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Thema: Funktionieren

  1. #1
    Neuling
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    Standard Funktionieren

    Hallo ihr Lieben!
    So wie ich das sehe bin ich leider nur eine von Vielen mit Depressionen, weiblich und Ende dreissig.
    Ich bin schon so lange "krank", dass man das als chronisch einstufen würde.
    Leider bin ich nicht dieser Meinung. Ich befürchte, es liegt einfach nur daran, das ich irgendwie nie die optimale Hilfe hatte. Und Hilfe bräuchte ich dringend!
    Irgendwie versuchen alle mich immer nur wieder zum "funktionieren" zu bringen. Leider sind meine "Batterien" total leer und ich kann sie nirgendwo aufladen. Meine Therapie hat mir zwar geholfen herauszufinden woran es liegt, aber was ich dagegen machen kann konnte die Psychologin mir auch nicht sagen.
    Ich habe mich jahrelang mit dem Arbeitamt herumgeschlagen mir eine Möglichkeit zu zeigen wie ich wieder ins Arbeitsleben einsteigen kann. Darüber sind die Jahre vergangen.
    Das Problem ist, dass ich gerne eine Perspektive hätte!
    Ich musste wegen meiner Erkrankung mein Studium abbrechen und nun stehe ich da mit meinem blöden FAbitur und die kriegen es nicht auf die Reihe mich irgendwie zu fördern.
    Ich wollte irgendwie gerne das Gefühl haben, dass mich wer unterstützt. Das ist aber nicht drin!
    Grob gesagt ist die einzige Lösung die man mir offeriert: Wir helfen dir, wenn es dir gut geht! Hilfe die mir hilft mich besser zu fühlen gibt´s nicht!
    Ich weiß, es gibt 1000 Ansätze und Organisationen die zuständig wären. Doch auch die sind erst eingesprungen, als ich sozusagen "mit Selbstmord gedroht" habe und haben nun auch keine Lösung parat. Es bleibt dabei: wenn es mir gut geht, dann hilft mir wer und wenn nicht, dann nicht!
    Einziger Ausweg im Moment wäre eine neue Therapie, aber da die Psychologen total überlaufen sind und es auch viel zu anstrengend für mich ist einen zu finden, kann ich im Moment mit niemanden reden. So drehen sich meine Gedanken im Kreis und ich finde keinen Ausweg aus dem Problem. Alle Sozialarbeiter, etc. mit denen ich im Moment spreche, verstehen das Probelm und den Kreislauf, aber haben auch keine Lösung als eben "sieh zu dass es dir besser geht und dann können wir was für dich tun!". Tja, und ich sage: "Ich brauche wen der hilft, damit es mir besser geht!"
    Zumal die meisten Probleme die ich habe durch meine Arbeitslosigkeit verursacht werden: Schulden, Isolation, Hunger, Teufelskreis, etc.. Es ist ja bekannt, dass das selbst gesunde Menschen belastet und sogar krank macht. Für jemanden wie mich ist es der totale Obergau! Zumal nur ICH mich da raus ziehen kann. Was mich so sehr unter Druck setzt, dass ich ganz steif und hohl im Kopf werde und gar nichts mehr kann. Damit beginnt der Kreislauf! Ich stehe so sehr unter Druck, dass ich fast ersticke- nicht wegen der Depressionen- kann nichts machen, keiner hilft wenn es mir schlecht geht, dann versuche ich das zu unterdrücken damit ich irgendwas machen kann damit es mir besser geht, und breche unter dem Druck dann wieder zusammen und bin depressiv! Dann versuche ich aus dem Loch wieder raus zu kommen, damit mir jemand hilft.... und der Kreislauf beginnt von neuem.
    Nun hat man mir rübergebracht, dass ich schon viel zu alt bin um jemals wieder in die Gesellschaft eingegliedert zu werden. Das macht mich völlig fertig. Ich bin nicht blöder als damals alsich mein Abitur gemacht habe und ich kann auch noch viel. Was ich nicht kann, ist mich dieser Gesellschft zu stellen. Damit bin ich raus! Bestenfalls zu Billig- Putz- Jobs verdammt! Und mit der Aussicht soll ich mich besser fühlen? Dazu muss man doch wirklich nicht depressiv sein um daran zu verzweifeln!
    Ich weiß einfach nicht wie ich mich mit dieser Aussicht motivieren soll weiterzuleben.
    Ist irgendwer mit ´ner Idee hier?

