingriffe geht, sagt doch wohl schon der gesunde Menschenverstand, dass man zurück zu treten hat. Dazu gehört auch, die Angehörigen, die wahrlich andere Sorgen haben, nicht zu belästigen, wenn man ihnen keine Entlastung anzubieten hat und nicht zu dem Kreis gehört, der für Beistand relevant ist.

    Und was interessiert Dich, was Deine Kollegen sagen, tun, oder nicht tun? Gehts nicht primär darum, dass Dein Freund durchkommt und wieder voll gesundet? Du kannst ihn besuchen, wenn er auf Station verlegt wird.

  5. #5
    Neuling
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    Standard

    ja sicher, dass wichtigste ist, dass er duchkommt.

  6. #6
    Gast5147
    Gast

    Standard

    Hi Wiesel,

    "Doch was sage ich dem Freund, später - warum ich ihn nicht besucht habe?!"

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das in der Zeit auf der Intensivstation keine Rolle spielt, ob ein Freund da war oder nicht ...
    Sollte er demnächst auf eine normale Station verlegt werden, kannst Du ihn besuchen gehen.
    Auf der Intensivstation geht es nur darum, jemandem das Leben zu retten und ihn stabil zu bekommen - alles andre ist da nicht wichtig.
    Gedulde Dich also ein wenig

    LG

  7. #7
    Neuling
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    Standard

    Hallo Madness,
    ja, ich werde mich gedulden.
    Sicherlich habe ich da jetzt überreagiert, mit Krankenbesuch, aber ich denke es ist normal, wenn einem der Mensch etwas bedeutet - auch wenn Abwarten, in der jetzigen Situation, natürlich eher angebracht ist.
    Außerdem hat sich ein anderer "Kollege", jetzt auch bei mir gemeldet, und mir gesagt, wo genau die besagte Person untergebracht wurde.
    VG Wiesel

  8. #8
    Neuling
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    7 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Das Thema ist ja grundsätzlich schon erledigt...
    Aber ich komme nicht drumherum, doch ein paar Worte zu verlieren.
    Ich kenne beide Seiten leider zu gut. Die als hilfloser "Besucher" und auch als Patient auf ITS.
    Und natürlich ist es richtig, dass auf der Intensiv das Überleben im Vordergrund steht und alles andere zweitrangig ist/sein sollte.
    Jedoch bedeutet zweitrangig nicht, dass es deswegen unwichtig ist oder komplett ausgeblendet werden sollte.
    Wenn ich manchmal hier lese, wie mit den Sorgen und Gedanken einiger User umgegangen wird, wird mir echt übel.
    Inwiefern Wiesel seinen Beitrag nun vorher überdacht hat (oder auch nicht) ist völlig dahin gestellt. Er ist in Sorge und sucht erstmal einen Weg. Er wendet sich hilfesuchend an dieses Forum ....und GLÜCKLICHERWEISE ruft er nicht ab dem Wissen von dem Unfall im 2-Minuten-Takt auf der ITS an und hindert damit das Personal an seiner eigentlichen Arbeit...nämlich sich um Menschen zu kümmern, die gesundheitlich absolut instabil sind und jede Aufmerksamkeit und Konzentration brauchen.
    Als Patient auf der ITS hat man natürlich "andere Sorgen"... jedoch ist man da nach wie vor noch irgendwie lebendig (und leider nicht viele verlassen diese Station so) und ich für meinen Teil habe mich gefreut, wenn mir Grüße ausgerichtet wurden von Leuten, die mich nicht besuchen durften,aber doch da waren. Wer weiß, hat mir das unbewusst auch Kraft gegeben?!? Auch wenn ich um mein Leben kämpfte..oder gerade deshalb!
    Und als Angehöriger/Freund/Bekannter/Kollege ist es einfach nicht leicht da richtig zu reagieren.
    Der Informationsfluss "funktioniert" (oftmals die unterschiedlichsten Varianten und Geschichten) und man weiß eigentlich gar nichts. Wenn dann auch nur ein Hauch von Sympathie oder Bindung zu dem Erkrankten besteht, macht einen dieser Zustand schier verrückt und man will nur eins.. zu dieser Person.
    Natürlich sind die Ausführungen auf Wiesels Beitrag in sich richtig.
    Aber ich wünsche mir, dass wir alle immer so wohl überlegt und schon fast arrogant über den Dingen stehen, wenn es uns mal wieder selbst betrifft!!!

    Amen.....und gute Nacht.
    ~~~ Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage. Nicht für das, was du verstehst. ~~~

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