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Thema: Gerechtfertigt oder nicht? Praktische Prüfung; FS..

  1. #1
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    Standard Gerechtfertigt oder nicht? Praktische Prüfung; FS..

    Ich habe die praktische Fahrprüfung zum zweiten Mal nicht bestanden.

    [Beim ersten Mal konnte ich es total nachvollziehen und war auch damit einverstanden und der Prüfer (so einen Fahrlehrer hätte ich mir gewünscht..) hatte mir auch gutes Feedback gegeben - ich konnte von ihm noch etwas Lernen, das mir mein Fahrlehrer nicht beigebracht hat. (ganz davon mal abgesehen, dass mein Fahrlehrer sich nicht an den Ausbildungsplan gehalten hatte und mit mir nicht alles geübt hatte.) (Genau das kam in der Prüfung dann ran) (Aber das soll jetzt eigentlich mal nebensächlich sein)]

    Nun aber das zweite Mal durchgefallen...

    Meine Fehler auf dem Protokoll:

    mangelnde Verkehrsbeobachtung -> ungenügende Spiegelarbeit
    Abwürgen des Motor -> zwei Mal -> keine Gefährdung
    Nichteinhalten des Rechtsfahrgebots
    an einer Stelle nicht geblinkt -> keine Gefährdung

    Das klingt jetzt ganz schön viel - ich weiß.

    Nun aber zur Prüfungssituation:

    Komm ich mal zu meinem Hauptanliegen, das gilt dem Punkt "Nichteinhalten des Rechtsfahrgebots"


    Also ich habe in der Straßenverkehrsordnung (StvO) gelesen, dass nach §7 Absatz 3 das Rechtsfahrgebot für Autos bis 3,5t innerhalb geschlossener Ortschaften gar nicht gilt und der Fahrstreifen frei gewählt werden kann.

    Die Situation war nun die, dass ich auf eine Straße mit zwei Fahrstreifen in einer Richtung mit 2 Autos auf dieser Straße in der Stadt links gefahren bin.

    Habe ich diesen Paragraphen falsch verstanden oder könnte es vielleicht gar kein Fehler gewesen sein? Kennt sich zufällig hier jemand mit aus? Der Prüfer hat auch den Namen der Straße aufs Prüfprotokoll aufgeschrieben, also es wäre überprüfbar.

    Der Fahrprüfer teilte mir das also während meiner Prüfung mit. Von nun an war ich sehr verunsichert, weil ich dachte ich könnte jetzt durchgefallen sein.

    So nun zu den anderen Punkten:

    mangelnde Verkehrsbeobachtung; Spiegelarbeit:
    ich schaue alle 30 sekunden min. in die spiegel. mein Fahrlehrer meinte den Tag zuvor noch, meine Spiegelarbeit sei sehr gut. Auch hier gab es während der Fahrt Feedback von meinem Prüfer.. Das seltsame ist nur, dass während ich in den Rückspiegel (mehrmals anschließend) sah, der Prüfer den Kopf immer nach unten geneigt hatte und in einem Winkel irgendwie war, so dass er mich ja genauso wenig und schlecht hätte sehen können. Es kann doch nicht zu meinen Aufgaben gehören, dass ich mich darum kümmern muss, dass der Fahrlehrer in den Spiegel schaut, wenn ich darein schaue?! (Am Ende der Prüfung meinte er dann sogar ich solle meinem Kopf hin und her- bewegen damit er das mitbekommt wenn ich schaue. Ist das denn wirklich noch zu fassen?

    Um zu diesen Punkt noch mal zum vorigen Punkt zurückzugreifen fuhr ich links, um Autos, die ich von weiten sah das einscheren schnell zu ermöglichen. Das ist doch eigentlich eher vorrausschauende Fahrweise?

    Ich war zu diesem Zeitpunkt dann verunsichert. Da habe ich dann noch nicht so genau drüber nachgedacht.

