Hallo!
Ich bin ganz neu hier im Forum und hoffe, dass ich hier Ratschläge und etwas Hilfe finden kann.
Vielleicht mal vorab kurz meine Vorgeschichte: Ich hatte keine so schöne Kindheit. Meine Mutter hat mich öfters geschlagen, versucht, mich zu dominieren und zu kontrollieren. Fast täglich wurde ich von ihr wegen Nichtigkeiten niedergemacht. Mein Vater hat selbst schwere Depressionen, unter denen ich zusätzlich mitgelitten habe. In der Schule wurde ich seit der Grundschule bis zur Oberstufe gemobbt. Mit meinen Eltern konnte ich nicht drüber reden, genauso wenig wie mit den paar Freunden, die ich hatte, die ebenfalls keine wirklichen Freunde waren. Direkt nach dem Abitur bin ich 1.000 km weggezogen.
Dann ging es mir erstmal sehr gut. Ich habe Abstand gewonnen, ein neues Leben angefangen und einen neuen Freundeskreis. Der Umzug war nicht nur eine Flucht, sondern auch die Verwirklichung eines Lebenstraums. Ich war und bin glücklich hier. Wenn ich zu meinen Eltern fuhr, war das dort aber mehr ein Gefängnis für mich als alles andere. Ich habe die Stunden gezählt, bis ich wieder zurück fahren konnte in meine neue Heimat. Weihnachten war für mich damals ganz schlimm und da schwor ich mir, nie wieder zu Weihnachten zurück zu kommen.
Dann habe ich meinen Freund kennengelernt und er war der erste, mit dem ich über meine Gefühle reden konnte. Seit ich denken kann, habe ich darüber geschwiegen. Das tat gut. Er fuhr mit mir auch zweimal zu meinen Eltern und da war es aushaltbar für mich. Ich fühlte mich nicht mehr so alleine, schutzlos und ausgeliefert. Mein Freund will aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr mitfahren, was ich auch verstehen kann.
Jetzt muss ich alleine fahren. Letztes Jahr habe ich abgesagt am Abend vor dem Flug (fliege meistens). Ich habe die Tage zuvor nur noch geheult, hatte panische Angst und wollte einfach nicht dort hin. Im Januar dieses Jahres habe ich wieder einen Flug gebucht, diesmal nur drei Tage Aufenthalt. Ich dachte, das würde ich schaffen. Drei Tage sind ja nicht schlimm. Es war auch alles okay, ich dachte wirklich, ich schaffe das. Am Mittwoch soll es losgehen und seit Donnerstag bricht es in mir ein. Es war absolut belanglos, woran ich dachte, aber seitdem kann ich nicht mehr. Heute habe ich fast nur geheult. Ich will einfach nicht dahin. Ich will dies nicht noch einmal erleben. Ich habe so eine panische Angst davor.
Gleichzeitig habe ich aber auch Schuldgefühle: Meine Eltern freuen sich auf mich und ich will sie nicht wieder enttäuschen. Wie soll ich ihnen das nur erklären? Ich habe Angst, dass sie sauer auf mich sind. Meine Oma möchte mich auch gerne wiedersehen, obwohl sie sich eigentlich nie für mich interessiert hat. Dazu habe ich Angst, dass ich es irgendwann bereuen werde, jetzt nicht gefahren zu sein.
Ich würde so gerne jemanden dabei haben, der mir hilft und mir ein Rückgrat ist. Mein Freund will aber nicht mitkommen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin total verzweifelt und kann nicht mehr. Ich würde auch gerne eine Therapie machen, doch kann ich mir das als Studentin nicht leisten.
Was soll ich tun? Bitte helft mir!
Liebe Grüße


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) weiterhelfen, wenigstens ein Stück weit




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