Hallo, Forum!
Das Folgende, habe ich hier gefundenMich interessiert dabei:"Ich würde es nicht als Neurose bezeichenen, sondern als Massenpsychose. Betrachten wir als Beispiel den Sport, insbesondere den Fußballverein Schalke 04 (nicht dass ich speziell gegen den Verein etwas hätte, aber ich hab einen Bekannten, der ist Schalker mit Leib und Seele): Als Fan von Schalke wird man geboren und erzogen. In gruppendynamischen Prozessen entwickeln sich Kleidung, Verhaltensweisen, Gesänge und rituelle Handlungsweisen. Gegnerische Spieler (besonders vom benachbarten BVB) spielen schlecht und sind unsympathisch. Das allerdings ändert sich schlagartig, wenn sie zu Schalke wechseln, umgekehrt ist es ebenso. Mit Verstand hat das nichts mehr zu tun. Und ich sehe keinen Unterschied, ob einer samstags ins Fußballstadion oder sonntags in die Kirche pilgert. Die Insignien und Lieder unterscheiden sich zwar, dienen aber dem gegenseitigen Erkennen und dem Zusammenhalt. In beiden Fällen wird an den Verein geglaubt. Und so wie jeder Schalker in seinem Innersten weiß, dass auch woanders guter Fußball gespielt wird, so ahnt jeder Gläubige, dass sein Glaube nichts anderes als esoterischer Hokuspokus ist. Aber beiden, dem Fußball-Fan und dem Gläubigen würde ein entscheidender Teil (nämlich der gesellschaftliche) seines Lebens fehlen, wenn ihm sein Fanatismus genommen werden würde. Darin liegt das Geheimnis des Glaubens."
Was hat der Glaube mit dem Verstand zu tun?
Ist Glauben ein gesellschaftliches Ereignis?
Ist der Absolutheitsanspruch einer Religion gleichzusetzen mit Fanatismus?
*fragt Euch*
Harlequin


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Hier noch ein paar neue von mir 

Lesezeichen