    Dann kam das Stoppschild, bei dem ich anhielt und es unklar war wo ich als nächstes Abbiegen sollte. Ich frug dreimal nach, weil ich ihn nicht verstanden habe, es war für mich unscharf. Die Straße war "optisch" gerade, sie floss also in eine straße optisch hinein. Es kamen keine Autos und ich dachte er meinte "da hinten" rechts und habe nicht geblinkt.
    Ich ließ aber alle Autos vorbeifahren und es gab keine Gefährdung und der Fahrprüfer wird auch noch grantig zu mir: "NEIN HIER MEINTE ICH MENSCH!" - so als wenn ich ein bisschen blöde bin. Ja aber aussteigen musste ich nicht, ich konnte die ganzen 45 Minuten durchfahren, es kam die nächsten 30 Minuten keine Randbemerkungen mehr und dann sagt er mir um kurz vor zwölf ich könne in zwei Wochen wiederhohlen.

    In dieser Stadt gibt es eine Hand voll DekraPrüfer (Die haben hier nicht mal Konkurrenz vom TÜF), die Durchfallquoten sind erstaunlich hoch und die DekraPrüfer kennen sich alle untereinander. Aufgefallen ist mir auch, dass sich Fahrlehrer und Prüfer vor und nach der Prüfung aus meinen Augen kurz verschwanden - Was gibts da zu bereden oder ist das immer so?

    Was sagt ihr dazu?
    Geändert von honeymoon (24.10.2011 um 03:43 Uhr)

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  2. #2
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    Bedenke immer, das Männer in solchen Positionen oft eitle Gockel sind die besonders viel Anerkennung brauchen! Der hat nämlich 100PS mehr unter der Haube als du und deswegen gehört ihm die linke Spur und nicht dir. Also fahre rechts, zumindest in der Prüfung.
    Was die Kopfdrehung anbetrifft hab ich das in der Fahrschule auch so gelernt, damit der Prüfer den Eindruck bekommt, das du in den Spiegel schaust. Beim Aussenspiegel gehts nicht anders.
    Schaust du in den Innenspiegel, sieh auf die Strasse, machst du dem Prüfer schöne Augen weiss der gleich, das du die Strasse nicht im Blick hast und unsicher bist >> Negativ!

    Ansonsten kannst du nur prüfen lassen, ob du die Prüfung bestanden hast, wenn das mit dem Rechtsfahrgebot rausgenommen wird. Nur wenn du Rechtsmittel einlegst, sollte die Sache dann auch Wasserdicht sein.

  3. #3
    Nachwuchs Autor
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    ich habe meinem prüfer bestimmt keine schönen augen gemacht. soweit kommts ja noch.

    in der vorigen prüfung, in der ich durchgefallen bin, stand auch nichts von ungenügender spiegelarbeit.. woher soll das auf einmal kommen..

    mir kommt auch der verdacht dass bei den fahrschulen und den prüfern auch gar kein interesse besteht an den hohen durchfallquoten zu arbeiten. dass kritisiert auch der autoclub europa (ACE).

    und in diesem bundesland fällt jeder dritte durch (37%) durchfallquote. das ist eindeutig zu viel. mich wunderts auch weshalb keine "stichproben" mit den prüfern gemacht wird. so ich meine: Wer prüft eigentlich die Prüfer? es kann ja nicht sein dass mein prüfer von der stvo weniger ahnung hat als ich.

    klar könnte ich rechtsmittel einlegen.. aber ich will mit dem fs langsam mal fertig werden... das zieht sich nacher noch mehr in die länge zieht.

    aber das prob ist: null money - schon viel zu viel für den ****** ausgeben und ich sehe das gar nicht ein noch mal geld dafür hinzublättern. am liebsten würde ich die fahrschule und meinen fahrlehrer wechseln und woanders prüfung machen - aber das kostet auch wieder extra
    das ist ein echtes dilemma. ich habe kein Vertrauen mehr zu meiner Fahrschule.

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  4. #4
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    Hallo honeymoon!

    Innerorts darf man den Fahrstreifen frei wählen. Was sagt dein Fahrlehrer dazu?

    Mein Prüfer hat im Anschluss mit meinen Fahrlehrern gefrühstückt, ein Austausch ist die Regel.

    Liebe Grüße!

  5. #5
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    ich habe mich erkundigt - ja ich bin falsch gefahren.
    das stimmt zwar mit der regel, aber die fahrbahn hatte keine fahrmarkierung (obwohl früher da mal eine gewesen sein solll...)
    und deshalb galt rechtsfahren...

    shit happens

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