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Thema: fuer die wohlmeinend helfenden

  1. #1
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    Standard fuer die wohlmeinend helfenden

    teil 1

    Ich hab lange nachgedacht, wie ich das hier formuliere, zumal ich ja auch nur selbst als laie und nicht als psychologe auftreten kann, was meiner erfahrung nach immer gerne als argument benutzt wurde und wohl auch wieder wird, um das, was ich sage, zu entkraeften oder sich nicht weiter damit auseinandersetzen zu muessen. Aber es sind, wie gesagt, erfahrungen, erfahrungen, die ich gemacht habe und die mir keiner abstreiten kann, die ich hier mitteile und von denen ich hoffe, dass sie bei denen gehoer finden, die ja gerade deswegen hier sind, um an einem erfahrungsaustausch teilzunehmen.

    Tja, wo soll ich anfangen, soll das hier doch so eine art gefahrenhinweis werden fuer jeden, der menschen helfen will, die sich in not befinden, die probleme haben und am rande der verzweiflung stehen. Klar, ich hab mich damals auch angemeldet, weil ich der festen ueberzeugung war, ich kann anderen helfen und hab drauf losgeschrieben was das zeug hielt... und ich war wirklich gut darin, anderen ihre probleme aufzuzeigen, rat zu geben, sie auf dem weg zu fuehren, den ich fuer gut und richtig befand. Kurz: ich weiß, wie es sich anfuehlt, wenn man glaubt, jemandem mit seinen ratschlaegen helfen zu koennen: es ist ein tolles gefuehl, man denkt, man tut etwas gutes in der welt und macht sie ein stueckchen besser.
    Was mich allerdings damals schon gewundert hat war, warum denn in einem psychologieforum sich nie die psychologen zu wort melden und den leuten nicht ebenfalls helfen, stattdessen aber immer irgendein grummler (dreimal duerft ihr raten, wer diese grummler sind) sich ueber meine beitraege beschwerte von wegen keine ahnung, mangelhafte validitaet, usw... oh ja, auch diese seite kenne ich nur allzugut und natuerlich hab ich mich dagegen gewehrt, und wie!
    Hab ich mich gezofft, was hab ich denen nicht alles vorgeworfen: da seien sie nun studierte psychologen, womoeglich noch therapeuten und dann sowas. Ich konnts nicht fassen, dass sie den leuten nicht helfen wollten wie ich und viele andere es taten mit der zuhoerbereitschaft, der tipps-geberei und allem, was noch so dazu gehoert, stattdessen aber auf mir und den anderen scheinbar „herumhackten“, wir sollten sowas doch bitte lassen.
    Und ich dachte mir:“euch zeig ichs“ und hab nachgehakt, gestichelt, gebohrt wollte wissen, was in sie gefahren sei, so zu handeln, wollte fighten von mir aus gegen die ganze welt. Ich wollte den denkfehler bei ihnen finden und sie widerlegen, denn ich sah mich im recht. doch das schlimme war, dass ich nicht nur keinen fehler gab, nein viel schlimmer: es machte immer mehr und mehr sinn, was mir da von der anderen seite erzaehlt wurde und das nicht nur von einem.
    Vielleicht war es auch mein glueck, dass es eben nicht nur einer war, den man als dachschadenbehaftet haette abstempeln koennen, sondern gleich mehrere vom fach bis hin zu dozenten, die mir alle mehr oder minder das gleiche erzaehlten.
    Natuerlich ist es demuetigend, gleich von so vielen und dann auch noch von fachleuten darauf hingewiesen zu werden, dass das, was man macht mehr schaden kann, als es zu helfen im stande sei, aber diese demut ist auch ein chancengeber, um ueber neue moeglichkeiten der betrachtungsweise nachzudenken.

    Und wenn ich jetzt die sachen lese, die einige hier schreiben oder die art, wie sich ueber das, was ich schreibe beschwert wird, dann seh ich da einen großen teil von mir selbst in den leuten mit den gleichen irrtuemern und der gleichen sturheit, wie ich sie damals hatte. Und evtl. werde ich gerade deswegen nicht muede, es so oft und oft zu wiederholen und mir und meiner linie treu zu bleiben, weil ich in den leuten auch das gleiche potential sehe.
    Dieses zu suchen und zu entdecken halte ich jedoch fuer die aufgabe eines jeden einzelnen, nicht meine und ich schreibe eben deshalb oft so „kompliziert“, weil ich finde, dass auch die helfer mal von zeit zu zeit ihre grauen zellen anstrengen duerfen, da sie ja schließlich dies von den betroffenen auch fordern. Die art, wie ich das mache ist jedoch meine persoenliche einstellung, von der ich nicht verlangen will, dass jeder es mir gleich tun solle. Ich denke, jeder muss seinen eigenen weg in dieser sache finden und es gibt bestimmt auch den ein oder anderen weniger steinigen pfad als meinen vereisten gebirgspass.


