Hallo liebes Forum,
habt ihr auch schonmal drüber nachgedacht ob die Globalisierung wirklich so toll ist, wie sie oft beschrieben wird?
Habt ihr schonmal versucht alle möglichen Probleme, die die Globalisierung mit sich bringt, vor allem auch im Bereich der Psychologie, zu erfassen?
Ich möchte euch hier einen meiner Gedankengänge schildern. Dieser ist bewusst nur als ein Gedankengang deklariert, weil es hier nicht um unwiederufliche Fakten geht, die wissenschaftlich fundiert sind
Durch die Globalisierung sind die Menschen, die verschiedenen Völker, näher zusammengerückt. Zumindest was die Informationen aus den entlegensten Winkeln der Erde und den Austausch der Menschen untereinander angeht.
Und da liegt auch schon das erste Problem. Der einzelne Mensch wird mit immer mehr Problemen, ausserhalb seines eigentlichen Lebensraum konfrontiert. "Früher" musste man sich "nur" damit beschäftigen, wie es im eigenen Land aussieht oder gar nur in der eigenen Region. Mittlerweile gibt es zu hauf Diskussionen über alle möglichen Probleme die über die ganze Welt verstreut sind. Wir sollen uns am besten damit beschäftigen dass Berlusconi keine Immunität mehr genießt, dass im Südpazifik wieder Tsunami-Warnungen herausgegeben wurden, dass nur vier deutsche Universitäten in dem globalen Elite-Ranking auftauchen, dass in Somalia wieder Piraten unterwegs sind und vor allem, dass die Weltweite Wirtschaft in der Krise steckt und der weltweite Wettbewerb total wichtig ist. Alles Probleme, mit denen man sich vor einiger Zeit nochnicht so dermaßen befassen musste wie heute.
Was kann das für Auswirkungen haben?
Die Menschen werden immer mehr belastet und gefordert. Die Zeit scheint ja jetzt schon immer schneller zu laufen. Der persönliche Grenzbereich verschiebt sich um hunderte oder gar tausende Kilometer. Mit dem persönlichem Grenzbereich meine ich den Bereich für den sich ein Mensch zuständig fühlt.
Desweiteren wird durch die Flut an, vor allem schlechten, Nachrichten weiter die Angst geschürrt, dass die Welt nicht in Ordnung ist.
Dadurch, dass wir uns als Erwachsene mit immer mehr Dingen beschäftigen müssen/sollen, könnten wir den Blick für unsere Kinder verlieren. Es besteht die Gefahr (auch laut Dr. med. Westerhoff - Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden"), dass wir durch die verschiebung des persönlichen Grenzbereiches auch den Grenzbereich unserer Kinder erweitern. Soll heissen, dass die Grenze, die ursprünglich zwischen Kind und Erwachsenem herrschte verschwindet. Und wenn wir erstmal unsere Kinder mit sog. "Erwachsenen-Themen" belasten, dann kann es schnell passieren, dass wir in einigen Jahren immer mehr gesellschaftliche Probleme kriegen, weil bestimmte Umgangsformen, die ein Kind normalerweise lernen sollte, nicht mehr, oder nicht ausreichend, beigebracht werden.
Dies war mein Gedankengang, bei dem ich es jetzt auch erstmal belassen will und gespannt bin auf eure Meinungen und Sichtweisen dazu.


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