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Thema: Globalisierung - Probleme erkennen

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Pure
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    Standard Globalisierung - Probleme erkennen

    Hallo liebes Forum,

    habt ihr auch schonmal drüber nachgedacht ob die Globalisierung wirklich so toll ist, wie sie oft beschrieben wird?
    Habt ihr schonmal versucht alle möglichen Probleme, die die Globalisierung mit sich bringt, vor allem auch im Bereich der Psychologie, zu erfassen?

    Ich möchte euch hier einen meiner Gedankengänge schildern. Dieser ist bewusst nur als ein Gedankengang deklariert, weil es hier nicht um unwiederufliche Fakten geht, die wissenschaftlich fundiert sind

    Durch die Globalisierung sind die Menschen, die verschiedenen Völker, näher zusammengerückt. Zumindest was die Informationen aus den entlegensten Winkeln der Erde und den Austausch der Menschen untereinander angeht.
    Und da liegt auch schon das erste Problem. Der einzelne Mensch wird mit immer mehr Problemen, ausserhalb seines eigentlichen Lebensraum konfrontiert. "Früher" musste man sich "nur" damit beschäftigen, wie es im eigenen Land aussieht oder gar nur in der eigenen Region. Mittlerweile gibt es zu hauf Diskussionen über alle möglichen Probleme die über die ganze Welt verstreut sind. Wir sollen uns am besten damit beschäftigen dass Berlusconi keine Immunität mehr genießt, dass im Südpazifik wieder Tsunami-Warnungen herausgegeben wurden, dass nur vier deutsche Universitäten in dem globalen Elite-Ranking auftauchen, dass in Somalia wieder Piraten unterwegs sind und vor allem, dass die Weltweite Wirtschaft in der Krise steckt und der weltweite Wettbewerb total wichtig ist. Alles Probleme, mit denen man sich vor einiger Zeit nochnicht so dermaßen befassen musste wie heute.

    Was kann das für Auswirkungen haben?
    Die Menschen werden immer mehr belastet und gefordert. Die Zeit scheint ja jetzt schon immer schneller zu laufen. Der persönliche Grenzbereich verschiebt sich um hunderte oder gar tausende Kilometer. Mit dem persönlichem Grenzbereich meine ich den Bereich für den sich ein Mensch zuständig fühlt.
    Desweiteren wird durch die Flut an, vor allem schlechten, Nachrichten weiter die Angst geschürrt, dass die Welt nicht in Ordnung ist.
    Dadurch, dass wir uns als Erwachsene mit immer mehr Dingen beschäftigen müssen/sollen, könnten wir den Blick für unsere Kinder verlieren. Es besteht die Gefahr (auch laut Dr. med. Westerhoff - Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden"), dass wir durch die verschiebung des persönlichen Grenzbereiches auch den Grenzbereich unserer Kinder erweitern. Soll heissen, dass die Grenze, die ursprünglich zwischen Kind und Erwachsenem herrschte verschwindet. Und wenn wir erstmal unsere Kinder mit sog. "Erwachsenen-Themen" belasten, dann kann es schnell passieren, dass wir in einigen Jahren immer mehr gesellschaftliche Probleme kriegen, weil bestimmte Umgangsformen, die ein Kind normalerweise lernen sollte, nicht mehr, oder nicht ausreichend, beigebracht werden.



    Dies war mein Gedankengang, bei dem ich es jetzt auch erstmal belassen will und gespannt bin auf eure Meinungen und Sichtweisen dazu.

  2. #2
    Schreibkraft
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    Standard

    Ich denke wir sollten diese Diskussion von Anfang an realistisch sehen. Für 95% der Menschen reicht der Horizont doch ohnehin nicht über sie selbst hinaus. Selbst für die Wenigen, die sich dafür interessieren, sind es keine Probleme, da die Ereignisse einem jenen nur sehr selten selbst treffen.

    Es bleibt also eine Aufgabe für die Wirtschaft und die Politik, sich in der globalen Gemeinschaft zu behaupten, zweifelsohne spüren wir indirekt die Konsequenzen.