  2. #2
    Nachwuchs Autor
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    Standard

    Hallo,

    es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht.
    Du schreibst:
    >>Ich musste wegen meiner Erkrankung mein Studium abbrechen und nun stehe ich da mit meinem blöden FAbitur und die kriegen es nicht auf die Reihe mich irgendwie zu fördern.<<

    Darf ich fragen, was Du unter fördern verstehst?
    Mit Abschluß Abitur könntest Du Dich jaz.B. auf Ausbildungsstellen bewerben - das mal so als Alternative zu den von Dir zitierten Putz-Jobs. Ansonsten kann Dir ja niemand die Qualifikation, die man für einen Beruf benötigt per Spritze injezieren. Das ist nun nicht böse gemeint, aber entweder schulische Ausbildung, Studium od. Ausbildung wären halt nunmal die Alternative, wenn Du Dich nicht so auf einen Job bewerben möchtest, den man ohne Ausbildung machen kann.

    LG
    Thessa

    PS:Sorry, hatte überlesen, dass Du schon Ende 30 bist. Da ist es mit Ausbildung ja schon schwerer. Aber was meinst Du mit:
    Was ich nicht kann, ist mich dieser Gesellschft zu stellen.? Diesen Satz verstehe ich nicht so ganz.
    Geändert von Thessa (08.11.2011 um 19:53 Uhr)

  3. #3
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    Das Problem ist, dass ich nach all den Jahren nicht einfach von 0 auf 100 wieder loslegen kann. Selbst wenn ich eine Ausbildungsstelle finden sollte: ich schaffe keine 8h.
    Doch es gibt einfach nur die 2 Möglichkeiten: entweder es geht ganz oder garnicht. Eine Wiedereingliedrung wie ich sie bräuchte gibt es nicht. Das ist kompliziert und hat bürokratische Gründe. Mal abgesehen davon, dass es schwierig ist jemanden Kompetentes zu finden der einem weiterhilft.
    Aber eigentlich ist es ja eh schon zu spät. Ich werde in dieser Gesellschaft keine Chance mehr bekommen und somit kann ich mir eigentlich auch jede Mühe sparen!

  4. #4
    Loewenzahn
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    Hallo Medusa !

    Ich glaube ,dass Du das Problem zu sehr auf der Vernunftebene anpackst .

    Du setzt Dich unter Druck etwas bestimmtes in Deinem Leben zu erreichen ,es geht darum was Du solltest ,könntest ,müsstest und Du scheinst daran zu verzweifeln .

    Es scheint um ein bestimmtes gesellschaftliches Modell zu gehen ,das man um jeden Preis erfüllen muss um akzeptabel zu sein und ich kann diese Ängste , Wut und Hilflosigkeit durchaus nachvollziehen weil ich es selber durchlebt habe .

    Man denkt irgendwie keine Lebensberechtigung zu haben ,wenn man es nicht endlich schafft .

    Und die Gesellschaft ist natürlich keine sehr grosse Hilfe .

    Man wird behandelt ,als ob Depressionen nur so was wären wie eine Allergie und nicht wie eine ernstzunehmende Krankheit ,die man eben nicht so einfach abschütteln kann .

    Bei einem Herz-oder Nierenleiden sagt einem niemand ,dass man sich zusammenreissen muss ,sondern man darf sich schonen ,bekommt Mitgefühl ,es ist Pech ,aber kein persönlicher Makel .

    Gibt es irgendetwas ,was Du wirklich tun möchtest ,mal ganz unabhängig von der Machbarkeit ?

    Was wären Deine Träume ,wenn Du noch mal ganz von vorne anfangen könntest ?( Deine eigenen Träume ,nicht die Anforderungen anderer )

    Gestehst Du Dir überhaupt zu selber für Dein Leben zu entscheiden ,was gut und richtig für Dich ist ?

