Guten Abend Zusammen,
ich möchte euch gerne meine Situation schildern und mein Herz ausschütten.
Es ist doch mal was anderes Fremden eine Situation zu beschreiben,
als die Freundin um Rat zu fragen.
Ich versuche mich kurz zuhalten und kurz zu erklären,
warum ich so unzufrieden mit mir und meinem Alltag bin.
Grundsituation:
Mein Mann und ich sind seit 8 Jahren verheiratet und haben 2 Kinder.
Finanziel geht es uns gut. Sexualleben haben wir keins.
Familienleben haben wir wenig.
Sexualleben:
Eigentlich ist das ein ganz anderes langes Thema, aber es ist hier doch erwähnenswert.
Ich hatte noch nie die große Lust auf Sex. Die Wichtigkeit die viele andere mit diesem Thema haben, verspüre ich definitiv nicht.
Somit beschreibe ich mich kurz als A-Sexuell, weil ich kaum bzw. sehr sehr selten Lust auf Sex habe. Eigentlich gar nicht.
Somit ist es für mich kein Problem, aber ich weis das mein Mann sich das eigentlich anders vorgestellt hat.
Wohl auch logisch bei einem normal tickenden Mann.
Aus den 2 mal Sex im Monat wurden 2 mal Sex im Jahr. Fazit: Für meinen Mann nicht toll. Aber mir fehlt nichts. Streit habe wir deswegen komischerweise nicht... und reden auch kaum drüber.
Meine berufliche Situation:
Mein Beruf habe ich wegen der Kids an den Nagel gehängt und eigentlich wollte ich immer mal Teilzeit nach der Elternzeit wieder einsteigen.
Aber das war in meinem Beruf nicht so einfach. Es hat sich nie was ergeben und nun bin ich komplett raus und werde auch nur sehr schwer was finden. Gerade Teilzeit.
Alltag:
Mein Mann verlässt spätestens um 7 das Haus
und fährt zur Arbeit. Abends kurz vor 20 Uhr kommt er nach Hause.
Meine Aufgabe ist es schon seit 7 Jahren, die Kinder morgens zu versorgen... Kita/Schule/Haushalt/Garten... und soll ich euch mal was sagen...
Mein Job als Hausfrau und gefühlte Alleinerziehende geht mir extrem auf die NervenNatürlich liebe ich meine Kinder. Aber gefühlt bin ich nur für Kinder und Haushalt da.
Klar treffe ich mich auch mal mit einer Freundin und 1 mal die Woche gehe ich auch zum Sport, aber trotzdem bin ich extrem unzufrieden mit allem.
Auf der einen Seite könnte ich glücklich sein, einen Mann zu haben mit dem ich Finanziel abgesichert bin. Aber auf der anderen Seite sehen wir uns eigentlich nur am Wochenende.
In der Woche ist er arbeiten..., wenn er nach Hause kommt, dann ist es 20 Uhr... dann geht er noch kurz zu den Kids...dann geht er duschen, rasieren und packt sich vor den TV und geht ins Bett. Ganz ehrlich.. ich mache es ja genauso. Ich selbst habe auch Abends kaum Lust noch etwas zu unternehmen. Ab und zu klönen wir kurz über den Tag und das war es. Irgendwie verbindet uns nichts mehr. Ausser die Kinder.
2 Tage die Woche ist mein Mann beim Sport und ich bin auch 1-2 mal die Wochen beim Sport. Somit sehen wir uns 1 Abend kurz in der Woche.
An den Wochenenden unternehmen wir öfter etwas mit den Kids oder fahren auch 1 mal im Monat essen oder ins Kino.
Freunde:
Gemeinsame Freunde haben wir eigentlich nicht.
Er hält sein "Bekanntenkreis" in seiner Arbeit
und geht mit guten Bekannten dort Mittagessen.
Mit einem alten Schulfreund trifft er sich alle 8-12 Wochen auf ein Bier.
Mit meinen Freundin telefoniere ich öfter in der Woche.
Ab uns zu treffen wir uns mit den Kindern zum Kaffeetrinken
oder ich gehe mit einer Freundin Abends auch 1 mal im Monat
was essen/trinken.
Fazit:
Ich bin eine frustrierte Hausfrau der die Decke auf den Kopf fällt.
Die genervt ist von Kindererziehung und putzen... ausserdem ärgert es mich,
das ich zu Hause kaum Annerkung für meine "Arbeit" erhalte.
Habe ich gewischt und gesaugt, dann trampelt der Mann Abends mit seinen dreckigen Schuhen durch den Flur. Bemängel ich das, dann bin ich eine "Zicke". Habe ich das Bad geputzt... werden am Abend gleich wieder die BArtstoppeln verteilt..die Zahnpasta klebt im Waschbecken und der frisch geputzte Spiegel ist mit Wasserspritzer verziert.
Mir ist bewusst, das es überall ähnlich abläuft, doch mir geht es tierisch auf die Nerven.
Doch leider befürchte ich kaum was daran ändern zu können.
In meinen alten Beruf kann ich nicht zurück, da bin ich nach 7 Jahren raus.
Selber Schuld
Aber ehrlich...das muss auch nicht sein. Nur mit mitte 30ig was neues lernen??
Mir bleiben also nur noch Jobs wie putzen gehen, im Supermarkt Regale einräumen oder Zeitungenaustragen. Es ist zum heulen.
Ich habe das Gefühl zu versauern und bin traurig, weil ich das Gefühl habe mein Zug ist abgefahren und das mit mitte 30ig.
Partnerschaft/Eheleben:
Eigentlich ist das nicht vorhanden.
Küssen gibt es gar nicht... in Arm nehmen auch so gut wie gar nicht.
Obwohl mir letzteres schon fehlt, aber in meiner angespannten Situation ist es mir auch gerade egal.
Ich erhoffe mir einige Denkanstöße von euch.
Vielleicht finde ich so einen neuen Ansatz
LG


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Natürlich liebe ich meine Kinder. Aber gefühlt bin ich nur für Kinder und Haushalt da.

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