    ende teil 1
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  2. #2
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    Standard

    teil 2

    Ok, worum geht es jetzt konkret:

    fuer die wohlmeinend helfenden:

    Sicherlich ist ein erfahrungsaustausch sinnvoll, um jemandem auch erstmal zu zeigen, dass er womoeglich nicht der einzige ist, dass es anderen auch schonmal so ging, usw... aber es sollte bei einem informationsaustausch bleiben, bei dem das geben von informationen im mittelpunkt steht und nicht das geben von ratschlaegen oder irgendeine rumfragerei.
    Denn es sollte nicht vergessen werden, dass wir mit jeder frage, die wir den leuten stellen, wir nur weiter in ihrer psyche rumstochern und graben. wer weiß, was wir da alles zu tage foerdern? Schaut euch BP an, die haben sich das bestimmt auch anders vorgestellt, wollten schlau sein, dann ist was schief gegangen und jetzt haben sie den salat. Will einer von euch fuer soetwas verantwortlich sein?ich muss mir im klaren darueber sein, dass bei jeder frage, die ich stelle, was schiefgehen kann.
    woher will ich denn wissen, ob nicht ein problem, das die leute mit sich herumtragen nur ein symptom eines ganz anderen problemkreises ist?
    Ich habe es mitunter auch schon erlebt, wie selbsternannte helfer mit ihrer fragerei den anderen nicht nur ausgefragt sondern regelrecht aufgebrochen haben. Denen ging es nicht ums helfen, die wollten sich nur anschauen, wie kaputt dieser mensch ist als eine art sensationsgeilheit. Nach solch einem erlebnis ist es dann fraglich, ob die betroffene person selbst einem therapeuten gegenueber noch in der lage ist, diesen an sich und ihr problem heranzulassen...
    und vielleicht reagier ich auch gerade deshalb so allergisch gegen diese fragerei, die sich in manchem thread abzeichnet, um genau das zu verhindern oder wenigstens darauf hinzuweisen.
    Klar kann man jetzt sagen:“ na das muessen doch die leute selbst entscheiden“ aber sind wir mal ehrlich: da oben steht groß und breit „psychologieforum“ und egal, wie bewusst oder unbewusst, die leute gehen hier mit einer gesteigerten erwartungshaltung hinein und ich muss mir darueber im klaren sein, dass die moeglichkeit, wenn nicht sogar die wahrscheinlichkeit besteht, dass die personen mit jedem tipp, den ich ihnen gebe, raus auf die straße gehen und ihn ausprobieren, ganz zu schweigen von der frage, ob das, was ich gesagt habe auch das ist, was der andere gehoert hat oder ob er sich nicht aus meinen worten eine eigene loesung gebastelt hat, die ihm gerade gepasst hat. Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, wie das gut gehen soll.

    Mit sicherheit ist die hemmschwelle hier niedriger und fuer manche eine erste anlaufstelle auf der suche nach verstaendnis, anerkennung, usw. aber es sollte dabei auch gefragt werden:“haben diese personen sich ueberhaupt schonmal die muehe gemacht, das in der realen welt zu suchen?
    außerdem muss ich hier eben niemandem etwas persoenlich ins gesicht sagen, ich kann schoenen, ich kann weglassen, so eine plattform verzerrt aussagen: sowohl meine als auch die des anderen, ganz egal ob bewusst oder unbewusst und selbst wenn es nur einer von beiden falsch versteht reicht das, um noch alles um 180° drehen zu koennen.
    zudem gibt es noch eine gesteigerte moeglichkeit des selbstbetrugs: Wir kriegen hier ein bild geliefert von einer person, wie sie sich sieht oder besser gesagt: sich sehen moechte, nicht wie sie von anderen gesehen wird, die sie kennen, dementsprechend vorsichtig sollte man mit allem sein, was man sagt und dementsprechend fuer sinnlos halte ich alles, was in richtung diagnose geht, denn es fehlt gestik, mimik, wortlaut, usw...
    ich habe es schon oft erlebt, dass auf ein problem mitunter 10 ratschlaege oder diagnosen kommen, ein regelrechter „supermarkt der antworten“ und der ersteller hat dann die glorreiche aufgabe, sich die beste rauszusuchen und auszuprobieren. Mein vertrauen in die menschen geht weit, aber hier die „richtige loesung“ finden, die es ja dann doch nicht gibt? Ich wuerde dafuer nicht unterschreiben. Allein das aufstellen all dieser antworten erachte ich deshalb schon als fahrlaessig.