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Loewenzahn für den sinnvollen Beitrag:

    honeymoon (09.11.2011)

  6. #5
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    Standard Es geht nicht darum was ich will

    Hallo Loewenzahn!
    Danke für deine Antwort. Du verstehst wenigstens teilweise worum es geht. Das Problem, dass man mit Depressionen sozusagen abgestempelt wird ist in meinem Fall nur eins der Probleme. Doch es spielt eine wichtige Rolle. Wenn ich eine körperliche Behinderung hätte, würde man mir (und anderen) auch angemessen helefn. Wie du schon sagst- dann sagt niemand sowas wie "stell dich nicht so an". Ich habe, um den Leuten einen Vergleich zu geben, es immer mit einem Knochenbruch nach einem Unfall verglichen. Wenn ich dann zu einem Arzt oder irgendwem gehen würde und sagen würde: "Hey, mein Bein ist verletzt. Ich habe keine Ahnung ob es je wieder so wird wie zuvor und es behindert mich bei bestimmten Dingen. Deshalb hätte ich gerne Krücken bis ich wieder laufen kann." Dann würde man mir Krücken geben und sagen man könnte mit einer Reha viel machen. Mit diesem Depri- ******* ist man am *****! Egal was Ärzte etc. so für Hilfe halten. Mir hat man im Prinzip gesagt: "Hey, Krücken kannst du nicht haben! Du musst schon alleine laufen. Aber wir hätten da ´ne tolle Pille, dann merkst du´s nicht so dass es weh tut!"
    Das ist mein Problem! Ich habe nun Jahre lang versucht wieder gesund zu werden und hatte es auch so gut wie geschafft. Und das obwohl mir niemand geholfen hat. Im Gegenteil! Die haben mir noch extra Knüppel zwischen die Beine geworfen! Das ganze "Hilfe"- System hat in meinem Fall versagt und nun sitze ich da mit dem Schaden und bin ganz starr vor Angst wenn ich an die "Hilfe" denke die jetzt auf mich zukommt!
    Denn das zweite große Problem ist, dass ich mit allen Beteiligten immer wieder darüber streiten muss "ob zuerst das Huhn oder das Ei da war". Ich sage, dass meine ganzen schlimmen Lebensumstände und deren Verhalten mich zusätzlich belasten. Und wenn ich nicht dazu sage, dass ich Depressionen habe, dann geben mir auch alle Recht, dass einen das runter zieht. Doch wenn sie wissen dass ich Depressionene habe, heißt es, das wäre alles nur wegen meiner negativen Einstellung so schlimm für mich! Und so bleibt mein Problem bestehen: Ich bräuchte einfach, so wie jeder Mensch, ab und zu etwas worüber ich mich freuen kann und woran ich mich hochziehen kann. Kann ich aber nicht haben, nicht mal ein nettes aufbauendes Wort, nur ´ne Pille damit ich´s nicht so merke! Und darum bin ich nun so depressiv wie nie zuvor. Um meine Wünsche geht´s dabei nicht. Alle meine Träume sind schon vor langer Zeit geplatzt. Ich wollte nur Schadensbergrenzung betreiben und die ist nun auch gescheitert. Jetzt sagt man zu mir, dass ich irgendwann bestimmt wieder so gesund bin, dass ich bei McDonalds arbeiten kann! Wünsche, Gesellschaft etc., alles egal: das ist keine Perspektive! Da bin ich lieber tot!

  7. #6
    Schreibkraft Avatar von Mindsiege
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    Ich will dich nicht kritisieren, aber auch bei einem Herz- oder Nierenleiden wären es nicht die Sozialarbeiter, die dafür sorgen würden, dass es dir wieder besser geht.
    Deine Arbeitsfähig- oder Unfähigkeit leigt leider nicht in ihrem Aufgabenbereich.
    I am human, therefore, nothing human is alien to me.
    [Terentius]

