Hallo Where is my mind.
Im Grunde läuft Deine Behandlung nach den Regeln der Kunst, SSRI und Verhaltenstherapie.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die mir einfallen.
Die erste ist, dass Du in dem Moment, wenn bestimmte Probleme gelöst sind, die Stabilität hast, Dich an andere Probleme heranzuwagen, die dann erst an die Oberfläche kommen, wenn bestimmte Grundprobleme gelöst sind.
Die andere Möglichkeit besteht darin, dass Du, mehr oder weniger unbewusst, keinen Bock auf ein normales Leben hast und Deinen Therapeutinnen die Erfolge ihrer Behandlungen unbewusst nicht gönnst. Das gibt es und ist gar nicht so selten, wäre dann aber ein Fall für die Tiefenpsychologie.
Du könntest sehr intelligent und ein Trickser sein, der Spaß daran hat, die Therapeuten allesamt scheitern zu sehen.
Momentan hast Du glaube ich mehr Angst Deiner Freundin ungewollt was anzutun, als dass Dir der Gedanke Lust bereitet. Es kann sein, dass Du streng erzogen wurdest und daher bestrebt warst (vielleicht auf Wunsch Deines Umfeldes) ein „guter“ Mensch zu werden.
Die Angst „böse“ zu sein könnte darauf hindeuten.
Ich weiß nicht inwiefern es Dich beruhigt, aber auch böse zu sein ist einem gewissen Umfang normal, die Liebsten an die Wand klatschen zu wollen, ist in einem gewissen Umfang auch normal, wenn Du das als normal und nicht krank zulassen kannst, könnte es Dir schon besser gehen.
Wir alle sind Menschen die immer gut und böse sind, egoistisch und altruistisch, es ist aber erwiesenermaßen schwer diese Motive bei sich (und anderen) zu sehen, zu akzeptieren und dauerhaft auszuhalten.
Gruß,
Schatten


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