    Als fazit bleibt mir nur, dass diagnosen und problemloesungsvorschlaege nichts weiter sind als sudoku-spielchen, die vielleicht spass machen, gespielt zu werden, dem betroffenen aber in keinster weise nutzen und eher noch schaden.

    So ein forum sollte ein sprungbrett sein, das die menschen zurueck ins leben bringt und kein fesselinstrument, das sie hier bindet. Sie sollten herkommen, sich informationen ueber ihr problem beschaffen koennen und dann sollten sie aber auch wieder gehen duerfen und nicht festgehalten werden. doch durch diese ganzen mitgefuehls- und selbstwertaufpeppel-beitraege passiert eben genau das: es entstehen bindungen und bindungen binden und halten fest.
    Natuerlich ist das balsam fuer die seele, natuerlich lindert es die schmerzen fuer einen moment und natuerlich fuehlen sich helfer und betroffener gut dabei, aber es loest auf lange sicht nicht die probleme der leute, zoegert eventuelle notwenidge maßnahmen heraus und macht die menschen am ende nur noch ungluecklicher. Und je besser die tipps und ratschlaege sind, umso verherender kann das werden, denn was die betroffenen merken ist, dass vielleicht das ein oder andere nebenproblem behoben wird, die schwerwiegenden probleme jedoch haben ihr eigenes leben und lassen sich nicht mal so eben wegknipsen. und so wird dann fuer jedes neue kleine problem die community wieder angesprochen und befragt, was dann bis zur unselbststaendigkeit und abhaengigkeit ausarten kann. Und ich denke, dass der ein oder andere das hier ebenfalls schon erlebt hat, wie manche user wieder und wieder mit neuen kleinen problemchen hier herkommen.
    Und wenn dann nach einiger zeit dem betroffenen die leviten gelesen werden, dass er im richtigen leben mal sich um seine probleme kuemmern soll (was ihm schon im ersten beitrag haette gesagt werden koennen), dann passiert das, was ich ebenfalls schon mehrmals erlebt habe: die leute gehen ins naechste psychologieforum und fangen wieder von vorne an und holen sich den seelenhonig von den leuten dort ab. unterm strich sind jetzt 2 jahre vergangen, das eigentliche problem besteht immernoch, aber die person hat sich in eine scheinwelt gefluechtet, die ihr durch die womoeglich zu verstaendnisvollen beitraege anderer helfer eroffnet wurde. Und abermals wird es schwerer, solche leute zurueck ins leben zu werfen.

    Mir ist klar, dass das hier ein laienforum ist und dadurch jeder so viel ratschlaege, diagnosen, hilfestellungen und schmeicheleien geben kann, wie es ihm passt und wie er es fuer richtig haelt. Ich habe mehrere psychologen gefragt, warum sie denn nun so wenig in meinen augen den betroffenen helfen und die antwort ist immer gleich: weil die gefahr, zu schaden wesentlich groeßer ist als zu „helfen“ aus eben diesen oben genannten erlaeuterungen.

    Und um dies nachzuvollziehen, um dies als sinnvoll und gerechtfertigt anzusehen, dazu muss ich kein psychologe sein oder psychologie studiert haben. Das ist bestimmt irgendwo auch eine grundsatzfrage, aber zum großen teil eine rein auf vernunft und verantwortungsbewusstsein basierende einstellung wie ich finde und somit kann auch ich mich als laie am riemen reißen und sagen „ich verbiete es mir, dir so zu helfen, wie du es dir wuenschst oder wie ich es gerne moechte“
    das ist mein anspruch an mich selbst und dies in den beitraegen mit der noetigen haerte durchzusetzen tut mir meist mehr weh als der person, der ich es schreiben muss.
    Klar tun mir die betroffenen am anderen ende auch leid, wuerd die auch am liebsten in den arm nehmen wollen und druecken, aber ich muss mir nunmal klarmachen, dass ich weder fuer sein problem verantworlich noch fuer dessen loesung zustaendig bin. und ich weiss nunmal nicht, was ich durch meine beitraege, fragen und tipps da alles aufwuehle und raushole, was besser schlummern sollte und wo sich nur die experten ranzuwagen haben.
    Fuer mich ist es eine sache des respekts gegenueber der person, dass ich sie so, wie sie ist, weiterleite an einen fachmann.