  8. #7
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    Zitat Zitat von ModernMedusa Beitrag anzeigen
    Hallo Loewenzahn!
    Danke für deine Antwort. Du verstehst wenigstens teilweise worum es geht. Das Problem, dass man mit Depressionen sozusagen abgestempelt wird ist in meinem Fall nur eins der Probleme. Doch es spielt eine wichtige Rolle. Wenn ich eine körperliche Behinderung hätte, würde man mir (und anderen) auch angemessen helefn. Wie du schon sagst- dann sagt niemand sowas wie "stell dich nicht so an". Ich habe, um den Leuten einen Vergleich zu geben, es immer mit einem Knochenbruch nach einem Unfall verglichen. Wenn ich dann zu einem Arzt oder irgendwem gehen würde und sagen würde: "Hey, mein Bein ist verletzt. Ich habe keine Ahnung ob es je wieder so wird wie zuvor und es behindert mich bei bestimmten Dingen. Deshalb hätte ich gerne Krücken bis ich wieder laufen kann." Dann würde man mir Krücken geben und sagen man könnte mit einer Reha viel machen. Mit diesem Depri- ******* ist man am *****! Egal was Ärzte etc. so für Hilfe halten. Mir hat man im Prinzip gesagt: "Hey, Krücken kannst du nicht haben! Du musst schon alleine laufen. Aber wir hätten da ´ne tolle Pille, dann merkst du´s nicht so dass es weh tut!"
    Das ist mein Problem! Ich habe nun Jahre lang versucht wieder gesund zu werden und hatte es auch so gut wie geschafft. Und das obwohl mir niemand geholfen hat. Im Gegenteil! Die haben mir noch extra Knüppel zwischen die Beine geworfen! Das ganze "Hilfe"- System hat in meinem Fall versagt und nun sitze ich da mit dem Schaden und bin ganz starr vor Angst wenn ich an die "Hilfe" denke die jetzt auf mich zukommt!
    Denn das zweite große Problem ist, dass ich mit allen Beteiligten immer wieder darüber streiten muss "ob zuerst das Huhn oder das Ei da war". Ich sage, dass meine ganzen schlimmen Lebensumstände und deren Verhalten mich zusätzlich belasten. Und wenn ich nicht dazu sage, dass ich Depressionen habe, dann geben mir auch alle Recht, dass einen das runter zieht. Doch wenn sie wissen dass ich Depressionene habe, heißt es, das wäre alles nur wegen meiner negativen Einstellung so schlimm für mich! Und so bleibt mein Problem bestehen: Ich bräuchte einfach, so wie jeder Mensch, ab und zu etwas worüber ich mich freuen kann und woran ich mich hochziehen kann. Kann ich aber nicht haben, nicht mal ein nettes aufbauendes Wort, nur ´ne Pille damit ich´s nicht so merke! Und darum bin ich nun so depressiv wie nie zuvor. Um meine Wünsche geht´s dabei nicht. Alle meine Träume sind schon vor langer Zeit geplatzt. Ich wollte nur Schadensbergrenzung betreiben und die ist nun auch gescheitert. Jetzt sagt man zu mir, dass ich irgendwann bestimmt wieder so gesund bin, dass ich bei McDonalds arbeiten kann! Wünsche, Gesellschaft etc., alles egal: das ist keine Perspektive! Da bin ich lieber tot!

    Auch wenn du seit Jahren arbeitslos bist, hast du trotzdem noch ein paar kleinere Möglichkeiten in das Arbeitsleben einzusteigen. Sogar individuell mit deiner Krankheit vereinbar.
    Wichtig ist nur, das du mit deinem/r Sachbearbeiter/in klare Verhältnisse schaffst. Das Arbeitsamt, bzw. das Jobcenter werden dir keine Stellen anbieten, wenn du auf der einen Seite sagst, du willst Arbeit mit höheren Ansprüchen, aber gleichzeitig sagst, du bist krank, du kannst keine 8Stunden arbeiten.
    Es gibt die Möglichkeiten, das du in einem Sozialkaufhaus arbeiten gehst.
    Anstatt ganztags, dann eben halbtags oder eben Stundenweise. Das musst du mit dem Jobcenter abklären, was da machbar wäre.
    Sicher reich wird man dabei nicht, aber du kommst unter Leute und findest soziale Kontakte, du verdienst ein paar Euros und darfst sie dir komplett behalten ohne Abzüge. Und mit Sicherheit ist es in keinster Weise eine Arbeit unter Würde.
    Was deine Schulden betrifft, da kannst du dich an die Schuldnerberatung wenden. auch dort bekommst du geholfen.
    Vorraussetzung ist aber: Das du die Hilfe annimmst. Nur so kommst du langsam aus dem Kreislauf.

    Bevor du aber mit dem Job loslegst, solltest du auf jeden Fall zusehen, das du baldmöglichst einen Termin bei einem Therapeuten bekommst und die Therapie auch durchziehst.

