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Für Alle
Der Morgen danach
Schmerzhaft Sinnen tragisch Enge
Schuld nun meine Seele speist
Dunkel die Gedankengänge
Ach wie schmerzt mir doch der Geist
Hämmern, pochen und ein Dröhnen
Bilden die Geräuschkulisse
Zügellos dem Rausche frönen
Wie ich Ruhe jetzt vermisse
Vielfach schon das Tal durchschritten
Immer wieder schwach die Kraft
Nicht ganz unverdient gelitten
Immer wieder aufgerafft
Höre nach durchzechter Tour
Vorwurf wenn man mich dann pflegt
Selbst die Tiere saufen nur
Bis ihr Durst sich hat gelegt
Finde wenig oft nur wenig Trost
Was mein Leiden lindern täte
Oft sind alle nur erbost
Wenn ich um Verständnis bäte
Schön ist trotzdem dieses Schweben
Kurz vor Ohnmacht Euphorie
Bilder unwirklich verweben
Sich zu einer Symphonie
Beim Zechen feixen, johlen, lachen
weil’s ablenkt von dem Leid der Welt
Doch anderntags nach dem Erwachen
Den Zustand hab ich nicht bestellt
Und steh ich wieder fest im Leben
Beschwerdenfreiheit kaum ertrage
Dann ist mir wieder Kraft gegeben
Fürs nächste große Trinkgelage
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chrissi21366 (15.07.2011)
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