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Thema: Gedicht von SirWiwor

  1. #1
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    Standard Gedicht von SirWiwor

    damals


    ich dachte ich bräuchte dich
    ich hab etwas bei dir gesucht
    ich kam zu dir
    hab bedürfnisse an dich herangetragen
    ich will dies und ich will das
    ich brauche dies ich brauche das

    je mehr ich wollte
    desto weniger konntest du geben
    je mehr ich verlangte
    desto mehr zogst du dich zurück
    desto mehr fühltest du dich bedrängt
    ich mich allein

    je mehr nähe ich wollte
    desto weiter entferntest du dich von mir
    je mehr ich dich suchte
    desto mehr leere fand ich in mir
    je länger ich mir etwas erhoffte
    desto größer die enttäuschung

    ich verlor alles ich wollte bei dir sein
    nicht allein sein
    was bedeutet arbeit
    was bedeuten andere
    das leben ist so leer
    nur bei dir nicht

    das war vor zwei jahren
    jetzt bin ich frei
    und du du gehst deinen weg
    ich bin allein, aber ein schönes alleinsein
    ein freies alleinsein
    niemanden brauchen
    keine bedürfnisse haben
    alles abstellen, abstellen
    leben wie eine maschine
    tagsaus tagein

    ohne gefühle
    eine schwere wahl
    entweder gefühle
    ein leben wie ein gefängnis
    ein leben in abhängigkeit
    oder keine gefühle
    ein leben wie totsein
    und freiheit

    am besten ganz totsein

  2. #2
    Nachwuchs Autor
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    Standard ...

    sanfte geburt

    es war dereinst in deinem bauch
    ich nuckelte an deiner schnur
    und lag in wasser noch gebettet
    du schlugst dir täglich auf den bauch
    denn schlagen tat schon immer wunder

    doch dennoch starb ich nicht
    und lebte weiter
    wurde größer und gescheit und viel gescheiter
    als du jemals mal gewesen!

    an deiner titte hab ich nie genuckelt
    an deiner flasche ab und zu
    mit bier gefüllt und schnapps und wasser
    es schmeckte besser noch als milch
    vor allem mit dem salz da drin

    es war dereinst in deinem bauch
    ich nuckelte an deiner schnur
    und lag in wasser noch gebettet
    und alkohol und nikotin
    und heut da denk ich nur:
    wieso, mein gott, hast du mich einst gerettet?

    die schnur voll gift, das wasser tot,
    plazenta ohne blut,
    und ständig jucken dir die eier.
    ich wünscht du hättest nie gef-ickt
    ich wünscht ich wäre nie geborn
    ich wünscht in deinem rausch damals
    hätt nicht der irgendwer in dich gespritzt
    und mich zum leben hier erkorn.


    SirWiwor

  3. #3
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    das erste ist von der strutur, dem ausdruck und der sprache her furchtbar, das zweite reimt sich wenigstens abundzu und ist auch vom reimschema her einigermaßen fluessig lesbar.
    abgesehen davon gibt es schon einen dicken thraed mit selbstgeschriebenen gedichten, ich frage mich, warum jeder seinen eigenen thread haben muss fuer sowas...


    bye nemi

  4. #4
    Nachwuchs Autor
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    Standard ....

    *grins* nemi, kannst ja deine meinung haben, aber mit gedichten kennst dich nicht aus... ein gedicht muss sich weder reimen, noch eine struktur haben, noch eine schöne sprache. das einzige, was ein gedicht zu einem gedicht macht, ist die versform. es gibt gedichte, die sind 100 seiten lang und welche, die nur aus ein paar buchstaben bestehen.

    wewe
    ewe
    ewet
    sdfsds


    (das war ein gedicht, könnte von einem dadaisten geschrieben sein )

  5. #5
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    Standard ...

    die wurst

    die wurst ist ist rund
    die wurst ist fest
    du ißt den anfang
    ich den rest
    drum liebst du mich
    drum lieb ich dich
    schwumm schwumm
    bumm!
    die wurst ist rund
    die wurst ist fest
    ich ess den anfang
    du den rest


    anderer, möglicher titel: guten appetit.

  6. #6
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    quote:"nemi, kannst ja deine meinung haben, aber mit gedichten kennst dich nicht aus..."

    na wenn du das sagst...

    quote:"das einzige, was ein gedicht zu einem gedicht macht, ist die versform."

    vielleicht meinte ich ja mit der struktur die versform? diese "keine zeit zum luftholen - naehmaschinen" - versformen sind zwar interessant, aber ich bin ein fan von pausen und tanzenden fluessen.


    bye nemi

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