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Thema: Gewalt und Mord - Zwangsstörung?

  1. #9
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Where is my mind.

    Im Grunde läuft Deine Behandlung nach den Regeln der Kunst, SSRI und Verhaltenstherapie.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, die mir einfallen.
    Die erste ist, dass Du in dem Moment, wenn bestimmte Probleme gelöst sind, die Stabilität hast, Dich an andere Probleme heranzuwagen, die dann erst an die Oberfläche kommen, wenn bestimmte Grundprobleme gelöst sind.

    Die andere Möglichkeit besteht darin, dass Du, mehr oder weniger unbewusst, keinen Bock auf ein normales Leben hast und Deinen Therapeutinnen die Erfolge ihrer Behandlungen unbewusst nicht gönnst. Das gibt es und ist gar nicht so selten, wäre dann aber ein Fall für die Tiefenpsychologie.
    Du könntest sehr intelligent und ein Trickser sein, der Spaß daran hat, die Therapeuten allesamt scheitern zu sehen.

    Momentan hast Du glaube ich mehr Angst Deiner Freundin ungewollt was anzutun, als dass Dir der Gedanke Lust bereitet. Es kann sein, dass Du streng erzogen wurdest und daher bestrebt warst (vielleicht auf Wunsch Deines Umfeldes) ein „guter“ Mensch zu werden.
    Die Angst „böse“ zu sein könnte darauf hindeuten.

    Ich weiß nicht inwiefern es Dich beruhigt, aber auch böse zu sein ist einem gewissen Umfang normal, die Liebsten an die Wand klatschen zu wollen, ist in einem gewissen Umfang auch normal, wenn Du das als normal und nicht krank zulassen kannst, könnte es Dir schon besser gehen.
    Wir alle sind Menschen die immer gut und böse sind, egoistisch und altruistisch, es ist aber erwiesenermaßen schwer diese Motive bei sich (und anderen) zu sehen, zu akzeptieren und dauerhaft auszuhalten.

    Gruß,

    Schatten

  2. #10
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    Zitat Zitat von Where_is_my_mind Beitrag anzeigen
    Es beschränkt sich ja nicht nur auf meine Partnerin.
    Wäre sie nun die erste Person bei der diese Gedanken aufkommen, dann würde ich dir wohl Recht geben.
    Doch es ist egal welche Frau z.Z. meine Freundin ist, die Gedanken kommen bei jeder hoch, so war es in allen Beziehungen die letzten Jahre und wenn ich solo bin, dann projiziere ich meine Vorstellungen auf Famile/Freunde, eben die nächsten nahestehenden Menschen in meinem Leben.
    Nebenbei ist mein aktuelle Beziehung auch recht frisch, sprich etwas mehr als einen Monat, daher ist es nicht so das ich zwanghaft an dieser einen Person hänge bzw. abhängig bin.
    Das hat damit nichts zu tun, man kann auch an einer Person, die man erst kurz kennt, zwanghaft hängen. Ich finde den Ansatz von Bertrand von daher nicht verkehrt. Die Gedanken beschränken sich ja tatsächlich auf Personen, an denen du "hängst".
    Auch den Beitrag von Schatten finde ich sehr gut. Ich stimme dem voll zu. Abgesehen davon, dass Zwangsgedanken m.M.n. immer eine Sache für eine tiefenpsychologische Therapie sind.

    Hast du schonmal versucht, die Gedanken einfach anzunehmen? Ich habe auch manchmal unangenehme Zwangsgedanken. Ich sage mir dann: "Es sind nur Gedanken, sie haben nichts mit der Realität zu tun." nehme sie an und versuche nicht sie wegzudrängen. Das hilft mir persönlich mehr, als der zwanghafte Versuch, das jetzt nicht zu denken, nach dem Motto: "Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten!"

    Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Arbeit und geregelte Tagesstruktur sind wirklich sehr wichtig!
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  3. #11
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    Also ich kann Dir zumindest sagen, dass Du damit nicht allein bist.

    Ich bin 2007 an einer schizoaffektiven Störung erkrankt. Nach jahrelangem Stress in Beruf, Ehekrise. In der aktuten Hochphase kam es dann zu einem inneren Drank meiner damaligen Frau was anzutun. Nur ich wehrte mich mit allen Kräften dagegen die ich noch hatte. Es ist nichts passiert.

    2008 war ich dann soweit ok, dass ich die MEdis abgesetzt hatte. Danach erlitt ich ANfang 2009 einen "Rückfall" in der Form, dass ich glaubte wahnsinnig zu werden, den Verstand zu verlieren. Hatte zuvor auch Streß mit meiner damaligen Geliebten. In diesem Rückfall, so eine Art Panikattacke bekam ich die dann die fürchterliche Angst (Ahnung) ich könne meiner Geliebten was antun, wenn sie sich jetzt mit mir hier in der Wohnung aufhält.

    Ich konnte es dann erträglicher machen mit Opipramol. Es war immer so eine Art Befürchtung. Letztes Jahr hatte ich eine Beziehung, die nicht optimal war. Vieles lief nur wie sie es wollte. Es kaman dann diese aufdrängenden "Zwangsgedanken/Befürchtungen" auf ich könnte ihr was antun. Als ich aufwachte bei ihr zu Hause waren diese Gedanken spontan wieder da. Diese mulmige Gefühl. Diese Anspannung. Und ich habe bis heute kein Mittel dagegen zu agieren gedanklich oder so. Bin seit 1 Monat in Verhaltenstherapie. Habe einen Rentenantrag gestellt. Bin seit 1 Jahr AU. Bin nicht mehr in der Lage einer Erwerbstätigkeit, zumindest zur ZEit, auszuüben. Es sind tagtägliche Begnungen mit der ANgst/Panik/Befürchtung. Es richtet sich, wenn gegen Frauen als Beziehungspartner oder auch dem männlichen Bekannten gegen. Ich bin vor kurzem umgezogen und habe gehófft es würde sich auflösen. Aber hier bleib ich nicht lange da ich in meine Heimat zurückwill.

    Ich habe halt die Angst / Befürchtung, falls die Panik sich so zuspitzt, wenn ich mit dem MEnschen allein bin, dass ich verrückt werde, den Verstand verliere und dann in diesem Zustand etwas mache......Aber bisher ist nichts passiert. Es sind Gedanken mit teilweisen Impulsen. Ob es durch Therapie oder Spontanheilung sich auflösen kann? Ich wünsche es mir so sehr.

    Euch einen schönen Abend!

    LG

  4. #12
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    Ich denke ebenfalls, dass es wie Bertrand sagt, eine Sache von Abhängigkeit ist. Das würde sehr schön zu den Erfahrungen mit deinem Vater passen. Er hat dich nie richtig losgelassen. Sowas erzeugt Wut, bedeutet es denn dann auch nicht, man traut mir nichts zu?!
    Dass du diese Gedanken bei allen Freundinnen hattest lässt sich wahrscheinlich so erklären, dass du eine Art zweite Realität entwickelt hast. Bei deinem Vater hast du gelernt wie Menschen mit dir umgehen und jetzt überträgst du dieses Verhalten auf Menschen, die dir ähnlich nah stehen. Du erwartest also ähnliches Verhalten.

    Ich kann natürlich nicht wissen, ob es in die Richtung geht, das ging mir nur gerade durch den Kopf.

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