    Zu deinem zeiten Punkt lässt sich differenzierter Argumentieren, ich halte es für ziemlich bedenklich, dass heutzutagee die Kinder mit einem riesigen Wust an Informationen aus TV, Internet, Radio bombardiert werden, die Informationen an sich sind kein Problem, allerdings fehlt den Kindern noch die Erfahrung, sie richtig zu interprätieren. Ob das die Denkmuster der zukünftigen Erwachsenen im Vergleich zu früher ändert kann ich nicht beurteilen, vermutlich nur gering.

    Andererseits muss man es auch als Chance sehen, durch die Informationen ist es den Jugendlichen möglich über den Tellerrand zu sehen, früher war das gesellschaftliche Gefüge viel fester und es für einem z.B. Bauern unmöglich, in höhere Kreise aufzusteigen - heute durchaus im Bereich des Möglichen.

    Vergessen sollte man auch nicht, dass sich die Verhaltensweisen der Menschheit nur in Zeitrahmen von 10000 Jahren verändern, in unserer kompletten nachvollziehbaren Geschichte wird in den selben Situationen immer gleich gehandelt und was für Veränderungen haben wir hinter uns!

    Je mehr sich ändert - bleibt alles beim Alten.

    Das größere Problem ist, dass sich die nationalen Identitäten in Zukunft wohl auflößen werden, in einigen Hundert Jahren werden wir uns möglicherweise nicht mehr als Franzosen/Deutsche/Italiener sehen sondern als Europäer und die Staaten werden nur den Charakter unserer Bundesstaaten haben, ein sehr gefählicher Effekt, da er die komplette Balance zwischen den Staaten und Völkern verschiebt, die uns, das sollte man nicht vergessen, den Frieden sichert.

  3. #3
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo,

    demnach so mal weitergedacht ....... müsste also Zensur und nur noch eingeschränkte Medienzugang - sowie starke nationale Bestrebungen für das Heil der Menschen wichtig sein.

    Das machen doch zur Zeit .... Nordkorea, Iran, u.s.w

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo

    Ich denke schon, dass sich ein Erwachsener mit erwachsenen Themen beschäftigen kann, die sich außerhalb seines direkten Umfeldes abspielen. Das hat etwas mit Verantwortung und Mitbestimmung zu tun. Und jeder erwachsene Mensch sollte gelernt haben sich nur mit dem zu belasten, das er auch bewältigen kann.

    Kinder sollten in ihrer Kinderwelt bleiben. Für die Probleme der Erwachsenen haben sie nicht die notwenige Reife und würden überfordert und geängstigt.
    Ich wüßte zu gerne mal, was bei einem Kind ankommt, wenn es so nebenbei die Tagesschau serviert bekommt.

    Was ich mich manchmal frage ist, ob der Mensch in seiner Bambushütte nicht glücklicher leben würde, wenn der weiße Mann nicht versucht hätte ihn zu "zivilisieren".

  5. #5
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Frau Lampe,

    der Mann in der Bambushütte sicher .... aber diejenigen, die er zum Essen in Kochtopf gesteckt hat .... die sind sicher glücklich, das viele Bambus-hüttennutzer heute keinen Kanibalismus mehr ausüben.

    Du siehst ...es liegt immer am jeweiligen Betrachter und dessen Blickwinkel.

  6. #6
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    hallo Kü

    es werden ja nicht alle Kannialen gewesen sein...tztz

    aber um beim Thema zu bleiben. Wir können uns doch alle selber schützen gegen zuviel Medienflut. Ich muß nicht jeden Tag den Fernsher anmachen, Radio anmachen und Zeitung lesen. Und ich muß mir auch nicht alles Elend der Welt zu meinem persönlichen Elend machen.
    Geändert von Wunderlampe (08.10.2009 um 18:33 Uhr)

  7. #7
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo,

    wobei Medienflut und Globalisierung für mich völlig verschiedene Dinge sind.

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