    Klar, jeder kann so helfen, wie er es fuer richtig haelt und damit so „unprofessionell“ sein, wie er mag, ist nicht verboten, aber es sollte dann doch ebenfalls erlaubt sein, darauf hinzuweisen und wenn noetig auch zurechtzuweisen aus eben oben erlaeuterten gruenden. Und eben deswegen fallen manche meiner beitraege eben so hart aus, weil ich das gefuehl habe, mit diesen meinen ansichten allein dazustehen. Und dann muss ich nunmal mit dem nachdruck von 10 leuten in manche threads reingehen, einfach um das gleichgewicht zu wahren. Das macht dann halt nicht 10 mal bing, sondern ein mal bumm. Ich hab da genausowenig spass dran, wie ihr und ich waer sofort weg, wenns jemand anderes machen wuerde (der das vielleicht auch noch netter kann), aber es macht keiner. Und auch wenn bumm nicht viel erfolg hat, so ist es bisher leider immernoch erfolgreicher gewesen als bing. Und wenn ich mir den frust aufladen muss von hundert leuten, damit auch nur einer davon mal 10 minuten ueber sich nachdenkt, dann nehm ich diesen unmut gerne in kauf.

    ende teil 2
    Geändert von nemi (20.07.2010 um 02:34 Uhr)
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  3. #3
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    teil 3

    Soweit erstmal von meiner seite. Es schwirren noch ne menge gedanken und beispiele in meinem kopf rum, was ich noch schreiben und ergaenzen koennte, aber dies soll erstmal reichen. Sicherlich habe ich nicht alle facetten dieses doch recht komplexen themas beleuchten koennen, aber es ging mir ja auch in erster linie um jene sachen, die mir wichtig sind und dich ich immer vor augen habe bei jedem beitrag, den ich lese.

    Meine erfahrung hat mich gelehrt, dass es immer moeglich ist, jede art der argumentation und darstellung zu zerlegen, zu zerstueckeln und in der luft zu zerreißen, aber ich denke, ein ansatz, bei dem man sich auf die argumentation des gegenuebers einlaesst in dem bestreben ihn zu verstehen und nicht, ihn widerlegen zu koennen, ist sinnvoller.


    Mir ist uebrigens aufgefallen, dass sich in diesem forum keine psychologen (mehr) aufhalten. Das finde ich schade, zumal ich sie schon irgendwo als eine art qualitaetsfaktor fuer solch eine plattform empfinde und vielleicht sollte sich die community gedanken darueber machen, warum das so ist, ob man das aendern moechte, was man aendern und wie man das aendern moechte, dass sich diese seltenen und goldenen geschoepfe hier wohl fuehlen koennten.


    bye nemi
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  4. #4
    Gast784
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    und warum steht das alles jetzt unter "feedback und themenvorschläge"?

    Nemi, das alles ist doch Dein rein persönliches Problem. Das gehört eigentlich unter Psychotalk.


    Und zu der Psychologenanwesenheit zum x-ten mal:

    wärst Du so blöd, als ausgebildeter Psychotherapeut (weisst Du, wieviel so eine Ausbildung an Geld und Zeit kostet?) in einem fremden Forum kostenlos Dein teures Wissen zur verfügung zu stellen, verbunden mit den Haftungsrisiken, die das beinhaltet? Du hast es vll noch nicht gerafft, aber Psychologen sind im Gegensatz zu Dir KEINE Samariter, die achten schon drauf, damit sie damit auch ihre Brötchen verdienen und als Privatperson aussen vor bleiben.

    Kurz: ich weiß, wie es sich anfuehlt, wenn man glaubt, jemandem mit seinen ratschlaegen helfen zu koennen: es ist ein tolles gefuehl, man denkt, man tut etwas gutes in der welt und macht sie ein stueckchen besser.
    ich weiss es nicht, weil das nie meine Intention hier war. Und da bin ich bei weitem nicht die einzige. Ich seh keinen Sinn in einem weiteren Erklärungsversuch, wie das bei mir ist (und zwar nicht nur bei mir). Ich habs jetzt nur rausgepickt , weil der Satz zeigt, dass es sehr wohl Dein PERSÖNLICHES Probem ist! Diese Motivation spricht Bände!!!