    Jede Einrichtung hat Krücken. Du musst sie nur nehmen und damit laufen lernen. Du solltest deine Ansprüche, an dich selbst runter schrauben.
    In der Ruhe liegt die Kraft

  9. #8
    Neuling
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    Standard Missverständnis MissVerständnis

    ....nun fühle ich mich missverstanden.
    Zitat Zitat von MissVerständnis Beitrag anzeigen
    Auch wenn du seit Jahren arbeitslos bist, hast du trotzdem noch ein paar kleinere Möglichkeiten in das Arbeitsleben einzusteigen. Sogar individuell mit deiner Krankheit vereinbar.
    Nur der Realität halber: sieht ganz schlecht aus!
    Wichtig ist nur, das du mit deinem/r Sachbearbeiter/in klare Verhältnisse schaffst. Das Arbeitsamt, bzw. das Jobcenter werden dir keine Stellen anbieten, wenn du auf der einen Seite sagst, du willst Arbeit mit höheren Ansprüchen, aber gleichzeitig sagst, du bist krank, du kannst keine 8Stunden arbeiten.
    Da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt. Klare Verhältnisse habe ich schon dadurch geschaffen, dass ICH die Arbeit des Amtes gemacht habe und nicht die. Die haben meine Schwäche ausgenutzt um Geld zu sparen und mich belogen und abgezockt! Der Fall liegt beim Anwalt!
    Es gibt die Möglichkeiten, das du in einem Sozialkaufhaus arbeiten gehst.
    Anstatt ganztags, dann eben halbtags oder eben Stundenweise. Das musst du mit dem Jobcenter abklären, was da machbar wäre.
    Sicher reich wird man dabei nicht, aber du kommst unter Leute und findest soziale Kontakte,
    (das ist nach all den schlechten Erfahrungen die ich gemacht habe echt das Letzt was ich will!) du verdienst ein paar Euros und darfst sie dir komplett behalten ohne Abzüge.
    Das ist nicht wahr! 60€ darf ich dazu verdienen. Und mit Sicherheit ist es in keinster Weise eine Arbeit unter Würde.
    Da aber eben mit vielen Leuten genau das was ich nicht kann!
    Was deine Schulden betrifft, da kannst du dich an die Schuldnerberatung wenden. auch dort bekommst du geholfen.
    War ich auch schon, haben auch nicht viel weiter geholfen.
    Vorraussetzung ist aber: Das du die Hilfe annimmst. Nur so kommst du langsam aus dem Kreislauf. Das annehmen ist nicht mein Problem! Die Hilfe die es gibt, hilft mir nicht! Mal abgesehen davon ist mein Problem ja, dass genau die Stellen die zuständig gewesen wären versagt haben! Nun können die sich rausreden und ich, die alles richtig gemacht hat, muss mir solche Belehrungen anhören!

    Bevor du aber mit dem Job loslegst, solltest du auf jeden Fall zusehen, das du baldmöglichst einen Termin bei einem Therapeuten bekommst und die Therapie auch durchziehst.
    Erstens habe ich schon eine Therapie gemacht und obwohl die geholfen hat wollte das AAmt mich nicht fördern und zweitens habe ich versucht wieder ein paar Stunden zu kriegen, damit meine Lage nicht so eskaliert wie es der Fall ist: es gibt hier keine freien Plätze! Nur mit ´ner Sonderegelung kann ich es jetzt noch mal versuchen! Jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist!

    Jede Einrichtung hat Krücken. Du musst sie nur nehmen und damit laufen lernen. Du solltest deine Ansprüche, an dich selbst runter schrauben.
    Mein liebes, süßes, naives Häschen! Über diese Gutgläubigkeit bin ich leider weit hinaus!
    Ich sitze in dieser *******, weil dieses ganze System versagt hat! Und ich kann genau deswegen meine Ansprüche nicht herunterschrauben weil die Lektion dieser ganzen Odyssee ganz klar ist: Wenn du Hilfe brauchst, hilf dir selbst! Das hat mal eine meiner Ex- Freunde zu mir gesagt, als ich sie um Hilfe gebeten habe. Damals war ich total entsetzt dass sie mich so abblitzen lässt. Heute muss ich erkennen: Genauso sieht´s aus!
    Und damit bin ich emotional einfach überfordert. Das ist mein Problem.

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