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Thema: genetische Vordisposition in suchtreichen Familien

  1. #1
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    Frage genetische Vordisposition in suchtreichen Familien

    Sehr geehrte Fachforenteilnehmer,

    ... der Versuch genetische Vordispositionen bei Familien, die stark von Sucht betroffen sind zu finden ist einigen Bürgern ein Dorn im Auge. Hinsichtlich der Behandlung ist das sicherlich unrelevant. Auf der anderen Seite wäre der Versuch in dieser RIchtung zu forschen sicherlich nicht schlecht, wenn man ein Konzept hätte das präventiv wirken könnte. - Das wäre erstmals wirklich revolutionär.

    Ich fürchte jedoch das Forschungsziel ist hier konkret ein anderes ... !!!
    PS: Das es auch eine Suchtradition in einigen Familien gibt, ist sicherlich auch nachweisbar ... !!! ???

  2. #2
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo Schuhl,

    Genetische Prädiposition bei Nachkommen von Alkoholabhängigen, wäre wirklich eine Forschung wert. Ich weiss nicht, ob da nicht schon Forscher dran sind.
    Ich glaube mal was davon gehört zu haben, das Gene untersucht wurden in Richtung Suchtgefährdung oder so ähnlich.

    Ich glaube schon, das sich das Erbgut verändert, wenn eine ungesunde Lebensweise generationsübergreifend gelebt wird.
    Falls du Links dazu hast, kannst sie mal posten, das interessiert mich sehr.

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  3. #3
    Verleger Avatar von Waris
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    Es gibt kein "Suchtgen". Das ist lediglich der Versuch eine Erklärung zu finden, warum in manchen Familien die Sucht scheinbar vererbt wird. Drogen wirken bei Menschen unterschiedlich. Manche vertragen sie gar nicht, bei andern wirken sie normal, bei wieder andern wirken sie außerordentlich positiv. Klar, dass die bei denne sie positiv wirken, lieber nochmal hinlangen, als die, die schon nach einmal am Joint ziehen, kotzen gehen. Diese Veranlagung kann wohl tatsächlich vererbt werden. Das heißt aber noch lange nicht, dass so ein Mensch süchtig werden muss.
    Sucht ist nicht an dem einen Faktor abhängig zu machen. Sie hängt an vielen Faktoren. Die Kindheit:fühle ich mich angnommen? Habe ich Probleme mit meinen Eltern? Leben meine Eltern mir Süchtiges Verhalten vor? Der Charakter(der ja auch durch die Eltern irgendwo geprägt ist und auch in gewisser Hinsicht aus Veranlagung besteht), Das Umfeld, der Freundeskreis usw usf...Viele solcher Faktoren führen sich von Generation zu Generation fort. Dies kann dazu führen, dass es wirkt, als sei die Sucht an sich vererbt worden. Nach meinem Wissensstand wurde schon oft nach solchen Genen geforscht und keine gefunden, nur eben solche, die die Wirkung von Rauschmitteln beeinflussen. Ich fände es auch nicht gut, wenn so ein Gen gefunden werden würde. Die Süchtigen hätten so eine Ausrede parat. Es würde zu einer Stigmatisierung führen: "Ach, dein Vater ist ein Säufer? Na, dann wirst du auch einer, da ist eh schon alles verloren." Präventiv kann man gegen Sucht vorbeugen, indem man sein Kind bedingungslos liebt und ihm rückhalt bietet, sein Selbstvertrauen stärkt.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  4. #4
    Gast784
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    hallo ihrs,

    ich finde diese Entwicklung äußerst heikel, das man wieder vermehrt dazu übergeht, alles mit biologischen Gegebenheiten begründen zu wollen. Das vor allem in der Genetik und in der Hirnforschung. Es gibt aber auch biologische Voraussetzungen, die für sich alleine genommen anscheinend noch gar keine Auswirkungen haben. z.B. hat doch eine viel größere Menge an Leuten das Herpesvirus in sich, als Menschen tatsächlich Herpes haben. So auch bei vielen anderen Viren.

    Erlebte soziale Einflüsse, wie z.B. Trauma, ziehen eine meßbare Veränderung in Gehirnarealen nach sich, so auch bei anderen Einflüssen.

