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Alt 15.06.2008, 14:26   #25 (permalink)
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George Carlin - Religion is Bullshit (youtube)

Ich will damit niemandem auf den Schlips (oder sonstwo) treten aber ich denke, dass man von der ganzen Thematik ein bisschen Abstand nehmen muss. Humor ist dafür bestens geeignet.

@Waris: Ich kann dir nur Richard Dawkins Gotteswahn empfehlen. Das wäre dann so ziemlich das andere Extrem von dem was deine Erziehung dir eingeredet hat. Ich persönlich mache das am liebsten so: Mir beide "Enden" der Thematik angucken und dann eine für mich akzeptable Mitte finden. Wobei die "Mitte" nicht die Mitte sein muss. Eher eine für dich erträgliche Situation.
(Falls du das Buch lesen solltest, sind für dich wohl eher die letzten Kapitel interessant. Ich würde dir trotzdem empfehlen das ganze Buch zu lesen. Selbst wenn du überhaupt nicht seiner Meinung sein solltest - was gut passieren kann - wird es dein Leben bereichern.)
Schaufelbagger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2008, 14:53   #26 (permalink)
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Danke für den gutgemeinten Tipp, Schaufelbagger. Aber ein Buch mit solch einem Titel würde ich nicht lesen. Wie kommst du darauf, dass ich einzig das lebe, was meine Erziehung mir eingeredet hat? Traust du mir nicht zu selber zu denken? Es wird immer Menschen und Dinge geben, die versuchen werden, mich von Gott abzubringen, auch das steht in der Bibel. Darauf möchte ich mich nicht einlassen.
Warum möchtest du mir meinen Glauben ausreden? Für mich hat das nichts mit Wahn zu tun. Ich finde es eher beängstigend, dass Glaube und Religion heute sehr schnell als solches angesehen wird.
__________________
Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!
Waris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2008, 18:04   #27 (permalink)
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Registriert seit: 16.05.2008
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Beiträge: 211
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Versteh mich nicht falsch. Ich will dir gar nichts ausreden.

Ich finde es beängstigend, dass Religion nicht kritisiert werden darf. Und wenn du sagst, dass du das Buch nicht lesen willst weil es dich von deinem Glauben abbringen könnte, finde ich das ziemlich erschreckend.
Eben weil ich dir zutraue - und wünsche - selber zu denken, empfehle ich dir das Buch. Wenn bei deinen Überlegungen das Resultat schon feststeht (dass du auf jeden Fall weiter an Gott glaubst), kannst du meiner Meinung nach nie frei denken. Wenn du alle Möglichkeiten bedacht hast und dich trotzdem für Gott entscheidest: Das ist wahrer Glaube.
Es birgt aber natürlich auch die "Gefahr", dass du auf andere Gedanken kommst.

Ich sehe Glaube auf keinen Fall als "Wahn". Gotteswahn ist der deutsche Titel - der Originaltitel ist The God Delusion - finde ich persönlich passender.
Schaufelbagger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2008, 20:35   #28 (permalink)
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Sicher darf Glaube kritisiert werden. Nur mittlerweile ist es in unserer Gesellschaft so, dass Gläubige schnell als etwas verrückt gelten und Religion als gefährlich oder lächerlich eingestuft wird. Es wird nie gelingen, die Existenz Gottes zu beweisen. Istv doch logisch-dann gäbe es ja keinen Glauben mehr! Von daher hat der Glaube auch nicht viel mit denken, sondern eher mit fühlen zu tun. Wissenschaftlich kann man da nicht rankommen. Ich finde es lächerlich, dass jemand versucht, die nicht-existenz Gottes zu beweisen.
__________________
Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

Geändert von Waris (16.06.2008 um 20:41 Uhr)
Waris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2008, 21:27   #29 (permalink)
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Beiträge: 211
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Richard Dawkins unterscheidet in seinem Buch zwischen "belief in God" und "belief in belief".