    Alle weitere inhaltliche Auseinandersetzung sehe ich als sinnlos an, nach dem, was ich die Tage im Chat mitgekriegt habe. Das jetzt geschriebene wird auch nicht durchdringen, aber da diese Frage mit den Psychologen hier immer wieder auftaucht, hab ich mal die einfachsten Argumente wieder schreiben wollen. Es gibt sicher noch mehr, die immer noch nix mit der Qualitätsfrage hier zu tun haben *seufz*
    Geändert von Gast784 (20.07.2010 um 12:38 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Ihr Lieben,

    das Feedback-Unterforum ist in erster Linie dazu gedacht, dem Forenbetreiber und dem Mod-Team Rückmeldungen zu geben. Verbesserungsvorschläge, wie wir einen möglichst angenehmen Rahmen für die User schaffen können.
    Aus diesem Grund habe ich das Thema in den Psychologie-Talk verschoben. Hier könnt Ihr nach Herzenslust weiter über das Thema "Sinnhaftigkeit von (gutgemeinten) Ratschlägen" diskutieren.

    Im Übrigen kann ich Gabis Ausführungen nur unterstreichen: Dies ist ein Forum, das Laien die Möglichkeit gibt, über Psychologie im weitesten Sinne zu diskutieren. Das hier ist kein Psychologieratgeber-Forum, das vielleicht sogar den Anspruch erhebt, fachlich qualifizierte Therapieansätze zu bieten (bewusst übertrieben formuliert).

    Ich wünsche Euch noch viele interessante Stunden!

    LG

    Eine Nala, die die Tage bis zum Urlaub runterzählt
    Der größte und der seltenste Mut:
    Der Mut zu sich selbst

  6. #6
    Schreiberling
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    @gabi: vielleicht war es nicht deutlich geschrieben, aber das, was du zitierst ist bei mir ueber 10 jahre her und war ein beispiel mit dem ich ausdruecken wollte, dass man sich gut fuehlt, wenn man glaubt, jemandem helfen zu koennen.
    vielleicht solltest du dich auf "teil 2" beschraenken beim lesen.

    was die psychologen angeht, so sollen sie natuerlich hier nicht ihren job als therapeuten machen, das wuerde allem widersprechen, was ich geschrieben habe, die sollen hier nicht therapieren und das forum sollte auf gar keinen fall zu einer anlaufstelle fuer "fachlich qualifizierte Therapieansätze" werden. ich keine auch keinen psychologen, der je auch nur auf diese idee kommen wuerde, da es einfach unprofessionell ist. sorry, wenn das falsch ruebergekommen ist.
    was sie aber in meinen augen so golden macht ist, dass sie in der lage sind, qualifizierte beitraege zu schreiben zu vielen problemen ohne die leute dabei ausfragen zu muessen, ohne ihnen honig ums maul schmieren, ohne diagnosen und ohne sonstigen firlefanz, der dem betroffenen schaden koennte und ohne gegen ihre berufsethik zu verstoßen. die schreiben einfach nur ganz normale beitraege mit ihrer betrachtungsweise zu dem problem ohne auch nur im geringsten die idee aufkommen zu lassen, dass sie vom fach sind (wenn sie gut sind).
    ich kann mir keinen grund vorstellen, weshalb solche leute nicht hier schreiben sollten, von denen man darueberhinaus noch ne ganze menge lernen kann.


    bye nemi
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  7. #7
    Gast784
    Gast

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    aber das, was du zitierst ist bei mir ueber 10 jahre her und war ein beispiel mit dem ich ausdruecken wollte, dass man sich gut fuehlt, wenn man glaubt, jemandem helfen zu koennen
    ersetze das "man" bitte gegen "ich", also Du, dann ist es endlich mal konsequent und stimmig. Ich fühle mich davon nicht angesprochen und mich interessiert es auch nicht, ob es 10 Jahre her ist. Wenn Du hier was postest, nehm ich Dich beim Wort. Ich gehe davon aus, dass Du meinst, was Du schreibst, also hör auf, herumzueiern!

    Und zu dem anderen, Nemi: wenn wir Dir hier nicht gut genug sind, dann geh doch einfach da hin, wo es Dir gefällt und das Niveau herrscht, das Du Dir wünscht. Ich werde mich sicher nicht Deinen Maßstäben anpassen und andere wird es auch nicht interessieren. Du befasst Dich weder ernsthaft damit, was hinter meiner Art hier zu schreiben steckt, noch mit irgend jemanden anderen. Du stellst hier Deine Maßstäbe auf und motzt, ohne Dich auszutauschen. Das wäre nämlich die Voraussetzung, um zu verstehen, warum die Menschen hier so oder so schreiben, was sie antreibt oder umtreibt. Das interessiert Dich aber alles nicht. Du versuchst hier Deine Vorstellungen uns überzustülpen. Wie seriös ist das denn?