    Wenn wir aus einem unveränderbaren biologischen Teig gebacken wären, der nicht auf soziologische und Umwelt-Einflüsse reagiert, dann hätten wir uns ja im Laufe der Jahrtausende gar nicht verändern können. Haben wir aber.

    Und wenn ich das sehe, was angeblich alles genetisch bedingt ist, dann frage ich mich, ja wo waren diese ganzen Kranken denn früher? Haben wir heute proportional gewachsen zur Population nicht viel mehr Depressive, Süchtige, Gewalttätige usw. als früher? Angeblich gibts für all dies Gene und daher Vererbung.

    Wir sind plastische Wesen, verwebt aus biologischen und soziologischen Faktoren, sowie eine Mixtur aus feinstofflichem und grobstofflichem. Und wir stehen mit allem im Universum in Resonanz. Aber das geht schon wieder ins Geisteswissenschaftliche und Spirtiuelle.

    Es wird sehr viel gesucht und gefunden, aber es wird anscheinend immer mehr darüber hinaus vergessen, das alles in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Da stellt sich mir dann wieder die Frage nach der Motivation für solche Forschungen bzw. wem nutzen sie für was.

    LG Gaby

  5. #5
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...h_bedingt.html

    ---
    @gaby:
    man sollte bedenken das in vorherigen Jahrhunderten die Gesellschaft, Technologien & Gesundheitswesen nicht so weit vorran gereift waren, sodass ein größerer teil der süchtigen, depressiven und sonst wie erkrankten (also jez nicjt spez. die alkoholsüchtigen ), welche dadurch heutzutage überleben können bzw. besser (also sich auch fortpflanzen konnten) und somit damals ganz einfach und banal aus dem genpol verschwunden sind (wie herzlos das auch klingen tut)

    p.s.: merkt man des i biologe bin?
    gene beeinflussen uns auch, aber im mom ist ein neuer forschungsbereich im kommen: die epigenetik!!
    Geändert von Oligo (24.01.2008 um 15:56 Uhr) Grund: groß und haarig.....
    When did I realize I was God?
    Well, I was praying and I suddenly realized I was talking to myself.

    Peter O'Toole

  6. #6
    Gast784
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    Zitat Zitat von Oligo Beitrag anzeigen
    gene beeinflussen uns auch, aber im mom ist ein neuer forschungsbereich im kommen: die epigenetik!!

    Hallo Oglio,

    was genau ist das? Magst was dazu sagen, sonst frag ich Onkel Google

    Also in einem bin ich mir ziemlich sicher: gesoffen haben die zu allen Zeiten und sicher nicht weniger als heute

    LG Gaby

  7. #7
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    hu,

    also ich hab´hier was dazu lesen, bin aber nioch nicht sehr weit damit gekommen...
    im prinzip geht es in dieser wissenschaft halt´sehr vereinfacht darum wie die DNA vorliegt, also nicht welche infos sie enthält in form von genen durch nukleotide codiert, sondern inwiefern diese gene durch zb. methylierungen usw. verändert wurden... dies wiederum wird von versch. umweltfaktoren wie zb. ernährung, umweltgifte, (erzieehung? weiß nicht) usw. verursacht... im fazit wird dadurch die aktivität versch. gene verringert bzw. vergrößert , sodass es zu untersch. körperlichen Ausprägungen (Phänotypen, wenn sich jemand an den Mendel erinnert ) kommen kann oder auch untersch. aktiven Enzyme usw....

    ein Bsp. : obwohl eineiige Zwillinge das exakt identische genetische Erbgut besitzen können sie geringfügig unterschiedlich aussehen zb. die lage oder existenz von Leberflecken usw. ; das also durch äußere einflüsse....

    sehr grob und hoffentlich verständlich gehalten , hoffe ich

    mfg
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    Peter O'Toole

  8. #8
    Verleger Avatar von Waris
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    Oligo, sorry, aber ich finde das passt nur bedingt zum Thema. Man kann körperliche Merkmale nicht mit der Psyche und dem Leben von Menschen vergleichen.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

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