Mir ging es vor allem um folgendes: Du hast gesagt, dass du auf Grund deines Glaubens manchmal Angst hast. Das ist laut R. Dawkins nicht nötig und ein by-product von Religion. Er kritisiert nicht den belief in belief sondern den buchstäblichen Glauben in den biblischen Gott.

Ich wünsche dir bei deiner Suche weiterhin viel Erfolg.

Nachtrag:
Zitat:
Ich finde es lächerlich, dass jemand versucht, die nicht-existenz Gottes zu beweisen.
Deswegen redet Dawkins auch von Wahrscheinlichkeiten. Das vierte Kapitel des Buches heißt deshalb auch "why there almost certainly is no God".
Zitat:
Nur mittlerweile ist es in unserer Gesellschaft so, dass Gläubige schnell als etwas verrückt gelten und Religion als gefährlich oder lächerlich eingestuft wird.
Ich denke es ist im Gegenteil so dass viele Menschen zur Religion "zurück" finden. Es gibt und gab immer einen Kern aber viele Leute finden erst zu Gott, wenn sie das Gefühl haben jemanden zu brauchen der nicht da ist. Siehst du das auch so?

Geändert von Schaufelbagger (16.06.2008 um 23:20 Uhr)
Schaufelbagger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2008, 08:21   #30 (permalink)
Gast784
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Zitat:
Zitat von Schaufelbagger Beitrag anzeigen
Es gibt und gab immer einen Kern aber viele Leute finden erst zu Gott, wenn sie das Gefühl haben jemanden zu brauchen der nicht da ist.

Hallo Schaufelbagger,

dem widersprechen aber die Aussagen vieler Gläubiger, dass sie sich in schweren Krisen von Gott verlassen fühlten bzw. schwer von Zweifeln geplagt waren.

lg Gaby
  Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2008, 13:25   #31 (permalink)
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Registriert seit: 16.05.2008
Ort: Groningen, Niederlande
Beiträge: 211
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Hey Gaby,

ja, du hast Recht. Religion und der Glaube an Gott ist ein Thema das zu komplex ist um es so zu vereinfachen. Ich denke es gibt beides: Die einen wurden halb religiös erzogen und leben vor sich hin und wenn etwas "schlimmes" in ihrem Leben passiert finden sie "zurück" zu Gott und es gibt Leute die sich in solchen Situationen von Gott abwenden.
Ich meine gelesen zu haben das in Zeiten der ständigen Terrorwahnungen und Nachrichten von vergewaltigenden Kinderschändern die Zahl der "Gläubigen" wieder ansteigt.
Schaufelbagger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2008, 13:44   #32 (permalink)
Gast784
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Zitat:
Zitat von Schaufelbagger Beitrag anzeigen
.
Ich meine gelesen zu haben das in Zeiten der ständigen Terrorwahnungen und Nachrichten von vergewaltigenden Kinderschändern die Zahl der "Gläubigen" wieder ansteigt.
ich denke, dass in unseren schnell-lebigen und zunehmend sinnentleerten Zeiten Funamentalismus aller Art zunimmt. Die Menschen sehnen sich eben nach Strukturen, nach Führung, nach Lebens-Inhalten. Das Bedürfnis nach Altbewährtem steigt mit der Unsicherheit. Dabei werden frühere Zeiten auch gern mal verklärt. (ich beziehe das gern auf Frauen, denn die hatten eigentlich in den monotheistischen Religionen noch nie was zu lachen)

Gleichzeitig gibt es auch eine große Schar von Menschen, die sich ihren Glauben aus allen möglichen Richtungen "zusammen basteln" und sich nur von den Institutionen abgewendet haben. Die werden wahrscheinlich daher fälschlicherweise als Gott-abgewendet erfasst.

lg Gaby
Bekennende "Heidin"

Geändert von Gast784 (17.06.2008 um 13:46 Uhr)
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