    Was glaubst Du wohl, warum Du bisher so wenig Resonanz auf Deinen Fred kriegst? Weil die alle davon jetzt geläutert sind und den Maulkorb bereitwillig anziehen? Wenn ich mich hier noch reinhänge, dann nur deshalb, weil ich Dich im Chat mitgelesen habe. Und ich kann nur nochmal wiederholen, was da schon geschrieben wurde: befass Dich mal mit sozialer Kompetenz, bevor Du uns vorschreiben willst, wie wir zu agieren und zu schreiben haben.


    Und noch was: Psychologie befasst bei weitem nicht nur Therapie. Psychologie geht nicht nur Kranke und Gestörte was an. Sondern auch alle "Normalbekloppte" (Gruß an Dark, von dem ich mal wieder den Ausdruck geklaut hab ) Wir müssen nicht alle zu Deinen Thera-"freunden", die mit ihrem Engagement in jenem Forum bzw auf jener Hilfeseite einen Teil ihres Einkommens verdienen, was ihnen ja durchaus vergönnt ist.

    @Nala: wünsch Dir nen schönen Urlaub. Kann ich irgendwie verstehen, dass Du die Tage runterzählst
    Geändert von Gast784 (20.07.2010 um 21:18 Uhr)

  8. #8
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo nemi

    ( so ganz meine persönliche Usermeinung )

    Dass die Psychologen der Meinung sind, dass da viel Schaden angerichet werden kann, glaube ich gerne. Der Meinung bin ich auch oft, wenn laienhafte Eltern ihre Kinder erziehen. Ich als Erziehungsspezialist müßte auch der Meinung sein, dass jeder Oma der Mund verboten wird.
    Ich bin aber auch der Meinung, dass so mancher lebenerfahrener Mensch mehr Ahnung hat vom Leben als ein studierter junger Psychologe, der die Probleme nur aus dem Lehrbuch kennt und der lebenerfahrene Mensch sehr wohl einen guten Rat geben kann. Das nennt sich dann Weisheit. bzw. Insiderwissen. Wahrscheinlich die Urpsychologie unserer Vorfahren.

    Ich finde es gut, wenn man mal darüber nachdenkt welche Auswirkungen sein Ratschlag haben kann und dass man sich bewußt macht, was man von sich gibt. Das schadet nie. Aber so wie ich dich verstanden habe sollen alle Nichtspezialisten gefälligst den Mund halten, denn sie könnten mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
    Ja, sicher und jeder Ersthelfer am Unfallort beschränkt sich in Zukuft auf die Aussage: "Wir warten bis der Arzt kommt." Denn auch dort kann ein Laie viel Schaden anrichten.

    Ich getraue mir mal dir einen guten Rat zu geben, so von Mensch zu Mensch, mit all seinen Erfahrungen die ich bisher machen durfte.
    Es ist gut, wenn man sich seiner persönlichen Grenzen bewußt wird und nicht versucht die Menschen vor sich selber zu retten, oder vor den Risiken und Nebenwirkungen von öffentlichen Foren. Du machst dir eine Sache zu eigen, die nicht deine Sache ist.

    Du kannst jeden Ratsuchenden zum Spezialisten schicken, ihn darauf hinweisen, wie gefährlich du laienhafte Antworten findest, aber nicht den Ratgebenden den Mund verbieten oder über selbigen fahren. Das läßt sich mit Recht keiner gefallen.

    Sorry, aber manchmal kommst du mir vor wie Don Quijote

    Ich danke dir für deine ausführliche Schilderung deiner Beweggründe, ich habe sie mir trotz deines Schreibstils angetan sie zu lesen und weiß nun endlich warum du hier rumpolterst.
    Aber wie Gabi schon schrieb, es ist dein persönliches Problem mit dem System dieses Forums. Und für die Lösung dieses Problems gibt es einige Möglichkeiten. Ich überlasse es dir selber sie zu finden. oder einen Spezialisten zu fragen.

  9. Die folgenden 6 Benutzer bedankten sich bei Wunderlampe für den sinnvollen Beitrag:

    Anubis (20.07.2010),Darkstar (21.07.2010),glasheuler (22.07.2010),ksaderfi (21.07.2010),Lib (20.07.2010)

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